Re: Gegessen wird, was auf den Tisch kommt...?
Verfasst: 11.03.2018, 22:01
Das Forum
https://www.stillen-und-tragen.de/forum/
https://www.stillen-und-tragen.de/forum/viewtopic.php?t=208957
Da würde ich die Verantwortung - je nach Alter des Kindes- eher bei mir sehen: wenn ich so ein großes Stück herausgebe, dann muss ich damit leben, dass es nicht gegessen wird. Ich hätte vermutlich einfach ein kleineres abgeschnitten und gesagt, dass das bei uns halt so ist.Inkling hat geschrieben: 11.03.2018, 21:42 Ich grüble immer noch über diesem Schokokuchen. Mir ist nämlich gerade aufgefallen dass man ja auch sagen könnte „Es wird gegessen was nach mehrmaligem Nachfragen und trotz anbieten kleinerer Portionen auf dem eigenen Teller landet“. Aber vermutlich hätte mir einfach gereicht wenn das Kind offen sagt: „Es tut mir leid, aber ich schaffe dieses Stück doch nicht.“ Dafür müsste es diese Option aber kennen. (Und idealerweise würde man dann auch das Stück in einem Zustand lassen das jemand anderes es noch essen kann.)
Hier unterschreibe ich.chennai hat geschrieben: 11.03.2018, 18:56 Ich finde, das Thema ist ein gutes Beispiel dafür, dass es hier keine absoluten Regeln gibt/geben sollte. Weder das Extrem, dass jeder immer das zu essen hat, was auf den Tisch kommt, noch das andere Extrem, dass jeder in allen Situationen ohne Rücksicht auf Verluste und in schonungsloser Ehrlichkeit das Essen auf dem Tisch verschmähen darf, ist für mich erstrebenswert. In welcher Situation man sich in welchem Bereich der Grauzone dazwischen aufhält, muss man einfach gut abwägen. Das ist situations- und personenabhängig, und 100e weitere Faktoren spielen da mit rein. Das zu erlernen und sich in dieser Grauzone souverän zu bewegen gehört für mich zu der Art sozialer Kompetenz dazu, die ich meinen Kindern gerne vermitteln will.
Bei 8 Jahren finde ich es halt schwierig (zumal die Eltern mich gebeten haben das Stück ausnahmsweise zu geben, weil sie ihn auch nochmal gefragt haben und er tief und fest beteuert hat dass er ein großes will und es auch schafft). Und da wird es dann einfach schwierig: da beisst sich „Kind entscheidet was es essen will“ definitiv mit dem entstandenen Resultat. Zu Hause muss übrigens gar nicht aufgegessen werden, das Zerpflücken war also nicht aus dem Grund sondern eher aus Langeweile. Wobei ich beim Schreiben hier merke dass es wirklich nicht um das Essen selbst geht, sondern eher der Umgang mit dem von mir zubereiteten Essen. Wäre mir respektvoll mitgeteilt worden (Eltern oder Kind) dass es einfach zuviel ist oder doch nicht schmeckt, kein Thema.Kinsale hat geschrieben: 11.03.2018, 22:20
Da würde ich die Verantwortung - je nach Alter des Kindes- eher bei mir sehen: wenn ich so ein großes Stück herausgebe, dann muss ich damit leben, dass es nicht gegessen wird. Ich hätte vermutlich einfach ein kleineres abgeschnitten und gesagt, dass das bei uns halt so ist.Inkling hat geschrieben: 11.03.2018, 21:42 Ich grüble immer noch über diesem Schokokuchen. Mir ist nämlich gerade aufgefallen dass man ja auch sagen könnte „Es wird gegessen was nach mehrmaligem Nachfragen und trotz anbieten kleinerer Portionen auf dem eigenen Teller landet“. Aber vermutlich hätte mir einfach gereicht wenn das Kind offen sagt: „Es tut mir leid, aber ich schaffe dieses Stück doch nicht.“ Dafür müsste es diese Option aber kennen. (Und idealerweise würde man dann auch das Stück in einem Zustand lassen das jemand anderes es noch essen kann.)
Dieses Zerpflücken erlebe ich oft bei Kindern, die hier essen, die zu Hause aufessen müssen und sich dann verpflichtet fühlen, zumindest irgendwas mit dem Essen zu machen. Wenn ich sage, dass sie das nicht müssen, wird der Teller meist sofort weggeschoben. (Allerdings bin ich dann zu mäkelig um angefangenes Essen von fremden Kindern noch zu essen)
Das würde ich wahrscheinlich genauso machen, wenn da keine Ananas drauf ist.Wir selbst hätten vermutlich das Stück unseres Kindes gegessen, ich lasse oft Platz bei mir wenn ich weiß dass die Kinder bei anderen ihre Portionen nicht schaffen.
Puh, wenn die Eltern auch noch dabei sind, würde ich das nochmal anders empfinden. Und mich eher über die Eltern als übers Kind ärgern. Also, übers Kind auch, aber ich als Mutter würde im Erdboden versinken, wenn mein Kind ein großes Stück fordert, ich da auch nochmal nachfrage, das Kind dann den Kuchen nur zermatscht UND dann noch nach Keksen fragt.Inkling hat geschrieben: 11.03.2018, 23:04Bei 8 Jahren finde ich es halt schwierig (zumal die Eltern mich gebeten haben das Stück ausnahmsweise zu geben, weil sie ihn auch nochmal gefragt haben und er tief und fest beteuert hat dass er ein großes will und es auch schafft). Und da wird es dann einfach schwierig: da beisst sich „Kind entscheidet was es essen will“ definitiv mit dem entstandenen Resultat. Zu Hause muss übrigens gar nicht aufgegessen werden, das Zerpflücken war also nicht aus dem Grund sondern eher aus Langeweile. Wobei ich beim Schreiben hier merke dass es wirklich nicht um das Essen selbst geht, sondern eher der Umgang mit dem von mir zubereiteten Essen. Wäre mir respektvoll mitgeteilt worden (Eltern oder Kind) dass es einfach zuviel ist oder doch nicht schmeckt, kein Thema.Kinsale hat geschrieben: 11.03.2018, 22:20
Da würde ich die Verantwortung - je nach Alter des Kindes- eher bei mir sehen: wenn ich so ein großes Stück herausgebe, dann muss ich damit leben, dass es nicht gegessen wird. Ich hätte vermutlich einfach ein kleineres abgeschnitten und gesagt, dass das bei uns halt so ist.Inkling hat geschrieben: 11.03.2018, 21:42 Ich grüble immer noch über diesem Schokokuchen. Mir ist nämlich gerade aufgefallen dass man ja auch sagen könnte „Es wird gegessen was nach mehrmaligem Nachfragen und trotz anbieten kleinerer Portionen auf dem eigenen Teller landet“. Aber vermutlich hätte mir einfach gereicht wenn das Kind offen sagt: „Es tut mir leid, aber ich schaffe dieses Stück doch nicht.“ Dafür müsste es diese Option aber kennen. (Und idealerweise würde man dann auch das Stück in einem Zustand lassen das jemand anderes es noch essen kann.)
Dieses Zerpflücken erlebe ich oft bei Kindern, die hier essen, die zu Hause aufessen müssen und sich dann verpflichtet fühlen, zumindest irgendwas mit dem Essen zu machen. Wenn ich sage, dass sie das nicht müssen, wird der Teller meist sofort weggeschoben. (Allerdings bin ich dann zu mäkelig um angefangenes Essen von fremden Kindern noch zu essen)