Gute Entbindungsorte in Berlin

Moderator: Marla84

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Tutti
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Re: AW: Gute Entbindungsorte in Berlin

Beitrag von Tutti »

Ich hab zwei Jahre lang ein Elterncafé geleitet und während dieser Zeit logischerweise viele, viele Mütter kennengelernt. Da wir eigentlich immer irgendwann über die Geburt gesprochen haben, habe ich irgendwann angefangen, eine eigene kleine Statistik zu führen. Und was soll ich sagen... Alle Frauen, die ich kennengelernt habe, die im MLK entbunden haben, hatten einen Kaiserschnitt. Alle. Ist wirklich schon zum Running Gag geworden. Aber ist natürlich nicht aussagekräftig ;)
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Thalia
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Re: AW: Gute Entbindungsorte in Berlin

Beitrag von Thalia »

stoerchin hat geschrieben:Oje, das klingt ja nicht so toll mit dem Martin-Luther.
Ich hatte mein Gespräch bezüglich VBA2C mit der leitenden Hebamme, ihre Aussage war, dass bei BEL grundsätzlich immer eine Spontangeburt möglich ist. Sogar im Zustand nach Sectio.
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Die Aussage BEL ja, aber nur wenn das entsprechende Personal auch vor Ort ist, habe ich auch von dort. War ja dann in Havelhöhe und habe dort spontan aus BEL geboren. Da haben sie mir versprochen, dass dann einer von den Ärzten kommt, die es aus können (3 von 4). Im Endeffekt sind Oberärztin und Chefärztin meinetwegen kurz hintereinander eingetroffen. Havelhöhevist dagingehend echt empfehlenswert, Du kannst da auch direkt einen Termin zum Beratungsgespräch bei der OÄ Frau Kölbel machen. Gibt halt aber keine eigene Beleghebamme, da die Beleghebammen dort sich fürs Schichtsystem entschieden haben.
Thalia mit Tochter 10/2011
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stoerchin
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Re: Gute Entbindungsorte in Berlin

Beitrag von stoerchin »

Wahrscheinlich hängt es doch einfach von so vielen Umständen ab, wie es denn am Ende läuft.
Ich hatte ja bei beiden Geburten im Westend eine Beleghebamme, aber trotzdem keine optimale Betreuung gehabt.

Ich kenne natürlich jetzt nicht so viele Mütter, bin aber nun schon lange in Krabbelgruppen, und da ist der Trend eben gerade andersrum.

Mittlerweile kenne ich mehr Mütter, die in den letzten 2 Jahren im Westend per Kaiserschnitt entbunden haben, als im Martin-Luther.

Und das Westend ist nicht so wirklich offen für die Spontangeburt, sie schränken es von vornherein schon arg ein.

Das Kind darf keinesfalls mehr als 4000 Gramm wiegen, es darf keine BEL sein, und es darf keinen Tag über Et gehen.

Darüber hinaus würden sie (sogar mit Cytotec) einleiten, eigentlich nach Sectio ein absolutes No Go.

Im MLK hingehen sind sie sehr offen, Gewicht spielt keine Rolle, ich dürfte 7 Tage über den Et gehen.
Und sie gaben eben auch die Aussage von spontaner Bel, auch nach Sectio.

Mein Bauchgefühl bleibt momentan doch beim MLK (mit Beleghebamme) stimmiger.
mit meinen beiden Februarmädchen ,2010 & 2012, an den Händen und mit zwei Sternchen im Herzen...
Thalia
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Re: Gute Entbindungsorte in Berlin

Beitrag von Thalia »

Ich denke, dass man halt schauen muss, was von vollmundigen Versprechen am Ende auch eingehalten wird. Da trennt sich dann am Ende die Spreu vom Weizen, leider.

Ansonsten kann ich noch was zum AVK beitragen, das eigentlich geburtshilflich auch immer eher einen guten Ruf hatte. Meine beste Freundin wurde dort entbunden ( muss man leider so nennen, auch wenn ich kein Fan davon bin). Kind war groß geschätzt (über 4 kg, aber sie auch 1,78 m groß) und sie kam mit 5 cm Muttermundsöffnung, Blasensprung und Wehen alle 5 Minuten da an. Also alles super. Die haben ihr dann ne PDA aufgeschwatzt, die sie so aufgespritzt hatten, dass sie nichts mehr gespürt hat. Wehentätigkeit dann vollkommen weg und dann natürlich Oxytocin bis zum Anschlag, Pressen aus Kommando, am Ende Saugglocke aus Beckenmitte und Schulterdystokie. Dazu ein riesiger Dammschnitt, der mit falschem Nahtmaterial genäht wurde und sie nun wahnsinnige Probleme damit hat. Baby 3900 g. Baby hat 600 g abgenommen, sie hat angeblich laut Schwestern toll gestillt, dann Zufütterung per Fingerfeeder, Androhung der Verlegung in die Kinderklinik mit Magensonde, weil das kind wer weiß warum so abnimmt. Milchpumpe wurde ihr verweigert, bräuchte sie nicht. Dann Entlassung auf eigenen Wunsch und mit von der Hebamme verordneten straffen Pumpprogramm, Temporerer (Zu)fütterung mit dem Becher nun vollstillend. Milcheinschuss am 7. Tag nach der Geburt. Und das ist babyfreundlich zertifiziert, aber im Entlassungsbrief stand voll laktierend. Da kann man nur den Kopf drüber schütteln.
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stoerchin
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Re: Gute Entbindungsorte in Berlin

Beitrag von stoerchin »

Oh, ich glaube unsere Beiträge haben sich zum Teil überschnitten.

An Havelhöhe habe ich auch schon gedacht, sie würden auch eine spontane Geburt unterstützen.

Was mich dort aber ein wenig verunsichert,ist eben das es keine Beleghebammen gibt.
Ich habe halt Angst während der Geburt zu lange alleine gelassen zu werden, und hätte am Liebsten die ganze Zeit eine Hebamme bei mir.

Und es ist gibt ja dort keine Kinderstation, was ist, wenn doch etwas unter der Geburt passiert (Ruptur) und das Kind evtl. (intensivmedizinische) Versorgung braucht?
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taschi
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Re: Gute Entbindungsorte in Berlin

Beitrag von taschi »

Hallo

Habe am 28.3. unsere 3.Tochter im MLK bekommen.

Da ich eine beginnende Plazentaablösung hatte, wurde es dann doch ein Ks.Da alle Werte noch ok waren, konnte ich dank Teilnarkose wach dabei sei.Es war sehr harmonisch und wir konnten direkt danach ausgiebig kuscheln eh sie untersucht wurde und die U1 gemacht wurde.

Ich war dann 3 Tage stationär und fand die Schwestern super pro stillen..zu keiner Zeit wurde mir zufüttern
"angeboten"...obwohl sie einen deutlichen Gewichtsverlust hatte.Nuckel war auch nie ein Thema.

Eine Erstlingsmama mit in meinem Zimmer hat man auch sehr liebevoll unterstützt.

Ich persönlich kann das MLK guten Gewissens empfehlen.
LG Taschi

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Thalia
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Re: Gute Entbindungsorte in Berlin

Beitrag von Thalia »

stoerchin hat geschrieben:Oh, ich glaube unsere Beiträge haben sich zum Teil überschnitten.

An Havelhöhe habe ich auch schon gedacht, sie würden auch eine spontane Geburt unterstützen.

Was mich dort aber ein wenig verunsichert,ist eben das es keine Beleghebammen gibt.
Ich habe halt Angst während der Geburt zu lange alleine gelassen zu werden, und hätte am Liebsten die ganze Zeit eine Hebamme bei mir.

Und es ist gibt ja dort keine Kinderstation, was ist, wenn doch etwas unter der Geburt passiert (Ruptur) und das Kind evtl. (intensivmedizinische) Versorgung braucht?
Das Probleme, wenn es denn eines ist, ist tatsächlich dass man nicht weiß welche Hebamme man bekommt. Die sind zwar alle Beleghebammen, aber haben sich für ein 12 h System entschieden, da sie der Meinung sind, dass man einer Frau nicht mehr gerecht werden kann, wenn man z.B. schon 20h auf den Beinen ist. Kann ich absolut nachvollziehen, nach einer gewissen Zeit ist man halt einfach erschöpft und da nützt einem die beste Beleghebamme auch nicht mehr, wenn sie ausgepowert ist. Ich war z.B. gerade in so einer Nacht da, wo 6 Frauen mit Blasensprung da waren und dann kam ich mit BEL. Und zwei Hebammen im Dienst. Kann bei ca. 1200 Geburten im Jahr halt vorkommen, ist aber nicht jeden Tag so. Im Endeffekt hatte ich die Hebamme erst in der letzten Stunde der Geburt bei mir, die halbe Stunde davor musste sie erstmal die Ärzte herorganisieren, weil keiner damit gerechnet hatte, dass das so schnell geht. War für mich persönlich nicht schlimm, weil ich sie vorher nicht gebraucht habe. Genauso kann einem aber eben passieren, dass die Beleghebamme übermüdet ist, sie gerade ne andere Geburt hat (ist ja nicht ausgeschlossen, es sei denn sie nimmt keine anderen Frauen) oder aber sie zu spät kommt.

Kinderstation ist natürlich etwas was sich jede selbst überlegen muss, ob sie es haben möchte. Wenn was ist, dann wird verlegt und das ist natürlich stressig. Aber das ist im MLK meines Wissens genauso, auch wenn sie angeblich jetzt eine Klinik für Neugeborenenmedizin haben, die aber meines Wissens nicht bettenführend ist und der Krankenhausplan sieht auch keine Pädiatrie im MLK vor. Ich weiß also nicht wie die das wirklich machen wollen.

@Taschi: Mag sein, dass Du gerade Schwestern hattest, die pro Stillen waren. Aber für mich gehört z.B. auch dazu dass bei größerem Gewichtsverlust nach dem Stillmanagement geschaut wird und natürlich auch zur (richtigen) Zufütterung geraten wird, wenn die Kriterien erreicht sind. Da habe ich aber auch in Havelhöhe keine guten Erfahrungen gemacht.
Thalia mit Tochter 10/2011
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Re: Gute Entbindungsorte in Berlin

Beitrag von Lösche Benutzer 1828 »

stoerchin hat geschrieben:Wahrscheinlich hängt es doch einfach von so vielen Umständen ab, wie es denn am Ende läuft.
Ich hatte ja bei beiden Geburten im Westend eine Beleghebamme, aber trotzdem keine optimale Betreuung gehabt.

Ich kenne natürlich jetzt nicht so viele Mütter, bin aber nun schon lange in Krabbelgruppen, und da ist der Trend eben gerade andersrum.

Mittlerweile kenne ich mehr Mütter, die in den letzten 2 Jahren im Westend per Kaiserschnitt entbunden haben, als im Martin-Luther.

Und das Westend ist nicht so wirklich offen für die Spontangeburt, sie schränken es von vornherein schon arg ein.

Das Kind darf keinesfalls mehr als 4000 Gramm wiegen, es darf keine BEL sein, und es darf keinen Tag über Et gehen.

Darüber hinaus würden sie (sogar mit Cytotec) einleiten, eigentlich nach Sectio ein absolutes No Go.

Im MLK hingehen sind sie sehr offen, Gewicht spielt keine Rolle, ich dürfte 7 Tage über den Et gehen.
Und sie gaben eben auch die Aussage von spontaner Bel, auch nach Sectio.

Mein Bauchgefühl bleibt momentan doch beim MLK (mit Beleghebamme) stimmiger.
Das kann ich so gar nicht sagen.
Mein erstes Kind wurde über 4kg geschätzt - gewogen hat er 4.100 gr. Von einem Kaiserschnitt war nie auch nur die Rede. AUch überträgen hätte ich können - ist doch meine Entscheidung.
Beim Kleinen hatte ich eine insulinpflichtige Diabetes - normalerweise wird dort lt. Richtlinien an 37+0 eingeleitet - ich habe mich dann jeden Tag mit meiner Hebamme besprochen und Junior ist spontan am ET gekommen. EIner Einleitung hätte ich ohne Grund nicht zugestimmt.
Eingeleitet wurde beim Großen aber auch nach 24 Stunden Wehentätigkeit - mti Tropf. Gut, das war nicht so schön.

Ich glaube, das kommt eben auch auf die Hebamme an. Im Nachbarbett lag auch eine Mutter mit Beleghebamme, die fand ich ganz gruselig. Die kam z.B. am ersten Tag nach Geburt gleich mal mit Flasche an......Auch das ist eben total unterschiedlich.
Thalia
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Re: Gute Entbindungsorte in Berlin

Beitrag von Thalia »

@Sandküste: Das Regiment im Westend hat sich in den letzten Jahren deutlich geändert. Meine Freundin (Hebamme dort) hat sich da schon vor 2 Jahren beklagt, dass da plötzlich wie verrückt eingeleitet wird und es ärztlicherseits zu immer mehr Problemen kommt.
Thalia mit Tochter 10/2011
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Lösche Benutzer 1828

Re: Gute Entbindungsorte in Berlin

Beitrag von Lösche Benutzer 1828 »

Hört sich nicht schön an..........
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