Stillen: kurze Frage- kurze Antwort (Bitte ersten Beitrag beachten!)

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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Marina91
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Re: Stillen: kurze Frage- kurze Antwort (Bitte ersten Beitrag beachten!)

Beitrag von Marina91 »

Ich hätte da noch mal eine Frage 🫣

Überall liest und hört man, dass die Gewichtszunahme in Monat XY so und so viel Gramm betragen soll. In unseren Fall wären es laut Internet in Monat 5 70-140g pro Woche.

Bei meiner Tochter ist es nun so, dass sie häufig darunter liegt (meist nimmt sie aktuell zwischen 40 und 60 Gramm in der Woche zu).
Allerdings bleibt sie in ihrer Perzentile recht konstant zwischen 0,9 und 1,3. Die Schwankungen sind vermutlich normal und auf Magen- und Darminhalt zu schieben.

Nun die eigentliche Frage:
Kann ich mich bei der Gewichtszunahme an der Perzentile orientieren und die „vorgegebenen“ Grammzahlen ignorieren, oder muss ich mir Gedanken machen, weil ihre Zunahme geringer ist?
Theolino
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Re: Stillen: kurze Frage- kurze Antwort (Bitte ersten Beitrag beachten!)

Beitrag von Theolino »

Es ist schwierig Deine Frage ohne die genauen Gewichte online zu beantworten. Für die gute Entwicklung eines Kindes ist mehr zu berücksichtigen, als nur das reine Gewicht (motorische Entwicklung, Ausscheidungen....). Ganz grundsätzlich ist das druchschnittliche!! Erreichen der Gewichtsangaben aber ein erster Anhaltspunkt. Die Zunahme erfolgt aber oft auch in Sprüngen. Für eine Beurteilung sind regelmäißg unter den selben Bedingungen erhobene Werte von einer geeigneten Babawaage nötig.
Theolino mit Lieblingssohn 01/15 und Lieblingstocher 06/17
Sommermama2017
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Re: Stillen: kurze Frage- kurze Antwort (Bitte ersten Beitrag beachten!)

Beitrag von Sommermama2017 »

Marina91 hat geschrieben: 01.04.2025, 08:54 Ich hätte da noch mal eine Frage 🫣

Überall liest und hört man, dass die Gewichtszunahme in Monat XY so und so viel Gramm betragen soll. In unseren Fall wären es laut Internet in Monat 5 70-140g pro Woche.

Bei meiner Tochter ist es nun so, dass sie häufig darunter liegt (meist nimmt sie aktuell zwischen 40 und 60 Gramm in der Woche zu).
Allerdings bleibt sie in ihrer Perzentile recht konstant zwischen 0,9 und 1,3. Die Schwankungen sind vermutlich normal und auf Magen- und Darminhalt zu schieben.

Nun die eigentliche Frage:
Kann ich mich bei der Gewichtszunahme an der Perzentile orientieren und die „vorgegebenen“ Grammzahlen ignorieren, oder muss ich mir Gedanken machen, weil ihre Zunahme geringer ist?
Du hattest hier doch eh schon einen eigenen Thread oder?
Du könntest, wenn du möchtest, alle Gewichte seitdem einstellen und dann können die Stillmods eine fundierte Rückmeldung geben, sich sogar die ganze Vorgeschichte durchlesen, um das Gewicht und dessen Entwicklung noch besser einordnen zu können. :)
Liebe Grüße von Sommermama mit L. 07/17 und A. 01/21
Marina91
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Re: Stillen: kurze Frage- kurze Antwort (Bitte ersten Beitrag beachten!)

Beitrag von Marina91 »

Habe ich soeben gemacht ☺️
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Beitrag von Greymalkin »

Für wie wichtig haltet ihr das Gewinnen von Kolostrum im Vorfeld der Geburt?

Ich bin jetzt bei 38+2 und hab es gerade zum ersten Mal versucht und leider exakt nichts heraus bekommen. Auch in den letzten beiden Sws war es ein ziemlicher Krampf, da auch nur wenige Tropfen zu gewinnen.
Die Sws verlief bisher total unauffällig, ich habe kein Gestationsdiabetes und hatte bisher nie Probleme mit der Milchbildung (wenn das Kind dann erstmal da war).
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Valeska
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Re: Stillen: kurze Frage- kurze Antwort (Bitte ersten Beitrag beachten!)

Beitrag von Valeska »

Gar nicht wichtig?
Ich hab's nicht gemacht.
Kind 2 hatte quasi bei der U2 bei Entlassung aus dem KH schon das Geburtsgewicht wieder. Also Milch war offensichtlich von Anfang an trotzdem da.
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Re: Stillen: kurze Frage- kurze Antwort (Bitte ersten Beitrag beachten!)

Beitrag von Rosila »

mein kind lässt sich seit über einem monat nicht mehr stillen. ich habe versucht, nachts zu wecken, das klappte bei einem vorherigen stillstreik mal gut. aber das kind zeigt eindeutig, dass es nicht will. mit stillhut oder ohne. es nutzt den schnuller leider recht viel. empfehlung der stillberaterin war, den so wenig wie möglich einzusetzen. das klappt mal mehr, mal weniger gut.
soll ich aber vielleicht einfach akzeptieren, dass es vorbei ist? mein kind wird in ein paar wochen ein jahr alt :(
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Re: Stillen: kurze Frage- kurze Antwort (Bitte ersten Beitrag beachten!)

Beitrag von MaiNacht »

blueberry hat geschrieben: 08.01.2023, 10:07 Kurze Aussage vorweg:
Nach sämtlichen Narkosen und Sedierungen kann gestillt werden, sobald die Mutter wach genug ist, ihr Kind zu halten. :D
(...)
Die Erfahrung mit üblichen Narkosemitteln (und dementsprechend auch den verwendeten Sedativa) ist aber in der Praxis sehr hoch. Es gilt, dass die Mutter wieder stillen kann, sobald sie selbst wieder wach genug dazu ist. Denn zu diesem Zeitpunkt ist das verwendete Mittel aus ihrem Blut wieder raus und entsprechend auch aus ihrer Milch, die nämlich keine Medikamente "speichert", sondern in direktem Rückaustausch mit dem Blut steht.

(Frühere Empfehlungen zu mehrstündigen Stillpausen oder gar zum "Abpumpen und verwerfen der ersten Portion" Milch nach Anwendung von Mittel XY basieren auf der irrigen Annahme, Milch würde auf Vorrat produziert und dann quasi unabhängig vom Blutkreislauf der Mutter irgendwo in der Brust gespeichert: enthielte also Stoffe, die zum Zeitpunkt des "Abfüllens" der Milch in den "Vorrat" im Blut der Mutter waren...
Man weiß längst, dass das Quatsch ist. Eine wache Stillende hat keinen über den im Blut nachweisbaren Spuren liegenden "Vorrat" von Sedativa o.ä. irgendwo in ihrer "alten" Milch gespeichert :wink: )


Hier noch ein Link zum entsprechenden Aufklärungsblatt der AFS als PDF-Datei:
Narkosemittel und Lokalanästhetika in der Stillzeit (AFS 2010)

Im frei zugänglichen Beginn dieses Ärzteblattartikels auch nochmal ganz aktuell die Aussage, dass nach dem Aufwachen aus Narkosen OHNE Pause direkt weitergestillt werden darf:

Stillen nach einer Narkose in der Regel sicher für den Säuglng
(Ärzteblatt 2020)

Ich hole das hier man hoch - erstmal vielen Dank! Ich habe es leider erst nach dem "Aufklärungsgespräch" gelesen 🙈 in dem wurde jetzt statt der Vollnarkose (wegen angeblicher 24h- stillpause) eine Spinalanästhesie verabredet. Jetzt mit dem Wissen, dass die Vollnarkose doch kein Problem ist, weiss ich nicht so recht, was tun. Was spricht für das eine/andere? Bin ich nach der Vollnarkose schneller wieder bereit zu stillen / das Krankenhaus zu verlassen? (Es ist eine ambulante OP am Fuß). Hat jemand da Ahnung? Muss ich das vorher melden, oder mach ich das dann wenn ich mich morgens zur OP anmelde?
...mit der Erbse (10/23) und dem tollen Typen 💚 ❤️
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Re: Stillen: kurze Frage- kurze Antwort (Bitte ersten Beitrag beachten!)

Beitrag von Sommermama2017 »

Greymalkin hat geschrieben: 03.04.2025, 23:09 Für wie wichtig haltet ihr das Gewinnen von Kolostrum im Vorfeld der Geburt?

Ich bin jetzt bei 38+2 und hab es gerade zum ersten Mal versucht und leider exakt nichts heraus bekommen. Auch in den letzten beiden Sws war es ein ziemlicher Krampf, da auch nur wenige Tropfen zu gewinnen.
Die Sws verlief bisher total unauffällig, ich habe kein Gestationsdiabetes und hatte bisher nie Probleme mit der Milchbildung (wenn das Kind dann erstmal da war).
Ich hab das auch nicht gemacht. Ohne sowas wie Diabetes oder Gründe, die ein schnelles Zufüttern notwendig machen, muss man das ja auch nicht.
Mach dir keinen Stress. :)
Liebe Grüße von Sommermama mit L. 07/17 und A. 01/21
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Re: Stillen: kurze Frage- kurze Antwort (Bitte ersten Beitrag beachten!)

Beitrag von ShinyCheetah »

Rosila hat geschrieben: 03.04.2025, 23:18 mein kind lässt sich seit über einem monat nicht mehr stillen. ich habe versucht, nachts zu wecken, das klappte bei einem vorherigen stillstreik mal gut. aber das kind zeigt eindeutig, dass es nicht will. mit stillhut oder ohne. es nutzt den schnuller leider recht viel. empfehlung der stillberaterin war, den so wenig wie möglich einzusetzen. das klappt mal mehr, mal weniger gut.
soll ich aber vielleicht einfach akzeptieren, dass es vorbei ist? mein kind wird in ein paar wochen ein jahr alt :(
Hm, Abstillen hin zum Schnuller kommt häufiger vor. Ich würde mir gut überlegen, wie wichtig es dir ist. Wenn dein Kind an sich noch viel und gerne saugt, kannst du theoretisch den Schnuller radikal weglassen (= Saugdeprivation) und dann viel nackt kuscheln und deine Brust anbieten. Aber das ist echt ein harter Weg und in dem Alter gibt es keine Garantie, dass es noch klappt.
mit Sohn F (Ende September 18)
und Tochter V (Ende Juni 21)


The trick to happiness wasn't in freezing every momentary pleasure and clinging to each one, but in ensuring one's life would produce many future moments to anticipate. Shallan Davar/Brandon Sanderson
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