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Re: Abstill-Plauder-Strang
Verfasst: 16.02.2022, 06:38
von LisaUndFrechdachs
Und Valeska, danke für deine Erfahrung.
Ungefähr so würde ich es auch gerne handhaben mit dem nächtlichen Abstillen. Deswegen möchte ich eigentlich auch noch etwas warten, damit der Frechdachs mehr versteht.
Muss mir wohl auch wieder abgewöhnen, nachts auf die Uhr zu gucken.

das macht vieles einfacher. Aber ich bin immer neugierig, ob er länger geschlafen hat.
Re: Abstill-Plauder-Strang
Verfasst: 16.02.2022, 07:40
von Valeska
"Mein Ansatz" hat hier übrigens bisher nicht dazu geführt, dass der Papa abends/nachts besser akzeptiert würde ... Also es muss immer noch Mama sein, selbst wenn Mama nur kuschelt und schsch macht. Genau genommen hat sie gerade eher wieder eine Mamaphase und das nächtliche/morgendliche An-Mama-Kleben hat sich wieder "verschlimmert".
Tagsüber hat sie zu Papa ein super Verhältnis, weil ich auch in den letzten Wochen oft müde und schlapp war, hatte sie extra viel Gelegenheit, sich immer Richtung Papa zu orientieren

Nur nachts heißt es "Papa weg!"
Ich bin in ein paar Wochen eine Nacht auf Dienstreise, dann dürfen es Papa und Kind nochmal versuchen nachts. Ansonsten forcieren wir da im Moment nichts. Ich war im letzten Herbst auch schon mal eine Nacht auf Dienstreise, da hab ich vorher auch gar nichts geändert oder geübt (die Kleine natürlich mit Worten auf "dann ist nur Papa da zum Schlafen und Mama kommt am nächsten Tag wieder" vorbereitet) und das war zwar anstrengend für den Mann und es gab mangels abends Stillen 3x Abendessen statt 1x

, aber sie haben es gut überlebt - das wird beim zweiten Mal auch so sein ...
Re: Abstill-Plauder-Strang
Verfasst: 16.02.2022, 09:37
von Calumo
Guten Morgen,
toll, dass sich so viele hier zu Wort melden!
Bei uns kümmert sich abends der Papa um die Große, da sie sich aber sehr wünscht, auch Mal wieder von derama ins Bett gebracht zu werden, werden wir demnächst Mal das Modell vorher stillen und dann bringt Papa den kleinen ins Bett probieren.
Da sich für mich dieses mehrere Nächte schreien und wüten irgendwie falsch anfühlt, habe ich letzte Nacht Mal den Zwischenwege angefangen.
Ab 1:30 bzw. (Irgendwann zu dieser Zeit wird immer nochmal viel getrunken) bis morgens kein Stillen.
Hat eigentlich ganz gut funktioniert. Um 2:00 wurde er wach, da habe ich kurz getragen, bis er sich ein bisschen beruhigt hat, dauerte aber maximal 3min, kein Vergleich zu dem Geschrei vor 2 Wochen. Dann habe ich ihn auf meinen Bauch gelegt und da ist er Recht schnell eingeschlafen.
Nächstes Aufwachen so gegen 4:00, da war ich grade selbst so müde, dass ich schwach geworden bin, habe aber nur ganz kurz gestillt, angedockt und dann hat es zwar ein bisschen gedauert, aber ohne Murren, ist er dann eng an mich gekuschelt nochmal bis 6:30 eingeschlafen. Dann dürfte er stillen, wollte aber gar nicht so viel.
Also für mich eine erfolgreiche Nacht ohne extremes Geschrei.
Dieses Zeitfenster Versuche ich jetzt Mal zu etablieren und dann auszubauen.
Und mit dem Essen nachts kann ich schon nachvollziehen, Mal sehen ob es nötig wird. Mein Knirps isst nämlich auch nicht immer sooo viel tagsüber.
Re: Abstill-Plauder-Strang
Verfasst: 17.02.2022, 13:58
von Arnat
mich würde ja sehr interessieren, wie das unsere steinzeitlichen Vorfahren gehandhabt haben... ob die sich nachts gedacht haben, passt schon, ich stille bis das Kind 5 ist die ganze Nacht durch und akzeptiere, dass es tagsüber wenig isst oder ob sie nachts einfach das Kind vorübergehend haben mit Oma oder wem auch immer kuscheln lassen damit sie durchschlafen konnten

Re: Abstill-Plauder-Strang
Verfasst: 17.02.2022, 14:33
von Mau
Arnat hat geschrieben: 17.02.2022, 13:58
mich würde ja sehr interessieren, wie das unsere steinzeitlichen Vorfahren gehandhabt haben... ob die sich nachts gedacht haben, passt schon, ich stille bis das Kind 5 ist die ganze Nacht durch und akzeptiere, dass es tagsüber wenig isst oder ob sie nachts einfach das Kind vorübergehend haben mit Oma oder wem auch immer kuscheln lassen damit sie durchschlafen konnten
Ich denke nicht, dass unsere Vorfahren ihre Kinder beliebig lange beliebig viel gestillt haben. Stillen kostet ja auch Energie, da ist es irgendwann effizienter, wenn das Kind selbst isst, statt dass die Mutter Essen ineffizient in Milch umwandelt. Nur wenn es gerade wenig oder für Kinder schwer verdauliches gab, wurde wieder mehr gestillt. Hab ich in der Richtung mal gelesen. Orang Utans machen es jedenfalls so. Zu Papa, Oma oder Tante abschieben um gescheit zu schlafen, gab es bestimmt immer schon

Re: Abstill-Plauder-Strang
Verfasst: 17.02.2022, 15:20
von ShinyCheetah
Ich denke, unsere Vorfahren waren genau so unterschiedlich wie wir heute auch. Auch da wird es müde, frustrierte Mütter gegeben haben, die ihre Kleinkinder nachts aufgehört haben zu stillen und mehrere Nächte den Protest mehr oder weniger zugewandt begleitet haben. Oder erneut Schwangere, deren empfindliche Brustwarzen nächtliches Dauergenuckel nicht mehr toleriert haben und die das Kind dann dem Papa oder der Oma in den Arm gedrückt haben.

Re: Abstill-Plauder-Strang
Verfasst: 18.02.2022, 23:44
von Reh
Dass die Kinder dann ab einem gewissen Alter bei Omas, Tanten, Schwestern (oder vllt auch Opas, Onkels, Brüdern) geschlafen haben, habe ich auch schon Mal gelesen.
Oder teilweise einfach auch als Gruppe von Kindern in gemischtem Alter, wobei das vielleicht eher tagsüber war, mit Kindern von vllt 3 bis 10 Jahren oder so.
In der Zeit gab es das Konzept einer Kleinfamilie ja noch gar nicht, da gab es den Clan, also hatte ein Kind die eigene Mutter, dann noch die Geschwister, vllt noch den Vater, und halt den Rest des Clans, egal ob direkt Opa/Oma oder eben Großonkel/Großtante.
Re: Abstill-Plauder-Strang
Verfasst: 06.03.2022, 10:36
von Nananix
Apropos Kinder an andere Bezugspersonen weiterweisen, um selbst mal Schlaf abzubekommen: ich mach das jetzt einmal in der Woche und bin echt miserabel darin. Ab und zu hab ich so ein schlechtes Gewissen, dass ich nicht einschlafen kann. Wieder andere male, schrecke ich panisch hoch, weil ich kurz eingenickt bin, mir aber im Halbschaf Sorgen mache, weil sie nicht da ist. Völlig verdreht, da mein Mann das toll macht und das allen zumutbar ist.
Wie auch immer, ich hätte eine Frage an Euch/Eure Kreativität zum Aufstehen in der Früh. Ich habe ja anfang Jänner morgens abgestillt und es war ein richtiger Befreiungsschlag. Ich musste nicht mehr halb wach 45 Minuten bis 1,5 Stubden daliegen (konnte morgens beim Stillen nicht schlafen, maximal ein bisschen dösen), mein Zyklus kam wieder in die Gänge und es fühlte sich gut an, auch auf meine Bedürfnisse geachtet zu haben. Sie fragt allerdings immer noch beim Aufwachen nach dem Busen und sobald sie ab 5 uhr die Augen aufgeschlagen hat, und nicht an den Busen kommt, will sie UNBEDINGT aufstehen. Meistens kippt nach einem sehr kurzen Wortwechsel sofort die Stimmung und sie schreit, weil sie aufstehen will und ich noch schlafen will. Meist ist sie dann schon eine Stunde später wieder hundemüde beispielsweise wenn wir in die Kita starten.
Habt ihr irgendwelche Ideen, wie ich das Aufstehen für uns alle ein bisdl angenehmer gestalten kann?
Re: Abstill-Plauder-Strang
Verfasst: 16.03.2022, 08:21
von Arnat
Ich versuche seit Wochen nachts abzustillen - jetzt hat es zwei Nächte geklappt dass ich sie abends um 22 uhr das letzte Mal stille und morgens um kurz vor 5 das erste Mal wieder - allerdings schaffen wir das nur weil sie selbst das gerade so steuert. So langsam wäre ich gerne wieder etwas freier - vor allem Abends und Nachts - also auch, was die Milchproduktion meiner Brüste angeht, die ja spannen, wenn ich jetzt bald dann mal ein oder zwei Nächte weg sein muss. Komplett abgestillt haben wollte ich im Mai, da ich da regelmäßig wieder im Krankenhaus arbeite und aufgrund der Entfernung dann immer 2 oder 3 Tage pro Woche gar nicht daheim bin. Sie wird Anfang Juli 2 Jahre alt - es fällt mir schwer sie früher abzustillen als ich das mit ihrer Schwester gemacht habe, die etwas über zwei Jahre gestillt wurde --- aber sie ist ja fast zwei im Mai ... also 22 Monate... und dann denke ich, nun ja, wenn es eh nur noch so zwei bis drei mal am Tag wäre, dann ist zwei Tage weg sein vll auch kein Problem... hach...keine Ahnung.
Nachts es durchzuziehen ist so schwer, weil sie so weint und ich oft zu müde und genervt bin dann zu sagen, NEIN, wir stehend as jetzt durch.
Dabei bräuchte es vmtl nur so drei vier Nächte bis es rum ist
Re: Abstill-Plauder-Strang
Verfasst: 16.03.2022, 08:24
von Arnat
Mau hat geschrieben: 17.02.2022, 14:33
Arnat hat geschrieben: 17.02.2022, 13:58
mich würde ja sehr interessieren, wie das unsere steinzeitlichen Vorfahren gehandhabt haben... ob die sich nachts gedacht haben, passt schon, ich stille bis das Kind 5 ist die ganze Nacht durch und akzeptiere, dass es tagsüber wenig isst oder ob sie nachts einfach das Kind vorübergehend haben mit Oma oder wem auch immer kuscheln lassen damit sie durchschlafen konnten
Ich denke nicht, dass unsere Vorfahren ihre Kinder beliebig lange beliebig viel gestillt haben. Stillen kostet ja auch Energie, da ist es irgendwann effizienter, wenn das Kind selbst isst, statt dass die Mutter Essen ineffizient in Milch umwandelt. Nur wenn es gerade wenig oder für Kinder schwer verdauliches gab, wurde wieder mehr gestillt. Hab ich in der Richtung mal gelesen. Orang Utans machen es jedenfalls so. Zu Papa, Oma oder Tante abschieben um gescheit zu schlafen, gab es bestimmt immer schon
ich weiß gar nicht ob selber Essen effizienter ist... vor allem weil Kleinkinder ja nicht alles gekaut kriegen und bei meiner Kleinen teilweise Dinge unten völlig unverdaut wieder rauskommen (bspw. Granatapfelkerne, oder Rosinen).
ich glaube aber, dass die Kinder nicht nur von ihrer Mutter gestillt wurden und sie dadurch die Abwehrstoffe des gesamten Clans erhalten haben - und wahrscheinlich habt ihr recht, dass die Mütter bzw. anderen Verwandten sehr unterschiedlich aufopferungsvoll waren -so wie wir heute auch. Die einen haben Nachts einfach nein gesagt und die anderen haben es gemacht ...