Stillen: kurze Frage- kurze Antwort (Bitte ersten Beitrag beachten!)

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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Stine
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Beitrag von Stine »

Wir haben so kleine Becher von Tupper. Vom Format her wie ein Schnapsglas, aber aus Plastik, sodass sie es mal selber halten und üben kann. Außerdem ist es halbdurchsüchtig, sodass man sieht, wie weit man kippen muss und es hat einen Deckel. Sie kriegt mittlerweile vor allem Wasser und kalten Tee daraus. Auf dem Spielplatz gießen wir aus ner Glasflaschen nach und wenn was übrig bleibt- Deckel drauf
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Beitrag von Waldbewohnerin »

Gibt es ein Enzym in der Muttermilch, dass die Milch für Babys unverträglich macht?
Eine Bekannte hat mir das gestern erzählt. Sie hat ihr erstes Kind deswegen nach 8 Wochen abgestillt und das zweite gar nicht erst, weil es ja an ihrer Milch liegt. Ich finde so auf die schnelle nichts und eine Milcheiweißallergie war es wohl nicht ("nein, nein das hat nichts damit zu tun was ich esse, das ist immer in meiner Milch dieses Enzym").
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Beitrag von delfinstern »

Kommt mir komisch vor. Außer bei Erkrankungen, da gibts ja welche, die im Screening getestwt werden, aber da braucht man dann spezialmilch und nicht normale Babymilch.
Liebe Grüße
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Beitrag von Valeska »

Waldbewohnerin hat geschrieben: 10.04.2023, 11:36 Gibt es ein Enzym in der Muttermilch, dass die Milch für Babys unverträglich macht?
Eine Bekannte hat mir das gestern erzählt. Sie hat ihr erstes Kind deswegen nach 8 Wochen abgestillt und das zweite gar nicht erst, weil es ja an ihrer Milch liegt. Ich finde so auf die schnelle nichts und eine Milcheiweißallergie war es wohl nicht ("nein, nein das hat nichts damit zu tun was ich esse, das ist immer in meiner Milch dieses Enzym").
Es gibt doch dieses Enzym, das dazu führen kann, dass eingefrorene und aufgetaute Milch seifig schmeckt.

Für mich klingt das, als hatte deine Bekannte da etwas sehr grob durcheinander geworfen ...
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Beitrag von christkind »

Mein Neffe hat mit knapp zwei Jahren eine Laktoseintoleranz entwickelt, während er noch gestillt wurde. Vielleicht ging es in die Richtung? Aber erstens ist das wohl sehr ungewöhnlich/selten und zweitens war ja kein Baby mehr. Außerdem dürften das Baby dann auch nicht mit normaler Ersatzmilch ernährt werden. Sehr seltsam.🤔
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Beitrag von Waldbewohnerin »

Nach allem was ich hier so gelesen habe, hatte ich auch als erstes an dieses Enzym gedacht, dass die eingefrorene Mumi unlecker macht... Aber so richtig passt es alles nicht und ich wollte irgendwie nicht genauer nachfragen, weil das so ungläubig/Klugscheißer mäßig rüber gekommen wäre. Vor allem kam diese "Diagnose" wohl zustande, weil das Baby relativ viel geweint hat. Ich befürchte einfach, dass sie da voll schlecht beraten wurde, wollte aber nochmal nachfragen, ob das vllt von euch schon mal jemand gehört hat.
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ShinyCheetah
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Beitrag von ShinyCheetah »

Waldbewohnerin hat geschrieben: 10.04.2023, 11:36 Gibt es ein Enzym in der Muttermilch, dass die Milch für Babys unverträglich macht?
Eine Bekannte hat mir das gestern erzählt. Sie hat ihr erstes Kind deswegen nach 8 Wochen abgestillt und das zweite gar nicht erst, weil es ja an ihrer Milch liegt. Ich finde so auf die schnelle nichts und eine Milcheiweißallergie war es wohl nicht ("nein, nein das hat nichts damit zu tun was ich esse, das ist immer in meiner Milch dieses Enzym").
Also, solche Sachen finde ich ja sehr spannend (ich bin Biochemikerin :) ) und habe jetzt mal ein bisschen gesucht, ob es da etwas gibt, das ich nicht auf dem Schirm habe. Habe aber spontan nichts gefunden. Falls es jemanden interessiert, den (populärwissenschaftlichen ;) ) Übersichtsartikel finde ich gut:
https://www.verywellfamily.com/enzymes- ... ilk-431797

Grob vereinfacht ist die Funktion der Enzyme in der Muttermilch (a) das Baby vor Keimen zu schützen und (b) dem Baby beim Verdauen zu helfen. Die Lipase z. B. hilft beim Verdauen und macht den seifigen Geschmack in aufgetauter MuMi. Keins dieser Enzyme sollte in der Lage sein beim Baby zu Problemen zu führen, weil das Baby diese Enzyme selbst produzieren wird, wenn es etwas älter ist. Natürlich ist es denkbar, dass das Baby eine extrem seltene Autoimmunerkrankung hat, bei der es gegen irgendein menschliches Enzym vereinfacht gesagt eine "Allergie" entwickelt. Ich glaube aber nicht, dass das bei der Bekannten der Fall war, aus drei Gründen: (1) Das würde zu lebenslangen Problemen beim Kind führen und hier ist die Mutter ja überzeugt, dass das Problem "nur" auf das Stillen beschränkt ist (2) Es würde das Geschwister nicht betreffen (3) Ich glaube nicht, dass so etwas diagnostiziert werden würde, "nur" weil ein kleines Baby Bauchschmerzen hat und weint. Das tun bekanntlich fast alle Babys und die Diagnostik, die es bräuchte, um sowas zu finden wäre schon krass.

Andersherum könnte es völlig hypothetisch auch sein, dass die Mutter eine seltene Genveränderung hat, die dazu führt, dass sie irgendein merkwürdiges Enzym produziert, das in die Muttermilch übergeht und dann bei den Babys Immunreaktionen hervorruft. Aber wieder, ich wüsste nicht, wie so etwas bei ihr diagnostiziert worden sein könnte.

Ich tippe darauf, dass da irgendein sehr großes Missverständnis von ihrer Seite vorliegt oder - genau wie du vermutest - dass das Baby eine Kuhmilcheiweißunverträglichkeit hatte. Vielleicht hat der behandelnde Arzt selbst extrem wenig Plan von Biochemie gehabt (soll bei Ärzten ja durchaus vorkommen, no offence ;) ) und ihr was von "Enzym" erzählt hat, obwohl er "Protein" meinte (alle Enzyme sind Proteine. Aber nicht alle Proteine sind Enzyme.) Und dass er außerdem der Ansicht war "Milch gehört zu einer gesunden Ernährung dazu", also den Gedanken absurd fand, der Mutter eine kuhmilchfreie Ernährung vorzuschlagen.

Dagegen spricht, dass die Kinder ja anscheinend normale Pre bekommen haben...

Vielleicht war es also auch einfach so, dass sie sich belesen hat, eine persönliche Theorie aufgestellt hat, in der "Enzym in der Muttermilch" vorkam, auf Pre umgestellt hat und auf einmal ein zufriedenes Baby hatte - Theorie bestätigt ;)

Für den Fall, dass aber ganz einfach stimmt, was sie gesagt hat, wär ich echt wahnsinnig neugierig, um was für ein Enzym es sich da handelt und vor allem, wie das dann diagnostiziert worden ist. Ganz im Ernst! Ich weiß ja nicht, wie euer Verhältnis ist. Aber vielleicht kannst du ja doch nochmal vorsichtig nachfragen. "Du, ich interessiere mich echt fürs Stillen und für Muttermilch allgemein, darum habe mich gefragt, wie das damals bei euch genau gelaufen ist. Ich freu mich immer, wenn ich da neue Sachen dazulerne, weil manchmal Frauen mit Stillproblemen auf mich zukommen. Magst du mir erzählen, wie du damals rausgefunden hast, dass die Probleme von diesem Enzym kamen?"
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und Tochter V (Ende Juni 21)


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Waldbewohnerin
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Re: Stillen: kurze Frage- kurze Antwort (Bitte ersten Beitrag beachten!)

Beitrag von Waldbewohnerin »

Danke Shiny, ich als Biologin finde das auch super spannend. Ich werde auf jeden Fall jetzt nochmal nachfragen, ich war mir halt nur nicht sicher, ob es so etwas evtl. doch gibt. Bin auch gespannt, wer diese Diagnose gestellt hat.

Ich glaube allerdings tatsächlich, dass es wohl so etwas war wie "Baby weint, Baby kriegt Pre, Baby weint nicht mehr so viel, Baby verträgt Muttermilch nicht".
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Beitrag von Glyzinie »

In extrem seltenen Fällen können Kinder wohl ab Geburt Laktoseintoleranz haben. Aber das läge ja dann am Kind, nicht an ihr.
Vielleicht hat sie das Gefühl, sich vor sich selber oder anderen rechtfertigen zu müssen für die Pre? Gibt es ja auch manchmal.
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ShinyCheetah
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Re: Stillen: kurze Frage- kurze Antwort (Bitte ersten Beitrag beachten!)

Beitrag von ShinyCheetah »

Aber auch dann verträgt das Kind keine Pre und braucht diesen furchtbar teuren Muttermilchersatz - und es betrifft mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht beide Kinder.
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