Abstill-Plauder-Strang

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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Kieselstein
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Re: Abstill-Plauder-Strang

Beitrag von Kieselstein »

Ein Einschlaftraining in der Betreuung ohne Ansprache mit den Eltern?! Sorry, aber ich wäre dezent ausgerastet.

Das morgendliche Stillen wurde hier erst angeschafft, als ich konsequent aufgestanden bin. Ich musste aber auch um 5.30 hoch. Und selbst da gab es noch eine zeitlang solche Beschwerden, dass ich mich hab erwischen lassen. Aber auch hier war der Spuk nach ca vier Wochen vorbei. Ich hatte einfach nicht mehr die Zeit und habe ihm das auch immer erklärt.
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Nananix
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Re: Abstill-Plauder-Strang

Beitrag von Nananix »

Hier auch: wir stehen seit gestern (Abstillen morgens) auf, wenn sie aufwacht. Gestern hieß das 05:20 Uhr, heute war es 06:30 (🥳🥳🥳).

Beschwerden gab es schon, aber nichts im Vergleich zum nächtlichen Wüten, als ich nachts abgestillt habe. Habe aber vorher erklärt, wie es ablaufen wird und denke, dass sie viel verstanden hat.

Gerade bin ich trotz des frühen Aufstehens einfach nur glücklich, dass ich das Dauernuckeln in der Früh nicht mehr mittragen muss. Mal sehen, wie sich das in 3 Wochen anfühlt.

MM85i das mit dem Training tut mir wirklich leid. Das ist schon ein starkes Stück! Man erwartet ja, dass das Schlafen bei Fremdbetreuung nicht reibungsfrei funktioniert, dass darauf aber mit einem strengen Schlaftraining reagiert wird, wäre ich im Leben nicht gekommen.
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LiCla
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Re: Abstill-Plauder-Strang

Beitrag von LiCla »

Ich möchte gerne auch noch einmal bekräftigen, dass Kita und Papa eigene Wege zum Schlafen finden müssen und die Kinder so kompetent sind zu verstehen, dass es da jeweils keine Milch gibt (auch wenn sie damit vielleicht nicht einverstanden sind). Ich habe zum Kitastart auch noch immer zum Schlafen gestillt, Tag und Nacht. Nach drei Tagen Mittagsschlaf in der Kita mussten sie die kleine Maus wecken, weil sie sonst zu lange geschlafen hätte. Kindergarten hat immer seine eigene Dynamik. Davor hat Papa einen Teil der Eingewöhnung übernommen und war mittags alleine mit ihr. Zu Home Office bin ich extra woanders hin gegangen, damit sie wirklich ihre Zeit haben und ich nicht zu sehen bin. Mittags ging es dann immer raus (Kinderwagen oder Trage). Ja, es ist nicht immer einfach und klar, für Papa sicherlich unbequemer Spazieren zu gehen als Mama und Kind ins Bett zu schicken. Aber so ist das dann eben. Das Argument "Du musst erst abstillen bzw einen anderen Weg finden, bevor ich (Papa) das einschlafen übernehme" ist auf jeden Fall nicht ausreichend.

Neben Gordon gäbe es sonst noch die räumliche Trennung, also gar nicht mehr im Bett stillen, sondern nur an einem anderen spezifischen Platz. Wir waren tatsächlich ziemlich erfolgreich damit, dass sie kurz stillen durfte im Bett, dann aber die Milch alle war/schläft. Entgegen meiner Erwartung ist die Wut aber auch akzeptabel gewesen. Wenn es gar nicht ging, gab es am Anfang kurz die Brust noch einmal, aber Schlafen ohne Brust (Variante von Pantley). aber wir waren konsequent, einschlafen musste ohne Brust im Mund passieren. Tatsächlich hat sie so sehr schnell ihre eigenen Wege gefunden, schläft nun teilweise länger und lässt sich besser ablegen. Ansonsten sind wir natürlich immer für sie da. Papa hat hier aber auch noch nicht ins Bett gebracht. Wir wollen nun erst einmal den aktuellen Zustand stabilisieren und freuen uns, dass wir nun schon mehrere Nächte ohne Essen hatten.
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Igerl
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Re: Abstill-Plauder-Strang

Beitrag von Igerl »

Ich unterschreibe auch dabei, dass durch die Kita und Papa eigene Wege gefunden werden müssen. Die Kleinen checken das gut. Bei uns klappt Mittagsschlaf seit dem Abstillen zwar nur mehr mit Einschlafen in der Trage oder im Kinderwagen. Das hat vorher aber schon unterwegs, mit Papa, Ompa oder einer anderen Betreuungsperson gut geklappt.

Das Igelchen hatte auch schon bevor ich endgültig abgestillt habe bei den Ompas über Nacht geschlafen. (Mittags schon viel, viel früher!) Die haben das auch geschafft. Später als normal - aber why not. Dafür länger Spaß mit Ompa gehabt. :wink:

Papa gestaltet sich bei uns schwieriger. Einfach, weil er so wenig zuhause ist. Aber auch das klappt seitdem das Igelchen ein Jahr ist, ohne „größere“ Probleme. Wenn es sich beschwert, dass ich nicht zuhause bin, muss der Papa die Beschwerde halt begleiten und gut zureden. Irgendwann hat das Igelchen immer geschlafen.
Wenn ich zuhause bin, dann muss Papa Mittags auf jeden Fall raus! Ansonsten gibts Protest. Manchmal klappt es, wenn ich erkläre, dass ich arbeiten muss… Aber ich hab auch einen Mann von der Sorte: „Warum soll ich mich und das Kind quälen, wenn es bei dir so „einfach“ einschläft.“ Das man selbst gern mal eine Pause hätte, muss man einfordern. Ansonsten wird das übersehen.

Alles Gute! 🍀
Igerl 🦔 mit zwei tollen Töchtern: dem Igelchen 07/20 und der Igeline 05/24
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Valeska
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Re: Abstill-Plauder-Strang

Beitrag von Valeska »

Ich schneie hier gerade mal wieder rein, um von uns zu berichten. Vielleicht hilft es mir mich zu sortieren ...

Ich hatte ja im Herbst (Oktober ca.) tagsüber das stillen auf 1x tagsüber reduziert, nachts nichts verändert. Das war soweit erstmal okay, war uns über die Weihnachtsferien wieder eingerissen, aber seit dieser Woche sind wir wieder nur bei 1x stillen nach der Kita bzw. 1x stillen mittags an kitafreien Tagen.

Soweit so gut, bleibt also der Abend/die Nacht. Es hat sich jetzt so ergeben, dass ich erst einmal stillen und einschlafen entkoppel. Seit drei Tagen stillen wir erst und dann wird im Bett gekuschelt zum Einschlafen. Am ersten Tag war es "ein Versehen", ich wollte sie einschlafstillen, sie wollte aber ständig wieder aufgestanden, noch was trinken, Buch angucken, nochmal Pipi machen. Am Ende hab ich mich im Badezimmer verschanzt und den Papa rangelassen und sie ist ohne mich im Bett eingeschlafen. Da bin ich direkt noch einen Schritt weitergegangen und habe das Stillen vorm Schlafen ins Wohnzimmer verlegt. Danach wird im Bett nur noch gekuschelt, die zwei Abende seitdem mit mir, aber ich hoffe schon, dass das dann auch mit Papa öfter mal klappt, sobald wir mit mehr Nachdruck das "Mama kann jetzt nicht kuscheln, Papa bringt dich ins Bett" vertreten. Ist jetzt nicht gleich so dringend, da sie jetzt auch 2x ziemlich zügig dann eingeschlafen ist, sobald wir erst mal ins Bett gekuschelt waren.

Auch nachts versuche ich stillen und weiterschlafen zu trennen. Also Ansage im Moment "Du darfst kurz stillen und dann kuscheln wir und schlafen weiter". Das klappt immerhin sehr problemlos, wenn sie nicht mehr trinkt, docke ich sie möglichst zügig ab, sie kuschelt sich ein/dreht sich zurecht und schläft meist schnell weiter. Sie schläft eh auch schon oft lange am Stück (gute Nächte 22-5, schlechte Nächte eher nur 22-3, wobei sie in letzter Zeit nie vor 22 Uhr geschlafen hat 🙄, wenn sie mal früher im Bett war, hab ich aber sonst oft noch nachgestillt, sodass im Endeffekt die lange Schlafphase wieder so ca. 22 Uhr beginnt). Eigentlich möchte ich aber nachts ganz abstillen, nur das einschlafstillen auf dem Sofa kann gerne noch etwas bleiben. Nachts die Brust ganz zu verweigern haben wir aber bisher nicht geschafft, das gibt hier riesige Wutanfälle inkl. auf dem Bett steigen, um sich davor wütend auf dem Boden zu wälzen. Daher sind wir noch beim Kompromiss "du darfst kurz stillen", das "kurz" dürfte dann für meinen Geschmack noch kürzer werden ...

Eigentlich wäre es für mich okay, morgens vorm Aufstehen dann noch mal zu stillen, praktisch stehe ich aber unter der Woche ca. um 7 auf und das Kind erst knapp eine Stunde später, daher schätze ich, es wird eigentlich eher darauf hinauslaufen müssen, dass wir noch genau 2x stillen - nach der Kita und vorm einschlafen abends - und morgens gar nicht. Am Wochenende, mal schauen ...

Zuerst müssen wir aber mal soweit kommen, dass hier nachts nicht mehr gebrüllt, sondern weiterschlafen mit kuscheln akzeptiert wird ...
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amaryllis
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Re: Abstill-Plauder-Strang

Beitrag von amaryllis »

Wenn ich das hier alles so lese, dann frage ich mich zunehmend, ob langes (nächtliches) Stillen wirklich das gelbe vom Ei ist. Sowohl für die Mutter als auch für das Kind. Alle um mich herum haben mit 13/14 Monaten abgestillt und da war das Ding nach 2-3 Nächten durch. Ich bin die Einzige hier, die ihr Kind noch stillt (leider sowohl tagsüber als auch nachts) und wenn ich auch nur mal wage, die Brust nicht geben zu wollen, kreist hier die Axt im Wald. Mir schwant mittlerweile, dass das Problem auch irgendwo hausgemacht ist.

Je älter das Kind, desto größer das Theater, so erscheint es mir. Es sei denn, man hält bis zum vierten Lebensjahr durch, aber das kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen. Die Nerven dem Berserker die Stirn zu bieten habe ich aber auch (noch?) nicht.

Ich hatte die törichte Hoffnung, dass es einfacher würde, sobald man mit dem Kind sprechen kann, aber wenn ich lese, wie selbst Zweieinhalbjährige noch reagieren.... du lieber Himmel!
Fühlt euch gegrüßt von amaryllis und der kleinen Schnute (*06/20).

Wenn du loslässt, hast du zwei Hände frei.
Kieselstein
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Re: Abstill-Plauder-Strang

Beitrag von Kieselstein »

Ich denke, zum längerem Stillen gehören solche Auseinandersetzungen dazu. Ich habe mich in den zwei Jahren, die ich gestillt habe immer wieder für das Stillen entschieden. Am Anfang noch ganz einfach (ich dachte halt, wie so viele, ich höre auf jeden Fall auf, wenn ein halbes Jahr rum ist) und im weiteren Verlauf mit immer mehr Pro und Contra Überlegungen und immer mehr auch unter Einbeziehen des Mupses. Und wenn ich weiter gestillt hätte, dann hätte ich jetzt eben die Autonomiephase mit einbeziehen müssen (ich habe sie am Horizont gewittert und mein Berufsstart hat mir in die Karten gespielt, also habe ich es durchgezogen).
Aber ja, ich denke in dieser Phase abzustillen bedarf mehr Ausdauer, Erklärungen, Sicherheit über die eigenen Grenzen. Aber deswegen schon mit eins abzustillen? Ich hab zu der Zeit oft darüber nachgedacht, fand ihn aber immer noch viel zu klein.
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Re: Abstill-Plauder-Strang

Beitrag von Serafin »

Und mit allen Vorteilen des Abstillens nimmt man halt auch alle Nachteile des Nichtstollens mit.
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ShinyCheetah
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Re: Abstill-Plauder-Strang

Beitrag von ShinyCheetah »

Nein. Es ist kindabhängig. Ich habe es ja versucht, als F so klein war (14 Monate, korrigiert noch gerade 13 Monate) - und es war ganz ganz schlimm. Er hat sich von meinem Mann plötzlich nachts nicht mehr anfassen lassen. Er brauchte wieder ununterbrochenen (!!!) Körperkontakt zu mir, um überhaupt zu schlafen. Also, er lag immer auf mir drauf. Er ist trotzdem alle Stunde oder so schreiend wach geworden. Dass ich das 2 oder 3 Wocjen durchgezogen habe, zeigt, wie verzweifelt ich war und wie dringend ich das nächtliche Stillen nicht mehr wollte. Ich habe dann trotzdem aufgegeben und wieder gestillt, weil ich es neben einer Erkältung dann nicht mehr durchhalten konnte.

Mit 18 Monaten ging es dann.
mit Sohn F (Ende September 18)
und Tochter V (Ende Juni 21)


The trick to happiness wasn't in freezing every momentary pleasure and clinging to each one, but in ensuring one's life would produce many future moments to anticipate. Shallan Davar/Brandon Sanderson
Sommermama2017
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Re: Abstill-Plauder-Strang

Beitrag von Sommermama2017 »

Und ich fand es für mich immer doof, nur DESHALB dem Kleinkind das Stillen nachts "zu früh" in meinen Augen wegzunehmen , nur weil es VIELLEICHT später schwieriger wird. Ich denke nämlich eher, dass es vom Kind abhängt, wie schnell es klappt.
Bei L hat es mit 1,5 nachts gar nicht funktioniert, mal überhaupt ne mehrstündige Stillpause einzurichten. Mit 2 ging es dann, meiner Erinnerung nach, relativ schnell, also nur ne Handvoll Nächte hat sie sich halt beschwert.

A hingegen hat jetzt schon längere Stillpausen nachts (ab und zu mal 4-6 Stunden. Die Große stillte mit dem Alter nachts noch alle 1-2 Stunden.).
Liebe Grüße von Sommermama mit L. 07/17 und A. 01/21
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