Ich glaube auch, das ist ein ganz wichtiger Aspekt!sens hat geschrieben: 11.03.2018, 20:44 Gemeinsam (und das gleiche?) essen und trinken, gemeinsam um's Feuer sitzen, schweißt die Sippe zusammen. Wer nicht mit trinkt, gehört nicht dazu. So war unser Empfinden.
Mein Mann z.B. knabbert zur Zeit etwas daran, dass ich meine Ernährung auf "locker" vegan umgestellt habe und daher nicht mehr das Gleiche esse wie er (und unsere Tochter) (bzw. nur noch in abgewandelter Form). Dass unsere Tochter dann auch oft etwas anderes essen möchte, jeder also etwas anderes, stört ihn. Die Alternativen: alle essen das, was er essen möchte. Oder: er isst vegan. Beide Optionen haben wir verworfen.
Noch eine Erfahrung:
Als ich als Jugendliche massive Probleme mit dem Mann meiner Mutter hatte, habe ich konsequent jede gemeinsame Mahlzeit ausfallen lassen. Das war eine sehr sehr intensive Erfahrung. Ein wahnsinnig deutlicher, physisch wahrnehmbarer Bruch miteinander.
Wegen Alkohol und Nahrungsmittelallergien: meine Mutter erlebt es auch ständig, dass sie doch nur ein kleines bißchen probieren könne. Nein, denn sie hat hinterher die gesundheitlichen Probleme zu ertragen. Trotzdem muss sie sich immer wieder lang und breit dafür rechtfertigen (bzw. tut es mittlerweile nicht mehr). Und Alkohol möchte sie einfach keinen. Das empfinden tatsächlich viele als unhöflich.