Ich bin heute mal wieder für einen längeren Post da. Ist hier sonst noch jemand? Angesichts der Qualität von BfA hat es sich zumindest auf meiner FList schon massiv ausgedünnt.
Mittlerweile bekommt mein Kind sehr viel mit. Da wir abends gemeinsam ins Bett gehen und ihr Schlafbedarf so gering ist, bleibt mir aktuell nur die Möglichkeit "mit ihr dabei" oder gar nicht zu spielen.
Das stellt mich vor eine - für mich - schwierige Situation. Ich bin (übrigens anders als viele meiner männlichen Mitspieler) noch nie offensiv mit meinem primären Hobby umgegangen. Während ein guter Freund bspw. problemlos mit Arbeitskollegen zockt bin ich bisher immer auf Ablehnung gestoßen, wenn ich darüber spreche wie ich tatsächlich spiele. Ganz oft mit einem Griff ganz tief in die Klischee-Schublade: "du machst dann ja nix anderes mehr". Auch jetzt kamen schon so Sachen wie "das Kind muss doch aber vor gehen". Wäre das auch ein Argument, wenn ich mir Freizeit für ein anderes Hobby organisiere? Oder nicht die Mama, sondern der Papa zockt? Ich weiß es nicht, aber ich habe Angst vor dem Moment, wenn mein Kind in der KiTa berichtet "Mama ganzen Abend Paladin spielt"...
Und was mir auch schwer fällt: Sie findet es toll. Mit dem Schiff fahren, Mini Pets auspacken, Spielzeuge nutzen, sich in Dalaran zum Kuschelraptor legen - sowas. Wenn sie mitbekommt, dass ich am PC sitze, dann war's das. Dazu kommt noch verstärkend, dass sie am liebsten nur mit mir Zeit verbringt, d.h. der Papa kann dann auch keine Alternativen anbieten. Da beschleicht mich immer wieder die Furcht: Ich werde wohl nie wieder so spielen können, wie ich das will. Raidstarts werden immer vor der Schlafenszeit liegen und solange ich online bin, geht sie nicht ins Bett.
Falls jemand mit größeren Kindern da Erfahrungen hat, ist es bei euch eure Onlinezeit wirklich nur noch auf die Schlafenszeit begrenzt?