ist es ohne stillen leichter?

Wiege oder Familienbett? Allein oder zusammen? Wie schlafen wir alle am besten?

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MamaMonster
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Re: ist es ohne stillen leichter?

Beitrag von MamaMonster »

Der Monsterjunge setzt sich jedes Mal auf, wenn er aufwacht [emoji50]. Um ihn zu stillen, lege ich ihn seitwärts wieder hin und docke ihn fast an. Wenn ich warten würde, bis er das selbst macht, wäre wohl die ganze Strasse wach. Wir haben das immer wieder tagsüber geübt, bevor wir es nachts versucht haben (und auch das erst so mit 9 Monaten hingekriegt). Trotzdem dauerte es nachts noch einige Zeit, bis das für den Monsterjungen ok war. Mittlerweile stillen wir aber immer so. Um die obere Brust zu geben, lehne ich mich mehr nach vorne, ich liege dann leicht schräg. Halbwegs bequem ist das für mich nur mit einem Kissen zwischen den Beinen.


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vivi
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Re: ist es ohne stillen leichter?

Beitrag von vivi »

Ich hab in meinem Bekanntenkreis - und ich kenne da durch die Hebammenpraxis 15 Mütter näher und tausche mich regelmäßig aus. 3 Kolleginnen haben auch kurz nach mir Kinder bekommen- kein einziges Kind, dass so oft nachts wach wird wie meins. Ich tröste damit oft ungewollt, da die anderen merken, dass sie es doch ganz gut haben.
Ich hab bei einigen rausgehört, dass sie das Stillen nicht immer sofort angeboten haben, anders beruhigt haben. Die meisten haben so um die 10-12 Monate abgestillt, teilweise etwas später ( dann aber stillen zum großen Teil mit Beikost ersetzt- klassisch)
Ich glaube, keine hat mit Anfang der Beikostzeit weiter ganz nach Bedarf gestillt. Ich denke oft, dass es da einen Zusammenhang mit dem besseren Schlaf gibt. Ich hab auch oft die Nächte verflucht, wenn es wochenlang stündliches Stillen gab und 2- stündlich normal und fast erholsam ist. Meine Kleine wird bald 2 und es gibt sehr selten Nächte mit 5-7 stündigen Schlafphasen . Letzte Nacht war es allerdings wieder stündlich. Ich weiß von keinem anderen Kind, das in dem Alter noch so oft wach wird, es sei denn sehr krank.
Aber trotzdem halte ich es für gut und richtig, wie wir es machen , meine Kleine ist ein sehr fröhliches, aufgewecktes, selbstbewusstes Mädel - ich möchte sie nicht eintauschen gegen ein anderes super gut schlafendes Kind. Und seien wir mal ehrlich- jede Mutter hat so ihre Sorgen mit ihrem Kind- wenn es bei uns nur der Schlaf ist, sind wir doch gut bedient. Perfekt ist es bei niemandem.
Meine Große hat zwischen 2 und 3 Jahren immer besser geschlafen- also denke ich- nicht mehr lange.
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Liaa
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Re: ist es ohne stillen leichter?

Beitrag von Liaa »

Ich denke einfach, das Schlafverhalten ist so individuell bei jedem Kind. Mein Zwerg (vollgestillt, aber mit Schnuller) hat mit 6 Wochen 10-12 Stunden pro Nacht durchgeschlafen. Das war zwar nur eine Phase, die auch wieder vorbei ging, aber er war immer ein recht guter Schläfer und eine Nacht mit 2 mal aufwachen ist bei ihm schlecht.
Ich habe ihn 16 Monate nach Bedarf gestillt, er hat keinen einzigen tropfen Pre bekommen und wir haben BLW gemacht (keine Mahlzeiten absichtlich ersetzt). Er schläft allerdings bei uns im Bett deutlich unruhiger und wacht total leicht auf. Deshalb wurde er mit 9 Monaten aus dem Familienbett ausquartiert [CRYING FACE]. Für ihn muss es stockdunkel und mucksmäuschen still sein. Unterwegs im Kinderwagen, Auto, Arm oder Trage schläft er also nie ein.
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Princeton
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Re: ist es ohne stillen leichter?

Beitrag von Princeton »

Für mich ist es leichter. Bis Weihnachten (16,5 Monate) habe ich jede Nacht 2-7 Mal gestillt, neben Vollzeitjob seit er 7 Monate alt war. Ich ging ziemlich auf dem Zahnfleisch damit und wartete nur auf die Feiertage. Ich war wild entschlossen das dann durchzuziehen. Da meiner Einschätzung nach Gordon nicht zu meinem Kind passt, weil er nicht verstanden hätte, dass er mal darf, mal nicht, habe ich direkt die komplette Nacht abgestillt. Sobald das Licht aus ist, schläft die Brust, das versteht er. Drei Tage war es schwer, er weinte öfter, aber nur kurz, so 1-3 Minuten, wurde recht oft wach, suchte viel Nähe und schlief auf mir. Danach wurde es rasch deutlich besser. Er schläft immer noch phasenweise an mich gekuschelt und hat gern die Hand an der Brust, aber er schläft seitdem fast immet ohne Aufwachen von 20-5:30/6 Uhr durch. Gerade auch sein fast stündliches Aufwachen vor Mitternacht ist weg. Für unsere Situation war Abstillen in der Nacht also tatsächlich schlaffördernd. Ich habe mehr Freizeit am Abend. Wir sind alle ausgeruhter und geduldiger am Tage. Zum Einschlafen/Aufwachen stillt er natürlich noch.
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wuselknusel
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Re: ist es ohne stillen leichter?

Beitrag von wuselknusel »

Liaa hat geschrieben:. Er schläft allerdings bei uns im Bett deutlich unruhiger und wacht total leicht auf. Deshalb wurde er mit 9 Monaten aus dem Familienbett ausquartiert [CRYING FACE]. Für ihn muss es stockdunkel und mucksmäuschen still sein. Unterwegs im Kinderwagen, Auto, Arm oder Trage schläft er also nie ein.
Ich habe auch den Eindruck, dass er bei uns unruhier schläft, würde eine Ausquartierung aber selber nciht übers Herz bringen. Es reicht schon, dass das große Kind gerade auf eigenen Wunsch hin auszieht. :(
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Julia82
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Re: ist es ohne stillen leichter?

Beitrag von Julia82 »

Ich stille seit 18monaten nach Bedarf.Also auch am Tag noch so oft er möchte und hatte zuvor keins meiner Kinder so lange gestillt.Das längste waren 7monate beim 2.
In dem Alter haben die anderen schon besser geschlafen,mein 2.sohn kam allerdings noch für eine Flasche,die haben wir dann mal mit knapp 2,5j gestrichen.Da haben wir einfach keine Flaschen mehr mit in den Urlaub genommen und dann schlief er.Bisher hab ich alles einfach nach Gefühl gemacht.Diesmal ist es wieder was ganz neues.Mein sohn schläft auch nur durchs stillen ein und auch nachts macht er gar nicht erst groß die augen auf,er ruft direkt nach der Brust.Alleine einschlafen kann er gar nicht.ich hatte mir überlegt um den 2.Geburtstag herum abzustillen.Mal sehen,wie das so wird.
Mein erstes Kind bekam nur die Flasche und ist wohl eines der wenigen,das ab der 6.woche wirklich durchgeschlafen hat.
LG Julia mit 4 Kids 02/02,11/04,11/09 und Nesthäkchen 07/14
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Crystal
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Re: ist es ohne stillen leichter?

Beitrag von Crystal »

Wir haben mit 18 Monaten nachts abgestillt und seitdem schläft sie viiiel besser. Vorher alle 1,5 - 2,5 Stunden. Seitdem wacht sie 1x nachts auf, fragt nach Milch, ich sage morgen früh - wird sofort akzeptiert (war nicht leicht bis dahin ;-)), sie bekommt Wasser (steht am Bett, kann sie selbst im Liegen nehmen) und habe für den nächtlichen Hunger immer was Kleines da. Wir hatten auch schon Nächte, da war komplett Durchschlafen angesagt. Wäre ohne Abstillen sicher noch nicht der Fall gewesen. Dafür ist das nächtliche Kuschelbedürfnis hier viel höher. Ich kann mich schon garnicht mehr erinnern, was es heißt, ein Kopfkissen für mich ganz alleine zu haben :lol: Tagsüber wird morgens im Bett und abends noch gestillt, am WE wenn sie manchmal Mittagschlaf macht, was kaum noch gemacht wird.
LG Crystal mit Kind '13
Buxtehude
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Re: ist es ohne stillen leichter?

Beitrag von Buxtehude »

Ein sehr interessanter und aufschlussreicher Thread!

Mir hängt noch nach, dass meine Mutter wegen des (nächtlichen) Stillens so angegangen ist. Und dass meine Schwester und ich angeblich ohne Muttermilch, ohne Kunstmilch, Schnuller o.ä. ab 9 Monaten die ganze Nacht geschlafen haben... also irgendwie kann ich das nicht glauben.

Wir haben zur Zeit einen Wechsel zwischen Einschlafstillen und Vater bringt Kind zu Bett.
Gestern ist es mir gelungen, nach längerem Hin - und Her auch ohne Stillen das Einschlafen herbeizuführen, indem ich gesummt und gesungen habe. Das hat erstaunlich gut geklappt. Ohne Sättigung durch Stillen und große Müdigkeit wäre das aber überhaupt nicht denkbar gewesen. Das Singen/Summen finde ich sehr schön und will ich in Zukunft öfter probieren.
jali
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Re: ist es ohne stillen leichter?

Beitrag von jali »

Im Liegen stillen ist manchmal leider auch eine Frage des Kindes. In Guten Nächten geht das hier. In schlechten findet meine Tochter so nicht in den Schlaf und wenn ich nicht die Geistesgegenwart besitze das Ganze zu beenden und sie im Sitzen im Arm zu halten, nuckelt sie die ganze Nacht unruhig im Halbschlaf und ist bei jedem Abdocken sofort hellwach. Über den Halbschlaf finde ich dann auch nicht hinaus. Unterbreche ich und setze mich hin und halte sie dabei fest im Arm klappt es meist relativ schnell mit dem Einschlafen. Ablegen geht zwar nicht, aber im Sitzen schlafen finde ich immer noch besser als gar nicht richtig schlafen...
Bei meiner großen Tochter hat sich das Schlafverhalten nachdem ich nachts abgestillt hatte sofort extrem verbessert. Ich hoffe wieder darauf und werde es versuchen, wenn wir mit den Zähnen durch sind (wobei ich es auch für möglich halte, dass die Nächte dann von alleine besser werden)
Mit zwei Töchtern (2011 und 2014)
sonnenkäferlein
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Re: ist es ohne stillen leichter?

Beitrag von sonnenkäferlein »

Buxtehude hat geschrieben:Mir hängt noch nach, dass meine Mutter wegen des (nächtlichen) Stillens so angegangen ist. Und dass meine Schwester und ich angeblich ohne Muttermilch, ohne Kunstmilch, Schnuller o.ä. ab 9 Monaten die ganze Nacht geschlafen haben... also irgendwie kann ich das nicht glauben.
wie hast du darauf reagiert?? ich kann sowas auch schwer glauben bzw. nur, wenn ich mir überlege, dass es sicherlich mit der kombi zusammenhängt, dass wir früher eher die flasche bekamen, eher im eigenen zimmer schliefen und schreien gelassen worden. seltsam, alles nur eine generation vor uns und dennoch so ein völlig anderer blick aufs kind. anmerkung ist ganz ohne wertung, bin sicher, unsere mamas wollten auch nur das beste...
ich bekomme dies aber auch zu hören. als wir uns wieder dazu entschieden hatten, unserer tochter bettchen zurück an meine bettseite zu bauen (hatten den versuch gestartet, ihr bettchen innerhalb unseres schlafzimmers weeeeit weg zu stellen mit der hoffnung, dass sie seltener wach wird, was nicht funktioniert hat), kam der blödeste kommentar, an die kleine persönlich gerichtet: "na, hast du wieder gewonnen?" :roll: klar, als ob das ein spiel ist und ein baby gewinnen muss...

Buxtehude hat geschrieben:Wir haben zur Zeit einen Wechsel zwischen Einschlafstillen und Vater bringt Kind zu Bett.
gute idee! das heißt, an einem abend macht papa das abendprogramm und am anderen du, während nur da gestillt wird? Und das klappt? bei uns gäbe es bestimmt sofort geschrei, sobald sie merkt, dass ich gehe...

jali hat geschrieben:Bei meiner großen Tochter hat sich das Schlafverhalten nachdem ich nachts abgestillt hatte sofort extrem verbessert. Ich hoffe wieder darauf und werde es versuchen, wenn wir mit den Zähnen durch sind (wobei ich es auch für möglich halte, dass die Nächte dann von alleine besser werden)
Crystal hat geschrieben:Wir haben mit 18 Monaten nachts abgestillt und seitdem schläft sie viiiel besser.

oooooooh, das sind doch mal mutmachende posts, danke! :wink:
über ihr glück unglaublich dankbare mama mit zauberhaftem mädchen (01/15)
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