vegane kinder

für die schwangere und/oder stillende Mutter (und ihre Familie)

Moderator: britje

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Bright Berry
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Re: vegane kinder

Beitrag von Bright Berry »

Herzenssache hat geschrieben:Darf ich ein wenig offtopic mal fragen, wie ihr zu dem Gedanken kommt, dass jeder nur ausreichend wissen haben muss, um vegan zu leben? Dann müssten ja alle Landwirte vegan werden.
Naja, es gehört wohl auch Empathie dazu.
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Re: vegane kinder

Beitrag von Herzenssache »

Weiss nicht, ist das Empathie? Das bedeutet ja nur, sich hinein versetzen zu können und selbst auf die Emotionen die man in dem anderen sieht, mit eigenen Emotionen zu reagieren. Die daraus resultierenden handlungsmuster sind ja ganz unterschiedlich. Und auch die Beurteilung der Gefühle die man im anderen sieht ist doch stark von der eigenen weltsicht geprägt. Ethik ist da ja recht umfassend. Alleine bei der Bewertung von Tod und bei der Bewertung von Tod im Gegensatz zum nicht geboren worden sein, kann man zu völlig anderem Schlüssen gelangen und es sind auch völlig andere Gefühle bei jedem einzelnen die da angesprochen werden.

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Nuala
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Re: vegane kinder

Beitrag von Nuala »

Herzenssache hat geschrieben:Darf ich ein wenig offtopic mal fragen, wie ihr zu dem Gedanken kommt, dass jeder nur ausreichend wissen haben muss, um vegan zu leben? Dann müssten ja alle Landwirte vegan werden. Ich kann mit dem veganismus wenig anfangen. Bin auf dem Dorf aufgewachsen und habe auch Tiere zum essen getötet. Ich entscheide mich total bewusst dafür. Es ist keineswegs so, dass ich nicht verzichten könnte. Ich war sogar lange Vegetarierin und bin nach längerer Überlegung eher wieder in Richtung Fleisch gekommen. Für mich passt das unabhängig vom Geschmack eher in mein Weltbild. Ähnlich wie ich Atheist bin. Ich finde extreme immer verkehrt aber ich finde es auch schwierig zu sagen, was extrem ist. Das hängt ja vom eigenen Standpunkt ab. Ich vergleiche es bewusst mit der Religion. Ich bin Atheist. Mein Kind darf seine Religion wählen. Es darf auch von aussen Informationen bekommen. Ich würde es aber nicht auf eine katholische schule geben oder in eine koranschule. Das ist in Deutschland auch total normal. In muslimischen Ländern ist das extrem.

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Das ist genau das was ich meine! Ich kenne viele Gleichaltrige deren Eltern es so gemacht haben wie du: Freiheit, Informationen, später selbst entscheiden. Und weißt du was passierte: alle können nichts mit dem Konzept Glaube und Religion anfangen. Warum? Weil sie es nie kennen gelernt haben.
Versteh mich nicht falsch - ich meine das weder als Kritik, noch sage ich, dass das ein falscher Weg ist.
Ich meine lediglich: um sich später frei entscheiden zu können, muss man es als Kind kennen lernen. Aktiv! Und da es utopisch ist alle Religionen als Kind aktiv kennen zu lernen, deshalb muss man exemplarisch EINE kennen lernen. Damit man mit dem Konzept Religion etwas anfangen kann. Welche das ist, ist im Prinzip total egal. Und man muss auch nicht jeden Sonntag zur Kirche oder in eine Koranschule. Es geht darum mitzubekommen wie Glauben gelebt wird. DANN hat man später eine Entscheidungsbasis. Was soll man ohne diese Basis entscheiden?
Also dein Weg ist absolut ok und gerechtfertigt, aber es passt nicht mit dem später frei entscheiden zusammen. Es kann sich sowieso jeder später frei entscheiden, egal ob atheistisch oder religiös aufgezogen. Nur für Bezugspunkte sind andere. Ein atheistisch aufgezogenes Kind wird meist (!!! Ausnahmen bestätigen die Regel) auch als Erwachsener mit Religion nicht wirklich was anfangen können.
Ein (Basis)religiös erzogenes Kind hat mMn mehr Auswahl: es kann dich gegen das Konzept Religion entscheiden oder dafür, es kann sich für die Religion entscheiden, die es als Kind kennen gelernt hat, oder auf Basis seines Wissens worum es bei Religion geht, für eine andere. DAS ist mMn freie Wahl.

Oh und zum vegan... wir sind nicht vegan. Was ich geschrieben habe, gilt allgemein für jede Art der Ernährung. Mir ging's auch hier lediglich um den Punkt: ich kann nur frei entscheiden wenn ich etwas kennenlerne. Auf Basis dessen kann ich dann später hinterfragen und experimentieren und DANN frei entscheiden.
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Re: vegane kinder

Beitrag von Herzenssache »

Nuala ich verstehe was du meinst. Ich finde aber, keine Religion zu leben ist auch eine Einstellung. Keinen Glauben zu leben ist doch auch eine Art den Glauben zu leben. Noch dazu kann ich ja gar nicht anders. Ich sehe daher auch die vegane Ernährung des Kindes als machbar an und finde man hat als Eltern das recht das auch umzusetzen. Ich sehe aber kein hauptrecht der Mutter. Ich finde jedes Elternteil ist da gleichberechtigt.

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Nuala
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Re: vegane kinder

Beitrag von Nuala »

Herzenssache hat geschrieben:Nuala ich verstehe was du meinst. Ich finde aber, keine Religion zu leben ist auch eine Einstellung. Keinen Glauben zu leben ist doch auch eine Art den Glauben zu leben.
Gutes Argument. Und ja, ist ja klar, dass man seinem Kind keine Religion vermitteln kann wenn man nicht glaubt.
Aber - und da bringst DU mich grad drauf! - das Konzept GLAUBEN kann man trotzdem vermitteln. Denn jeder glaubt doch an IRGENDWAS. Muss ja nicht Gott sein, kann ja auch der Glaube an das Gute in den Menschen oder der Glaube an Energie, die um uns ist, oder sonst irgendetwas sein. Von dem her - danke für den Denkanstoß! :D
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Re: vegane kinder

Beitrag von Grünfrosch »

halebopp hat geschrieben:Ich sehe das sehr sehr zwiespältig, muss ich sagen. Ich finde, Kinder sollten irgendwann selber entscheiden können, ob sie etwas mögen oder nicht. Klar, das kann man in eine gewisse Richtung entsprechend erziehen, aber das ist eine Beeinflussung von Kindern, die mir nicht gefällt und die ich nicht unterstützen mag. Sie sollen das selber festlegen können. Indoktriniert man sie von kleinauf, geht das meiner Meinung nach zu weit.
Mir geht es da aber auch noch um den gesundheitlichen Aspekt. Gerade lese ich die China Study und mir wurde schon etwas anders, als ich gelesen habe, wie das tierische Eiweiß sich z.B. auf den Hormonhaushalt bei Mädchen auswirkt. Dass fleischessende Mädchen z.B. viel früher in die Pubertät kommen und dadurch auch das Brustkrebsrisiko enorm ansteigt. Für mich geht es da gar nicht mehr nur um Weltanschauung und ob die Kinder etwas mögen oder nicht, sondern es geht mir darum, den Kindern so viel Gesundheit wie nur möglich auf ihren Lebensweg mitzugeben. Da will ich nicht abwarten, ob sich meine Kinder vielleicht mi 20 dafür entscheiden, vegetarisch oder vegan zu leben, sondern die Weichen schon jetzt in die gesunde Richtung stellen.
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Re: vegane kinder

Beitrag von Mutterhenne »

hmmm... Die China Study ist extrem umstritten, da methodologisch nicht ganz sauber gearbeitet; da gibt es bessere Referenzen (z.B. die Harvard Milk Study, ist auch jünger ;-))...
"Die meisten Zitate im Internet sind falsch." (Aristoteles)

Grüße von der Henne
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Re: vegane kinder

Beitrag von Grünfrosch »

Mutterhenne hat geschrieben:hmmm... Die China Study ist extrem umstritten, da methodologisch nicht ganz sauber gearbeitet; da gibt es bessere Referenzen (z.B. die Harvard Milk Study, ist auch jünger ;-))...
Hach, ich bräuchte dringend mal Zeit, um mich da noch mehr reinzulesen. :roll: Aber die Harvardstudie kommt doch zum gleichen Ergebnis, oder? Milch und Co ist nix für uns.
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