Ich möchte nur kurz den Gedanken einwerfen, dass Stillkinder jedes Alters - auch solche mit gut etablierter Stillbeziehung - Probleme beim Stillen bekommen können, wenn sie (gelegentlich oder auch häufiger) mit Saugerflasche zugefüttert werden.
Es lohnt sich zum Erhalt der Stillbeziehung über stillfreundliche (i.e. saugfreie) Methoden des "Papa gibt Milch" nachzudenken.
(Und ja, das kann auch Kinder betreffen, die schonmal eine zeitlang (z.B.zu Beginn des Stillens) ohne erkennbare Probleme zwischen Flasche und Brust gewechselt haben. Jede Entwicklungsphase bringt da neue Herausforderungen (z.B. Beißen in die Flasche - und dann auch Brust - bei zahnenden Babys) und manche Kinder reagieren auf die unterschiedliche nötige Technik schon bei wenigen gelegentlichen Flaschen mit nachhaltigen Stillproblemen.
In der
LINKSAMMLUNG STILLWISSEN, die hier im Stillforum oben angepinnt ist, findet sich im Thread
"GRUNDINFO Stillfreundliche Zufüttermethoden" ausführliche Info dazu. Saugfreies Zufüttern ist nicht aufwendiger als Flaschegeben.
In der LINKSAMMLUNG gibt es auch Threads zum Thema Saugverwirrung und deren Behandlung, z.B.
"Was ist Saugverwirrung?". [Man kann es sich ein bisschen vorstellen wie das gelegentliche Wechseln zwischen einem Auto mit Schaltgetriebe und einem mit Automatikgetriebe, nachdem man eins schon längere Zeit gewohnt war.]
Umgedacht hat geschrieben: 23.04.2022, 13:56
Heute bin ich den halben Tag weg und er brachte sie zum Stillen vorbei.
Das ist eine sehr gute Lösung - jeder stillenden Mutter stehen auch auf Arbeit bezahlte Stillpausen gesetzlich geregelt zu, die nicht nachgearbeitet werden müssen. Diese können auch an Anfang oder Ende der Arbeitszeit gelegt werden und man kann sie auch zum Abpumpen nutzen.
Umgedacht hat geschrieben: 23.04.2022, 13:42
Und zum Abpumpen: Ich bekomme nur was aus der Pumpe, wenn sie an der anderen Brust den MSR auslöst. Ansonsten bekomme ich nichts aus der Pumpe oder von Hand.
Im selben Abschnitt der LINKSAMMLUNG, in der die Saugverwirrungsthreads sind, findet sich beim Stichpunkt
"Tipps zum erfolgreichen Abpumpen". Dort sind viele gute Tipps und Tricks versammelt, die das Pumpen leichter machen.
Umgedacht hat geschrieben: 23.04.2022, 13:42
Da mein Mann jetzt häufiger mal abgepumpte Muttermilch geben wird: Wie viel ist denn ungefähr eine Portion für ein etwa 6 Monate altes Kind? Normalerweise stille ich alle zwei bis drei Stunden. Ich will irgendwie nichts aufwärmen und dann verwerfen müssen.
Die "Portionsgröße", die ein nach Bedarf gestilltes Kind beim Stillen jeweils trinkt, schwankt über den Tag stark und ist von verschiedenen Einflussfaktoren wie z.B. der Umgebungstemperatur, Tageszeit, ... abhängig (hat das Baby grad mehr Durst oder mehr Hunger, wie lange ist die letzte Stillzeit her, ...?). Beim Stillen reguliert das Kind dies alles selbst (wie oft meldet es sich, wie lange stillt es und wieviele MSR löst es aus, möchte es die Seite wechseln, ...), beim Füttern von Milch aus Becher o.ä. muss die Betreuungsperson sich da etwas rantasten.
delfinstern hat geschrieben: 23.04.2022, 13:49
Ich würde eher kleine Portionen mit 30ml machen. Und dann je nach Bedarf mehrere Positionen geben.
So würde ich mich auch rantasten. Erstmal 30-40 ml kleine Portionen anbieten (i.e. z.B. aus dem im Kühlschrank stehenden Gefäß mit der abgepumpten oder aufgetauten Milch ins Füttergefäß gießen) und schauen. Wenn das Baby dann bei Mamas Abwesenheit jedesmal zwei oder drei dieser Portionen auf einmal annimmt, kann man ja auch größere Portionen auf einmal geben. Es wäre halt schade, wenn man eine bereits "angetrunkene" (also in Becher oder Saugerflasche mit Speichel des Babys in Berührung gekommene), größere Portion dann komplett verwerfen müsste.
Zur Aufbewahrung und Haltbarkeit von Muttermilch gibt es z.B. dieses zweiseitige Merkblatt (leider hab ich es grad nur mit dem Wasserzeichen gefunden - wenn jemand einen besseren Link kennt, gern ergänzen. Die Temperaturangaben sind aber soweit ich sehen kann alle gut lesbar):
BDL-Merkblatt "Aufbewahrung von Muttermilch" (PDF-Dokument)