Stillen: kurze Frage- kurze Antwort (Bitte ersten Beitrag beachten!)
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Umgedacht
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Re: Stillen: kurze Frage- kurze Antwort (Bitte ersten Beitrag beachten!)
Da mein Mann jetzt häufiger mal abgepumpte Muttermilch geben wird: Wie viel ist denn ungefähr eine Portion für ein etwa 6 Monate altes Kind? Normalerweise stille ich alle zwei bis drei Stunden. Ich will irgendwie nichts aufwärmen und dann verwerfen müssen.
Und zum Abpumpen: Ich bekomme nur was aus der Pumpe, wenn sie an der anderen Brust den MSR auslöst. Ansonsten bekomme ich nichts aus der Pumpe oder von Hand.
Und zum Abpumpen: Ich bekomme nur was aus der Pumpe, wenn sie an der anderen Brust den MSR auslöst. Ansonsten bekomme ich nichts aus der Pumpe oder von Hand.
Valentina mit großer Tochter S. (11.2021) und Baby-Tochter L. (5.2025)
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delfinstern
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Re: Stillen: kurze Frage- kurze Antwort (Bitte ersten Beitrag beachten!)
Ich würde eher kleine Portionen mit 30ml machen. Und dann je nach Bedarf mehrere Positionen geben. Nimmt das Kind überhaupt Milch?
Liebe Grüße
Delfin*
mit Delfinzwerg(1/17), Delfinknirps(12/18)und Delfinmini(5/21) *(11.14) *(2.18) *(2.26)
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Umgedacht
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Re: Stillen: kurze Frage- kurze Antwort (Bitte ersten Beitrag beachten!)
Du meinst Muttermilch aus der Flasche? Ja, also zumindest heute. Ich hatte etwa 80 ml abgepumpt und als Notlösung da gelassen. Ich habe auch gesagt, dass er etwa die Hälfte erstmal geben soll.delfinstern hat geschrieben: 23.04.2022, 13:49 Ich würde eher kleine Portionen mit 30ml machen. Und dann je nach Bedarf mehrere Positionen geben. Nimmt das Kind überhaupt Milch?
Heute bin ich den halben Tag weg und er brachte sie zum Stillen vorbei. Das war etwa 90 Minuten nach der Flasche und da war sie aber nicht mehr so hungrig.
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Re: Stillen: kurze Frage- kurze Antwort (Bitte ersten Beitrag beachten!)
Darf ich mich hier zum Thema einhängen. Ich will nämlich gerne einen kleinen Vorrat an MuMi anlegen. Wie viel Milch kann man dafür ohne schlechts Gewissen täglich abzwacken? Ich würde gerne Portionen zwischen 60-80ml einfrieren. Ich denke, ich hab grundsätzlich eher viel bzw. sicher genug Milch. Pumpen und Flasche kennen wir noch aus der Anfangszeit, das geht.
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Re: Stillen: kurze Frage- kurze Antwort (Bitte ersten Beitrag beachten!)
Ich möchte nur kurz den Gedanken einwerfen, dass Stillkinder jedes Alters - auch solche mit gut etablierter Stillbeziehung - Probleme beim Stillen bekommen können, wenn sie (gelegentlich oder auch häufiger) mit Saugerflasche zugefüttert werden.
Es lohnt sich zum Erhalt der Stillbeziehung über stillfreundliche (i.e. saugfreie) Methoden des "Papa gibt Milch" nachzudenken.
(Und ja, das kann auch Kinder betreffen, die schonmal eine zeitlang (z.B.zu Beginn des Stillens) ohne erkennbare Probleme zwischen Flasche und Brust gewechselt haben. Jede Entwicklungsphase bringt da neue Herausforderungen (z.B. Beißen in die Flasche - und dann auch Brust - bei zahnenden Babys) und manche Kinder reagieren auf die unterschiedliche nötige Technik schon bei wenigen gelegentlichen Flaschen mit nachhaltigen Stillproblemen.
In der LINKSAMMLUNG STILLWISSEN, die hier im Stillforum oben angepinnt ist, findet sich im Thread "GRUNDINFO Stillfreundliche Zufüttermethoden" ausführliche Info dazu. Saugfreies Zufüttern ist nicht aufwendiger als Flaschegeben.
In der LINKSAMMLUNG gibt es auch Threads zum Thema Saugverwirrung und deren Behandlung, z.B. "Was ist Saugverwirrung?". [Man kann es sich ein bisschen vorstellen wie das gelegentliche Wechseln zwischen einem Auto mit Schaltgetriebe und einem mit Automatikgetriebe, nachdem man eins schon längere Zeit gewohnt war.]
Zur Aufbewahrung und Haltbarkeit von Muttermilch gibt es z.B. dieses zweiseitige Merkblatt (leider hab ich es grad nur mit dem Wasserzeichen gefunden - wenn jemand einen besseren Link kennt, gern ergänzen. Die Temperaturangaben sind aber soweit ich sehen kann alle gut lesbar):
BDL-Merkblatt "Aufbewahrung von Muttermilch" (PDF-Dokument)
Es lohnt sich zum Erhalt der Stillbeziehung über stillfreundliche (i.e. saugfreie) Methoden des "Papa gibt Milch" nachzudenken.
(Und ja, das kann auch Kinder betreffen, die schonmal eine zeitlang (z.B.zu Beginn des Stillens) ohne erkennbare Probleme zwischen Flasche und Brust gewechselt haben. Jede Entwicklungsphase bringt da neue Herausforderungen (z.B. Beißen in die Flasche - und dann auch Brust - bei zahnenden Babys) und manche Kinder reagieren auf die unterschiedliche nötige Technik schon bei wenigen gelegentlichen Flaschen mit nachhaltigen Stillproblemen.
In der LINKSAMMLUNG STILLWISSEN, die hier im Stillforum oben angepinnt ist, findet sich im Thread "GRUNDINFO Stillfreundliche Zufüttermethoden" ausführliche Info dazu. Saugfreies Zufüttern ist nicht aufwendiger als Flaschegeben.
In der LINKSAMMLUNG gibt es auch Threads zum Thema Saugverwirrung und deren Behandlung, z.B. "Was ist Saugverwirrung?". [Man kann es sich ein bisschen vorstellen wie das gelegentliche Wechseln zwischen einem Auto mit Schaltgetriebe und einem mit Automatikgetriebe, nachdem man eins schon längere Zeit gewohnt war.]
Das ist eine sehr gute Lösung - jeder stillenden Mutter stehen auch auf Arbeit bezahlte Stillpausen gesetzlich geregelt zu, die nicht nachgearbeitet werden müssen. Diese können auch an Anfang oder Ende der Arbeitszeit gelegt werden und man kann sie auch zum Abpumpen nutzen.Umgedacht hat geschrieben: 23.04.2022, 13:56 Heute bin ich den halben Tag weg und er brachte sie zum Stillen vorbei.
Im selben Abschnitt der LINKSAMMLUNG, in der die Saugverwirrungsthreads sind, findet sich beim Stichpunkt "Tipps zum erfolgreichen Abpumpen". Dort sind viele gute Tipps und Tricks versammelt, die das Pumpen leichter machen.Umgedacht hat geschrieben: 23.04.2022, 13:42 Und zum Abpumpen: Ich bekomme nur was aus der Pumpe, wenn sie an der anderen Brust den MSR auslöst. Ansonsten bekomme ich nichts aus der Pumpe oder von Hand.
Die "Portionsgröße", die ein nach Bedarf gestilltes Kind beim Stillen jeweils trinkt, schwankt über den Tag stark und ist von verschiedenen Einflussfaktoren wie z.B. der Umgebungstemperatur, Tageszeit, ... abhängig (hat das Baby grad mehr Durst oder mehr Hunger, wie lange ist die letzte Stillzeit her, ...?). Beim Stillen reguliert das Kind dies alles selbst (wie oft meldet es sich, wie lange stillt es und wieviele MSR löst es aus, möchte es die Seite wechseln, ...), beim Füttern von Milch aus Becher o.ä. muss die Betreuungsperson sich da etwas rantasten.Umgedacht hat geschrieben: 23.04.2022, 13:42 Da mein Mann jetzt häufiger mal abgepumpte Muttermilch geben wird: Wie viel ist denn ungefähr eine Portion für ein etwa 6 Monate altes Kind? Normalerweise stille ich alle zwei bis drei Stunden. Ich will irgendwie nichts aufwärmen und dann verwerfen müssen.
So würde ich mich auch rantasten. Erstmal 30-40 ml kleine Portionen anbieten (i.e. z.B. aus dem im Kühlschrank stehenden Gefäß mit der abgepumpten oder aufgetauten Milch ins Füttergefäß gießen) und schauen. Wenn das Baby dann bei Mamas Abwesenheit jedesmal zwei oder drei dieser Portionen auf einmal annimmt, kann man ja auch größere Portionen auf einmal geben. Es wäre halt schade, wenn man eine bereits "angetrunkene" (also in Becher oder Saugerflasche mit Speichel des Babys in Berührung gekommene), größere Portion dann komplett verwerfen müsste.delfinstern hat geschrieben: 23.04.2022, 13:49 Ich würde eher kleine Portionen mit 30ml machen. Und dann je nach Bedarf mehrere Positionen geben.
Zur Aufbewahrung und Haltbarkeit von Muttermilch gibt es z.B. dieses zweiseitige Merkblatt (leider hab ich es grad nur mit dem Wasserzeichen gefunden - wenn jemand einen besseren Link kennt, gern ergänzen. Die Temperaturangaben sind aber soweit ich sehen kann alle gut lesbar):
BDL-Merkblatt "Aufbewahrung von Muttermilch" (PDF-Dokument)
blueberry mit großem und kleinem Frühlingskind (2010 und 2013)
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Re: Stillen: kurze Frage- kurze Antwort (Bitte ersten Beitrag beachten!)
Danke blueberry für die ausführliche Rückmeldung. Tatsächlich meinte mein Mann gestern, dass sie an der Flasche irgendwie komisch war. Von seiner Erzählung klingt es als ob sie eben versucht hat den Sauger zu melken. Getrunken hatte sie alles bis auf einen Spuckeschluck, den sie auch aus dem Schnapsglas nicht wollte. Nun war es das erste Mal, dass ich mehr als 2 Stunden weg war. In absehbarer Zeit wird das auch eher nicht passieren. Ich gehe noch nicht arbeiten, deswegen haben wir keinen Druck.
Ich verstehe warum es noch Probleme mit Saugverwirrung geben könnte. Allerdings muss ja auch das Trinken aus dem Becher gelernt werden. Leider befürchte ich, dass mein Mann nicht begeistert sein wird das Füttern mit einen Becher langfristig zu praktizieren. Er ist eher von der pragmatischen Sorte. So lange sie ohne Probleme an die Brust geht, wird er von sich aus nicht aktiv.
Ich verstehe warum es noch Probleme mit Saugverwirrung geben könnte. Allerdings muss ja auch das Trinken aus dem Becher gelernt werden. Leider befürchte ich, dass mein Mann nicht begeistert sein wird das Füttern mit einen Becher langfristig zu praktizieren. Er ist eher von der pragmatischen Sorte. So lange sie ohne Probleme an die Brust geht, wird er von sich aus nicht aktiv.
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Re: Stillen: kurze Frage- kurze Antwort (Bitte ersten Beitrag beachten!)
Hm, also wenn ich mir den Aufwand des Abgewöhnens einer Saugverwirrung anschaue (und die Probleme, die das für die Brust der stillenden Frau bedeuten kann) und das mit "erwachsener Mann muss sich von Flasche auf sowas wie Softcup [i.e. Flasche mit kleinem Becher als Öffnung vorn dran] oder Camocup o.ä. umstellen*", weiß ich aber, wie ich entscheiden, und WEN ich umlernen lassen würde: nämlich den Erwachsenen mit der Fähigkeit, problemlos auf verbale und optische Inhalte zu reagieren und ein paar Instruktionen zu befolgen.Umgedacht hat geschrieben: 24.04.2022, 13:24 Leider befürchte ich, dass mein Mann nicht begeistert sein wird das Füttern mit einen Becher langfristig zu praktizieren. Er ist eher von der pragmatischen Sorte. So lange sie ohne Probleme an die Brust geht, wird er von sich aus nicht aktiv.
[*Und auch Bechern aus einem kleinen Muttermilchfütterbecher ist WIRKLICH kein Hexenwerk und es gibt reichlich Anleitungen auch in Videoform dazu. (Ein Video ist in der Grundinfo bei Becherfütterung verlinkt).]
Ja, auch Bechern braucht ein kleines bisschen Übung, aber es führt nicht zu Saugverwirrung.Umgedacht hat geschrieben: 24.04.2022, 13:24 Ich verstehe warum es noch Probleme mit Saugverwirrung geben könnte. Allerdings muss ja auch das Trinken aus dem Becher gelernt werden.
Um im obigen Bild von Autos mit Schaltgetriebe und Automatikgetriebe zu bleiben: das beides sind (wie Flasche und Brust) so ähnliche Vorgänge, dass viele (nicht alle!) Menschen da mit Wechseln über kurz oder lang Probleme bekommen.
Becherfütterung hingegen ist saugfrei und deshalb so verschieden vom Saugmuster an der Brust wie ein Umstieg vom Auto aufs Fahrrad.
Man kann problemlos jahrelang Fahrradfahren und Autofahren ohne jemals beim Bremsen die Füße auf den Pedalen durcheinander zu bringen oder an den falschen Hebel zu fassen - die Vorgänge sind einfach unterschiedlich genug.
Es geht hier ja nicht um regelmäßig tagelange Abwesenheit der Mutter, wo das Kind natürlich sein Saugbedürfnis anders stillen muss als an der Brust. Es geht um gelegentliche kürzere Zeiten, wo Mama spätestens in der Nacht wieder da ist. Dafür würde ich persönlich überhaupt kein Risiko eingehen, nur um es dem/der Partner:in oder sonstigem babysittenden Erwachsenen noch nen Ticken bequemer zu machen (bzw. sogar nur irgendeiner gefühlten Konvention von "Babys bekommen nunmal Milch aus Saugerflaschen" zu entsprechen).
Ich sehe de facto auch das "einfacher" oder "pragmatischer" an der Flasche gar nicht: auch bedürfnisorientiert und nach Babys Tempo und Signalen die Flasche zu geben muss vom Erwachsenen ja erstmal erlernt werden, damit nicht einfach durch den starken Reiz am Gaumen und tendenzielle Rückenlage der gesamte Flascheninhalt (auch über den Bedarf hinaus) im Kind landet.
Ich denke, ein erwachsener Mensch kann sich einen Ruck geben und sich von einem kulturell bedingten "Baby bekommt Flasche"-Bild verabschieden und es stattdessen mit einem unproblematisch zu reinigenden, in jeder Apotheke günstig zu habenden Muttermilch-Becherchen oder einem Schnapsglas o.ä. versuchen. Und zwar präventiv. Nicht als nachträgliche Lösung eines unnötigerweise entstandenen Problems.
blueberry mit großem und kleinem Frühlingskind (2010 und 2013)
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Re: Stillen: kurze Frage- kurze Antwort (Bitte ersten Beitrag beachten!)
Vielen Dank für deine ausführliche Erklärung. Nicht, dass der falsche Eindruck entsteht. Klaren Argumenten ist er zugänglich. Ich bin oft sehr genau und er eher pragmatisch. Deshalb nimmt er meist seinen eigenen Lösungsansatz. Aber wir wollen ja beide das beste für unsere Familie.blueberry hat geschrieben: 24.04.2022, 15:25Hm, also wenn ich mir den Aufwand des Abgewöhnens einer Saugverwirrung anschaue (und die Probleme, die das für die Brust der stillenden Frau bedeuten kann) und das mit "erwachsener Mann muss sich von Flasche auf sowas wie Softcup [i.e. Flasche mit kleinem Becher als Öffnung vorn dran] oder Camocup o.ä. umstellen*", weiß ich aber, wie ich entscheiden, und WEN ich umlernen lassen würde: nämlich den Erwachsenen mit der Fähigkeit, problemlos auf verbale und optische Inhalte zu reagieren und ein paar Instruktionen zu befolgen.Umgedacht hat geschrieben: 24.04.2022, 13:24 Leider befürchte ich, dass mein Mann nicht begeistert sein wird das Füttern mit einen Becher langfristig zu praktizieren. Er ist eher von der pragmatischen Sorte. So lange sie ohne Probleme an die Brust geht, wird er von sich aus nicht aktiv.![]()
[*Und auch Bechern aus einem kleinen Muttermilchfütterbecher ist WIRKLICH kein Hexenwerk und es gibt reichlich Anleitungen auch in Videoform dazu. (Ein Video ist in der Grundinfo bei Becherfütterung verlinkt).]
Ja, auch Bechern braucht ein kleines bisschen Übung, aber es führt nicht zu Saugverwirrung.Umgedacht hat geschrieben: 24.04.2022, 13:24 Ich verstehe warum es noch Probleme mit Saugverwirrung geben könnte. Allerdings muss ja auch das Trinken aus dem Becher gelernt werden.
Um im obigen Bild von Autos mit Schaltgetriebe und Automatikgetriebe zu bleiben: das beides sind (wie Flasche und Brust) so ähnliche Vorgänge, dass viele (nicht alle!) Menschen da mit Wechseln über kurz oder lang Probleme bekommen.
Becherfütterung hingegen ist saugfrei und deshalb so verschieden vom Saugmuster an der Brust wie ein Umstieg vom Auto aufs Fahrrad.
Man kann problemlos jahrelang Fahrradfahren und Autofahren ohne jemals beim Bremsen die Füße auf den Pedalen durcheinander zu bringen oder an den falschen Hebel zu fassen - die Vorgänge sind einfach unterschiedlich genug.
Es geht hier ja nicht um regelmäßig tagelange Abwesenheit der Mutter, wo das Kind natürlich sein Saugbedürfnis anders stillen muss als an der Brust. Es geht um gelegentliche kürzere Zeiten, wo Mama spätestens in der Nacht wieder da ist. Dafür würde ich persönlich überhaupt kein Risiko eingehen, nur um es dem/der Partner:in oder sonstigem babysittenden Erwachsenen noch nen Ticken bequemer zu machen (bzw. sogar nur irgendeiner gefühlten Konvention von "Babys bekommen nunmal Milch aus Saugerflaschen" zu entsprechen).
Ich sehe de facto auch das "einfacher" oder "pragmatischer" an der Flasche gar nicht: auch bedürfnisorientiert und nach Babys Tempo und Signalen die Flasche zu geben muss vom Erwachsenen ja erstmal erlernt werden, damit nicht einfach durch den starken Reiz am Gaumen und tendenzielle Rückenlage der gesamte Flascheninhalt (auch über den Bedarf hinaus) im Kind landet.
Ich denke, ein erwachsener Mensch kann sich einen Ruck geben und sich von einem kulturell bedingten "Baby bekommt Flasche"-Bild verabschieden und es stattdessen mit einem unproblematisch zu reinigenden, in jeder Apotheke günstig zu habenden Muttermilch-Becherchen oder einem Schnapsglas o.ä. versuchen. Und zwar präventiv. Nicht als nachträgliche Lösung eines unnötigerweise entstandenen Problems.
Vielen lieben Dank
Valentina mit großer Tochter S. (11.2021) und Baby-Tochter L. (5.2025)
- toktok
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Re: Stillen: kurze Frage- kurze Antwort (Bitte ersten Beitrag beachten!)
An die Stillberaterinnen:
"Frauen mit Schwangerschaftsdiabetes haben häufig eine geringere Milchmenge."
Stimmt oder stimmt nicht?
(Es wird wegen zu großer Gewichtsabnahme ein Neugeborenes (16 Tage alt) per Flasche zugefüttert, das war die Aussage der betreuenden Hebamme - die das Stillen sehr befürwortet! Die Mama würde sehr gern voll stillen. Ich versuche das für mich einzuordnen. Von zu vielen höre ich, die "zu wenig Milch" haben und dabei aber einfach nur schlecht beraten wurden, aber in dem Fall vermag ich das nicht zu beurteilen...)
"Frauen mit Schwangerschaftsdiabetes haben häufig eine geringere Milchmenge."
Stimmt oder stimmt nicht?
(Es wird wegen zu großer Gewichtsabnahme ein Neugeborenes (16 Tage alt) per Flasche zugefüttert, das war die Aussage der betreuenden Hebamme - die das Stillen sehr befürwortet! Die Mama würde sehr gern voll stillen. Ich versuche das für mich einzuordnen. Von zu vielen höre ich, die "zu wenig Milch" haben und dabei aber einfach nur schlecht beraten wurden, aber in dem Fall vermag ich das nicht zu beurteilen...)
kleiner Kaiser 09/15
Prinzessin 10/20
"Und bis du Kinder hast, weißt du nicht, wie diese Kinder dein Herz in Besitz nehmen und deine Entscheidungen beeinflussen."
(Michelle Obama)
Prinzessin 10/20
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Sommermama2017
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Re: Stillen: kurze Frage- kurze Antwort (Bitte ersten Beitrag beachten!)
Ich bin keine Stillberaterin.
Ich frage mich nur gerade, ob hier eine Kausalität angenommen wird, wo nur Korrelation vorliegt. Ich stelle mir nämlich.vor: Babys, deren Mütter Schwangerschaftsdiabetes hatten, werden häufiger als normal schnell zugefüttert, um den Blutzucker zu stabilisieren und so wird die Stillbeziehung gleich zu Beginn negativ beeinflusst und so gibt's lm Durchschnitt weniger Milch?
Vielleicht übertreibe ich hier, aber der Gedanke kommt mir.
Bin aber neugierig, ob nicht vielleicht doch (auch) ein körperlicher Grund vorliegt.
Aber kann nicht zu wenig Milch oft durch häufigeres Anlegen oder Pumpen behoben werden? Durch Schwangerschaftsdiabetes die GANZE Stillzeit (bzw. bis Beikoszt) zu wenig Milch...?
Ich frage mich nur gerade, ob hier eine Kausalität angenommen wird, wo nur Korrelation vorliegt. Ich stelle mir nämlich.vor: Babys, deren Mütter Schwangerschaftsdiabetes hatten, werden häufiger als normal schnell zugefüttert, um den Blutzucker zu stabilisieren und so wird die Stillbeziehung gleich zu Beginn negativ beeinflusst und so gibt's lm Durchschnitt weniger Milch?
Vielleicht übertreibe ich hier, aber der Gedanke kommt mir.
Bin aber neugierig, ob nicht vielleicht doch (auch) ein körperlicher Grund vorliegt.
Aber kann nicht zu wenig Milch oft durch häufigeres Anlegen oder Pumpen behoben werden? Durch Schwangerschaftsdiabetes die GANZE Stillzeit (bzw. bis Beikoszt) zu wenig Milch...?
Liebe Grüße von Sommermama mit L. 07/17 und A. 01/21