Zurück zum Vollstillen

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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Mondenkind
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Re: Zurück zum Vollstillen

Beitrag von Mondenkind »

Juni hat geschrieben: 15.09.2024, 23:42 Ok, dann sind die Werte aber jetzt weg. Wenn ich sie nicht mehr brauche macht das aber nichts.
Nein, brauchst du nicht mehr.
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Astraea
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Re: Zurück zum Vollstillen

Beitrag von Astraea »

Ich denke, bei der Logopädin seid ihr besser aufgehoben. Sie wird dann auch schauen ob der Gaumen zB richtig geschlossen ist. So hatte unsere Logopädin das gemacht. Sie erklärte auch, dass das Konzept vieles umfasst, da bestimmte punkte "gedrückt" werden und Kettenreaktionen auslösen. Also zB sind Hand und Fuß mit dem Mund verknüpft. Das wird sie euch sicherlich auch erklären, bin gespannt ob Sie euch helfen kann. Und hut ab an die Kinderärztin 🫡
Selten sieht man solche Ärzte, die auch Ahnung davon haben und hinter einen stehen statt die Flasche gut zu reden
Juni
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Re: Zurück zum Vollstillen

Beitrag von Juni »

Astraea hat geschrieben: 16.09.2024, 13:15 Ich denke, bei der Logopädin seid ihr besser aufgehoben.
Was hat sich bei euch denn verändert durch die Logopädie?
Die Stillberaterin vor Ort hat mir nicht wirklich Mut gemacht, dass es etwas bringen könnte. Ich denke sie vermutet die Ursachen zum größten Teil bei mir, da ich meine beiden Kinder nicht voll stillen kann/konnte.
Ein Milchwunder bin ich sicher nicht. Dann hätten wir bestimmt kein Problem, weil die Milch trotz suboptimal Stilltechnik besser fließen würde..
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Re: Zurück zum Vollstillen

Beitrag von Astraea »

Ich hab tatsächlich auch eine zeit lang gedacht ich könnte nicht vollstillen. Dann hatte ich mich aber vieeeel in das thema stillen reingelesen und hab gelernt, (fast) jede frau kann stillen.
Die Logopädin hat noch mal geschaut ob der Gaumen richtig geschlossen ist, also der hintere Teil. Dann hat Sie uns noch ein paar Mundübungen gezeigt, die wir täglich gemacht haben. Das soll die Muskulatur im Mundraum stärken/aufbauen. Dann hat Sie mir noch gezeigt wenn man mit dem eigenen Daumen an der Hand vom Baby die Zunge imitiert, dann saugt das Baby gleichmäßiger. Da war ich echt erstaunt. Das alles zusammen hat bei uns dafür gesorgt, dass wir nach und nach weniger zufüttern mussten. Ich hab mit meiner Kleinen wirklich alles durch. Saugverwirrung, Stillhütchen, zufüttern, falsch anlegen, abnahme. Ich möchte dir Mut machen. Glaube an dich. Die Brust produziert soviel, wie du/das Baby anforderst. Im Idealfall pumpst du am Tag die Menge ab, die du zufütterst, nur so weiß deine Brust dass du mehr brauchst. Uns auch wenn du pro Pumpeinheit nur auf 30ml kommst. Das auf zB 4 einheiten hochgerechnet ergeben auch 120ml am Tag.
Ich muss nicht mehr pumpen, aber manchmal mach ich das noch, wenn meine Kleine zu sehr abgelenkt ist um zu trinken (das eine mal zb 5 std nicht getrunken), da hatte ich dann abgepumpt zuhause. Obwohl sie dann schon getrunken hatte, hab ich noch 160ml abgepumpt. Ich weiß noch wie ich mit nur 20 ml pro seite angefangen hatte. Aber auch da hab ich mich nicht entmutigen lassen, sondern das positive dran gesehen.
Mondenkind
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Re: Zurück zum Vollstillen

Beitrag von Mondenkind »

Astraea hat geschrieben: 17.09.2024, 16:29 Ich hab tatsächlich auch eine zeit lang gedacht ich könnte nicht vollstillen. Dann hatte ich mich aber vieeeel in das thema stillen reingelesen und hab gelernt, (fast) jede frau kann stillen.
Korrekt, FAST jede Frau kann stillen, nicht jede voll. Mal davon abgesehen, Juni stillt. Sie kann also stillen. Stillen ist mehr als Ernährung und auch Teilstillen hat seinen Wert.

Beteiligung und Input der anderen Userinnen ist immer gewünscht im SuT, aber diese Formulierung finde ich hier, in diesem Kontext, auf diese Art und Weise, völlig unpassend.
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Re: Zurück zum Vollstillen

Beitrag von Juni »

Ich weiß, dass die allermeisten Frauen rein körperlich die Voraussetzungen mitbringen, um Stillen zu können. Wahrscheinlich auch voll.
Offenbar kann ich es aber nicht. Denn trotz aller Energie und wirklich guter Begleitung und Unterstützung gelingt es mir ein zweites Mal nicht mein Baby voll zu stillen. Das ist wirklich hart und fühlt sich an als würde ich als Mutter scheitern. Besonders weil es fast alle anderen können. Ich versuche das Beste zu geben und es ist ohnehin ein Lernprozess, dass ich als Mutter nicht perfekt sein kann und muss.

Gepumpt habe ich einige Wochen 4-6x täglich. Selbst damit würde ich aber nicht auf die aktuelle Zufütterungsmenge kommen. Auf Dauer konnte ich das Pensum nicht halten, da sie tagsüber alle 2 Stunden für mindestens 40 Minuten stillt und ich habe auch noch ein 20 Monate altes Kind, das mich braucht.
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Re: Zurück zum Vollstillen

Beitrag von Mondenkind »

Du musst dich hier für nichts rechtfertigen!
Juni hat geschrieben: 17.09.2024, 19:03 dass ich als Mutter nicht perfekt sein kann und muss.
Du bist die perfekte Mutter für dein Kind. Du bist für dein Kind da, gibst ihm alles, was es braucht, es mangelt ihm an nichts. Du wärst mit weniger (oder gar keiner) Muttermilch keine schlechtere Mutter und mit mehr Milch auch nicht noch besser, denn die produzierte MEnge an Muttermilch ändert nichts an deinem unschätzbaren Wert als Mutter für dein Kind.

Lass dir nie was anderes erzählen.
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Re: Zurück zum Vollstillen

Beitrag von DiriDesu »

Solche Zahlen haben mich auch verunsichert. Es hat mir auch eine zeitlang ein schlechtes Gewissen gemacht beim 2. Kind doch nicht mehr Ursachenforschung betrieben zu haben (beim 1. Kind war das Teilstillen ein Baustein für meine Depression)
Ich hab soviel Stillwissen erworben und dennoch ist soviel schief gelaufen (wieder). Also ähnlich wie beim 1. Kind als hätte ich nichts gelernt.
Ich habe auch bei beiden Kindern teilgestillt.

Und wir sind gut genug und die bestmöglichen Mamas für unsere Babys.
Du hast alles in Rahmen deiner Ressourcen und Rahmen gemacht und das ist mega 😊. Ich wünsche dir noch alles Gute und deinen Weg findest.
DiriDesu mit Oktoberkind 20 und Januarkind 24
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ShinyCheetah
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Re: Zurück zum Vollstillen

Beitrag von ShinyCheetah »

Liebe Juni, ich lese bisher still mit und es tut mir so leid, wie Du über Dich urteilst. Du hast jedes Recht wütend und traurig zu sein, dass das Stillen für dein Baby und dich so anstrengend ist und nicht "einfach so" läuft. Aber das ändert wirklich nichts daran, dass du einen wahnsinnig tollen Job machst und dafür große Anerkennung verdienst, auch und vor allem durch dich selbst.

Du hast am Anfang geschrieben, dass du dein "großes" Kind mit 5 Monaten abgestillt hast. Das kann und wird diesmal, wenn du möchtest, ganz anders laufen! Hier im Forum haben ganz viele Frauen es geschafft, mit der Beikosteinführung (die vielleicht nur noch wenige Wochen entfernt ist) die Zufütterung auszuschleichen und noch ganz lange entspannt weiterzustillen. Wäre das für dich ein mögliches Ziel?

Hast du denn nach wie vor Schmerzen beim Stillen? Hast du in letzter Zeit versucht, das Stillhütchen mal wegzulassen?
mit Sohn F (Ende September 18)
und Tochter V (Ende Juni 21)


The trick to happiness wasn't in freezing every momentary pleasure and clinging to each one, but in ensuring one's life would produce many future moments to anticipate. Shallan Davar/Brandon Sanderson
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Re: Zurück zum Vollstillen

Beitrag von Astraea »

Als Autistin fällt mir das zwischenmenschliche im realen Leben schon schwer. In einem Forum durchaus noch mehr. Ich wollte hier kein Fass aufmachen, sondern nur meine Erfahrung teilen. Ich wollte niemanden angreifen. Liebe Juni. Du bist, auch wenn du nicht vollstillst, eine wunderbare Mutter. Dass du deinen Kindern das teilstillen überhaupt ermöglichst, zeigt, wie sehe du ihnen das beste wünscht. Das tägliche zufüttern erfordert durchaus respekr. Ich bin mir sicher ihr werdet euren weg finden. Ich zieh mich nun zurück. Euch alles alles gute ☺️
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