Valeska hat geschrieben: 23.01.2024, 00:10
Ich glaub, wir müssen das anders lösen. Du und ich ziehen jetzt zusammen, Dorkas, und unsere Männer können eine Männer-WG gründen
Au ja!

Und dann nehmen wir noch Grizzly dazu und erzählen uns lustige Anekdoten über unsere Butterfly-Männer, während wir an unseren top organisierten Nähplätzen sitzen.

Die Männer-WG mag ich mir gerade allerdings lieber nicht ausmalen.
Mäusebaby, ich finde ja, dass das nicht „schlimm“ aussieht, aber ich kann dich voll verstehen. So in der Art sieht es hier auch aus, wenn es einigermaßen aufgeräumt ist. Halt alles recht offen und sichtbar, und gerade im Winter ist es einfach soo viel Zeug.
Wie man als Grille unter Schmetterlingen glücklich werden kann? Hmm… ich habe meinen Mann in dem vollen Bewusstsein geheiratet, dass er anders tickt als ich. Witzigerweise haben wir vorm Zusammenkommen gemeinsam ein gutes Buch darüber gelesen, dass es Menschen gibt, bei den die linke Hirnhälfte ausgeprägter ist und bei anderen die rechte. Und dass man das als Ergänzung und Vorteil sehen kann, statt als Hindernis und Frust. Im Grunde hängt das ja auch irgendwie mit den Ordnungstypen zusammen. Seitdem konzentriere ich mich viel mehr auf das Positive, das mit seiner Art zu denken einhergeht. Er mag nicht so ordentlich und strukturiert zu sein wie ich, dafür ist er wesentlich einfühlsamer, sozialer und kreativer als ich. Ohne ihn würde ich wesentlich öfter alleine in meiner aufgeräumten Wohnung hocken, während wir mit ihm oft Besuch in einer semi-aufgeräumten Wohnung empfangen. Und es sind immer gemütliche Abende.
Ich bin lockerer geworden. Ja, manchmal bin auch ich genervt, aber es ist mir wirklich egaler geworden, ob die Wohnung nun 100% oder nur 70% ordentlich ist, wenn spontan Besuch kommt. Es ist mir wichtiger geworden, immer eine offene Tür für Freunde zu haben, als immer vorher erst alles top aufzuräumen. Das habe ich durch meinen Schmetterling gelernt.
Und was ich in den letzten Jahren gemerkt habe: Die meisten Leute sind in einer Umgebung, die nicht aussieht wie im Möbelkatalog, wesentlich entspannter. Gerade die mit kleinen Kindern. Es ist doch furchtbar anstrengend, wenn man die ganze Zeit aufpassen muss, ja nichts schmutzig zu machen oder mal versehentlich ein Bonbonpapierchen liegen zu lassen.