Stillen bei Autoimmunhämolytischer Anämie

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Peppa
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Re: Stillen bei Autoimmunhämolytischer Anämie

Beitrag von Peppa »

Keine Ahnung. ...die meisten kennen es nicht (ich habe es auch erst durch die eigene Stillzeit kennen gelernt)...dann denken viele, darauf kann man nicht vertrauen. ...andere haben vielleicht einfach keine Lust.. .
Ich hatte mal eine stillende Patientin mit kleinem Baby, leider beide bei einem Autounfall verletzt. Sie war jedoch nur zur Überwachung wegen einer kleinen Hirnblutung bei uns, bekam für das Stillen (bzw. dann pumpen ) komplett unproblematische Medikamente, der Chef und OA der Kinderklinik (!) rieten jedoch zum Abstillen. Ich hatte alles aus embryotox raus gesucht ... das wurde einfach übergangen. Die Frau stillte ab (sie wollte aber von sich aus nicht mehr, sagte sie mir offen, als ich ihr die Unterlagen aushändigen wollte. ...aber das ist ja nicht der Punkt).
Seitdem sage ich, es handelt sich um Stellungnahmen eines Instituts der Charite (was nicht unwahr ist)...das scheint irgendwie mehr Vertrauen einzuflößen.
Schade ist es dennoch. ...

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Peppa
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Re: Stillen bei Autoimmunhämolytischer Anämie

Beitrag von Peppa »

delfinstern hat geschrieben:weil man dann nicht mehr der Allwissende-Halbgott ist? Man müsste zugeben, dass man nicht alles weiß?

Gute Besserung! Hat sich der HB jetzt nicht immerhin schon verdoppelt, im Vergleich zum niedrigsten Wert?
Na ja. ..dass man es z.b. als Mann oder Nicht-stillende Frau nicht kennt, ist ja erst mal kein Charakterfehler...das ist schon etwas hart formuliert. MIR hat es im Studium auch keiner erzählt...
Und wenn man dann von Patienten eine Website genannt bekommt, dann ist die erste Reaktion zugegebenermaßen erst mal skeptisch. .. (was habe ich für Internet -Weisheiten in ausgedruckter und mündlicher Form in die Hand gedrückt bekommen...von Wunderheilern mit Lichttherapie bei Krebs bis hin zu "Nicht -nachweisbare Borreliose ist schuld an allem"-Pamphleten).
Es ist daher sinnvoller, nicht die Seite an sich zu erwähnen, sondern eben die Einrichtung, die dahinter steht. Es geht ja auch im Haftungsfragen.
Ich kenne nur sehr wenige, die sich für allwissende Halbgötter halten. ...Dafür einfach sehr viele, die auf Nummer sicher gehen wollen und Angst vor Fehlern haben....und dann eben nur den einen Weg gehen, denn sie kennen.

Offen bleiben sollte man natürlich dennoch immer. Keine Frage.

Natürlich auch anders rum.


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delfinstern
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Re: Stillen bei Autoimmunhämolytischer Anämie

Beitrag von delfinstern »

Das war auch extra provokant und ironisch geschrieben ;) Ich finds schade, dass man das nicht im Studium/Fortbildung lernt. Ebenso das Stillen bzw. die Vorteile davon. Der allgemeine Rat ist ja immer noch "abstillen". Dass man gegenüber von Websiten etwas zurückhaltend ist, kann ich verstehen. Der Hinweis mit der Charitee ist gut :)
Liebe Grüße
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Peppa
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Re: Stillen bei Autoimmunhämolytischer Anämie

Beitrag von Peppa »

Embryotox ist an sich ja auch ein tolles Kürzel...klingt aber leider etwas anders als
" Pharmakovigilanz- und Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie
Charité-Universitätsmedizin Berlin, Campus Virchow-Klinikum"...ich glaube, das ist durchaus häufig ein Problem und führt zu Missverständnissen im Gespräch Mutter - Arzt.

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Peppa
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Re: Stillen bei Autoimmunhämolytischer Anämie

Beitrag von Peppa »

Ach, und man kann noch erwähnen, das es vom Bundesministerium für Gesundheit gefördert wird ;')

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ledana
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Re: Stillen bei Autoimmunhämolytischer Anämie

Beitrag von ledana »

Ich habe darum gebeten beim Embryonaltoxikologischen Institut der Charité anzurufen und nicht die Webseite erwähnt. So schlau bin ich dann schon. Ich werde auch nochmal fragen, warum hier niemand an Azathioprin denkt, bzw davon redet.
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Peppa
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Re: Stillen bei Autoimmunhämolytischer Anämie

Beitrag von Peppa »

Das War nicht böse gemeint, ledana. Ich dachte, ich schreibe meine Erfahrungen dazu, einfach auch für alle. sorry.

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ledana
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Re: Stillen bei Autoimmunhämolytischer Anämie

Beitrag von ledana »

Habe ich auch nicht so verstanden, alles gut.
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Re: Stillen bei Autoimmunhämolytischer Anämie

Beitrag von ledana »

Arzt war gerade da, Info von den Pharmazeuten Rituximab geht nicht mit Stillen. Das ein normaler Pharmazeut das sagt hätte ich ihm auch sagen können.
Die Antwort auf meine Frage nach Azathioprin war: "Ist veraltet, mögen wir nicht! Dann vertrauen wir auf Cortison." Aber das Cortison allein bringts ja offensichtlich nicht.

Worum ich mir jetzt Gedanken mache, ich war mir sicher, die hätten das mit dem Stillen auf dem Schirm und ich habe letzte Woche ja Immunglobuline bekommen und weitergestillt muss man da jetzt beim Frosch irgend etwas abchecken?
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mrsmurphy
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Re: Stillen bei Autoimmunhämolytischer Anämie

Beitrag von mrsmurphy »

Eine Bekannte hat vor Geburt von Nr. 2 auch Immunglobuline bekommen, damals stillte Nr. 1 (knapp 3 Jahre) auch noch. War wohl kein Problem. Sie hat Octagam bekommen, ich weiß nicht, ob es da unterschiede gibt.

Wünsche dir weiterhin alles Gute! Bekommst du denn Eisen zusätzlich, oder bringt das bei deiner Diagnose nichts? (@Fachpersonal unter uns)

Ot: Ich glaube diese Sache mit "viele Ärzte wollen sich nur absichern, kein Rsiko etc." sehen viele Menschen gar nicht. Ich arbeite ja auch eng mit Ärzten zusammen und merke schon, dass es welche mit dieser "Halbgott in weiß" nach außen hin gibt. Intern ist immer was anderes und Ärzte unter sich im Vergleich zu Ärzte --> Personal ist oft auch noch mal eine ganz andere Sache.

Rechtschreib"korrektur" lässt grüßen ;)
LG Sabine mit Muck (m, 08/13) & Mini (m, 07/19), sowie Sternchen (8. Woche, 7/18)

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"Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher."
(Albert Einstein)
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