Probieren einfordern ja oder nein
Moderator: britje
- Kinsale
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Re: Probieren einfordern ja oder nein
Nein, das Tellerchen wird dann gleich zur Durchreiche gebracht [emoji1]- sie sitzen also nicht zwischen lauter ausgespuckten Essensresten. Es kommt auch kaum vor. Aber diese sichtbare Versicherung "ich muss das nicht schlucken wenn ich mich traue zu probieren" hilft wohl vielen Kindern.
Ich lege wirklich Wert auf Tischmanieren, aber alles im Rahmen der Möglichkeiten der Kinder. Wenn sie Essen nicht mit Zwang verbinden, können sie später sicher auch wertschätzen, dass es schön ist, sich bei einem ansprechend angerichteten Essen in entsprechendem Rahmen wohl zu fühlen und sich zu Benehmen wissen - und nicht zu fürchten, man muss irgendwas ekliges, unbekanntes runterwürgen, weil solche Situationen nicht negativ besetzt sind.
@wieder mehr essen: meine Große ist seit einiger Zeit wieder mehr. Sie ist etwas über 6.
Doch ich fand das nervig, die schlimmste Zeit habe ich mit einer Batterie eingefrorener Tomatensoßenportionen überbrückt, die ich 1X pro Woche gekocht und dann jeden Mittag aufgetaut habe. [emoji6]
Heute hat sie begeistert Linsensuppe gegessen, Vollkornbrot mit Bergkäse gefrühstückt und freiwillig Salat zum Mittagessen genommen. Die Kleine hatte Toastbrot, Toastbrot, 2Löffel Linsensuppe und Toastbrot. (Zwischendurch Obst) ... Auch das wird vorbei gehen. Von irgendwas müssen Toastbrothersteller ja auch leben [emoji6]
Ich lege wirklich Wert auf Tischmanieren, aber alles im Rahmen der Möglichkeiten der Kinder. Wenn sie Essen nicht mit Zwang verbinden, können sie später sicher auch wertschätzen, dass es schön ist, sich bei einem ansprechend angerichteten Essen in entsprechendem Rahmen wohl zu fühlen und sich zu Benehmen wissen - und nicht zu fürchten, man muss irgendwas ekliges, unbekanntes runterwürgen, weil solche Situationen nicht negativ besetzt sind.
@wieder mehr essen: meine Große ist seit einiger Zeit wieder mehr. Sie ist etwas über 6.
Doch ich fand das nervig, die schlimmste Zeit habe ich mit einer Batterie eingefrorener Tomatensoßenportionen überbrückt, die ich 1X pro Woche gekocht und dann jeden Mittag aufgetaut habe. [emoji6]
Heute hat sie begeistert Linsensuppe gegessen, Vollkornbrot mit Bergkäse gefrühstückt und freiwillig Salat zum Mittagessen genommen. Die Kleine hatte Toastbrot, Toastbrot, 2Löffel Linsensuppe und Toastbrot. (Zwischendurch Obst) ... Auch das wird vorbei gehen. Von irgendwas müssen Toastbrothersteller ja auch leben [emoji6]
- Sarafina
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Re: Probieren einfordern ja oder nein
Liebe Sina,talismama hat geschrieben:Ich kann und will diesen ober-reflektierten Mustermami-Umgang mit meinem Kind, bei dem jedes Wort auf die Goldwaage gelegt wird, aber nicht. Wir gehen hier einfach natürlich miteinander um und verursachen dabei auch Streit, Missverständnisse und manchmal Scherben. - Ein Satz, den meine Mutter früher oft zu mir sagte, der mich als Kind (aus welchem Grund auch immer) extrem verletzt hat, war "Steiger dich da nicht so rein!" - und weißt du, wie oft mir dieser Satz gegenüber meiner Tochter rausrutscht? - Ich mache, glaube ich, viele Fehler in meiner Erziehung. Es WILL, dass sie Nahrungsmittel probieren, ich formulieren wann-dann-Sätze, wenn sie sich weigern aufzuräumen, ich lobe (ist ja bekanntermaßen auch sehr schlecht), ich schreie ab und zu mal. Aber wir haben uns liebt und wir entschuldigen uns und ich vertraue darauf, dass das über manchen Schaden, den ich wider besseren Wissens (ich kenne ja die Juul/Unerzogen/Kloeter-Theorien alle) leider verursache, hinweghilft. Ich bin der festen Meinung, dass meine Kinder in 30 Jahren, wenn sie selbst Kinder haben, meinen Umgang, meine Erziehung, meine Worte, meine Taten unverständlich finden, kritisch beäugen und (wie jede neue Elterngeneration) das Rad nochmal ganz neu erfinden, um "alles besser zu machen". Ich hoffe aber, dass sie sich heute wie dann der Tatsache bewusst sind, dass ich sie einfach sehr lieb habe.Giraeffchen hat geschrieben:Mich hat das als Kind immer sehr belastet, wenn ich wusste, meine Mutter will, dass ich das tue und ich wollte sie da auch nicht enttäuschen und kooperieren. Wie anstrengend das war, da Lösungen zu finden, als Kind /was ja auch eigentlich gar nicht meine Aufgabe war). Ich habe zum Beispiel meine Leberwurstbrote mal schnell unter der Couch versteckt, wenn es niemand mitbekam. das ging auch ein paar Tage gut, aber freitags, nach dem Putzen, waren sie wieder da und ich musste erklären, warum ich das gute Essen so behandelt hatte.talismama hat geschrieben: Auf einen Machtkampf hätte ich mich aber nicht eingelassen. Mir bricht kein Zacken aus der Krone, wenn ich mal klar sage, was ich möchte, aber meine Kinder dagegen sind, und ich dann sagen muss "Schade, deine Entscheidung!"
Es gibt Kinder, die sind da sehr empfindlich und für die ist auch das 'schade' schon eine Negativwertung.
Ich war so ein Kind.![]()
für dieses Posting mag ich dir danken, es hat mir gerade total aus der Seele gesprochen
Ich habe jetzt den ganzen Fred durchgelesen und mag morgen auch gerne was dazu schreiben, bin aber definitiv jetzt zu müde dafür.
LG,
Sarafina mit 3 Kindern (2008, 2010 und 2013)
Es ist nur eine Phase..........*omm*
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Elena
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Re: Probieren einfordern ja oder nein
Ah okay, dann bin ich beruhigt.Kinsale hat geschrieben:Nein, das Tellerchen wird dann gleich zur Durchreiche gebracht [emoji1]- sie sitzen also nicht zwischen lauter ausgespuckten Essensresten.
Das denke ich auch! Als ich mal genervt vom Rummotzen beim Essen hier war, habe ich mir das Buch von Juul zum Thema gekauft. Ich habs nur angelesen, aber ich habe daraus mitgenommen, dass das gemeinsame Essen keine Kampfzone sein soll. Wenn es eine ist, sollte man etwas ändern. Allen zuliebe.Ich lege wirklich Wert auf Tischmanieren, aber alles im Rahmen der Möglichkeiten der Kinder. Wenn sie Essen nicht mit Zwang verbinden, können sie später sicher auch wertschätzen, dass es schön ist, sich bei einem ansprechend angerichteten Essen in entsprechendem Rahmen wohl zu fühlen und sich zu Benehmen wissen - und nicht zu fürchten, man muss irgendwas ekliges, unbekanntes runterwürgen, weil solche Situationen nicht negativ besetzt sind.
Das ist erst mal leichter gesagt als getan, gerade bei kleinen Kindern reiht sich ja beim Essen eine Baustelle an die andere. Aber ich finde es gut, das im Hinterkopf zu haben und ein friedliches, entspanntes Miteinander beim Essen immer wieder anzustreben.
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Lösche Benutzer 14500
Re: Probieren einfordern ja oder nein
Ich finde genau dieses Posting ehrlich gesagt schwierig, weil es allen, die ihr Kind nicht darum bitten, probieren zu müssen, unterstellt, sie seien ober-reflektierte Mustermamis und legten jedes Wort auf die Goldwaage. Insbesondere vor dem Hintergrund, dass Talismama selbst vor einigen Seiten dazu aufrief, doch etwas mehr Toleranz gegenüber den Meinungen anderer auszuüben, finde ich diese Wortwahl wirklich sehr unglücklich.Sarafina hat geschrieben:Liebe Sina,talismama hat geschrieben:Ich kann und will diesen ober-reflektierten Mustermami-Umgang mit meinem Kind, bei dem jedes Wort auf die Goldwaage gelegt wird, aber nicht. Wir gehen hier einfach natürlich miteinander um und verursachen dabei auch Streit, Missverständnisse und manchmal Scherben. - Ein Satz, den meine Mutter früher oft zu mir sagte, der mich als Kind (aus welchem Grund auch immer) extrem verletzt hat, war "Steiger dich da nicht so rein!" - und weißt du, wie oft mir dieser Satz gegenüber meiner Tochter rausrutscht? - Ich mache, glaube ich, viele Fehler in meiner Erziehung. Es WILL, dass sie Nahrungsmittel probieren, ich formulieren wann-dann-Sätze, wenn sie sich weigern aufzuräumen, ich lobe (ist ja bekanntermaßen auch sehr schlecht), ich schreie ab und zu mal. Aber wir haben uns liebt und wir entschuldigen uns und ich vertraue darauf, dass das über manchen Schaden, den ich wider besseren Wissens (ich kenne ja die Juul/Unerzogen/Kloeter-Theorien alle) leider verursache, hinweghilft. Ich bin der festen Meinung, dass meine Kinder in 30 Jahren, wenn sie selbst Kinder haben, meinen Umgang, meine Erziehung, meine Worte, meine Taten unverständlich finden, kritisch beäugen und (wie jede neue Elterngeneration) das Rad nochmal ganz neu erfinden, um "alles besser zu machen". Ich hoffe aber, dass sie sich heute wie dann der Tatsache bewusst sind, dass ich sie einfach sehr lieb habe.Giraeffchen hat geschrieben: Mich hat das als Kind immer sehr belastet, wenn ich wusste, meine Mutter will, dass ich das tue und ich wollte sie da auch nicht enttäuschen und kooperieren. Wie anstrengend das war, da Lösungen zu finden, als Kind /was ja auch eigentlich gar nicht meine Aufgabe war). Ich habe zum Beispiel meine Leberwurstbrote mal schnell unter der Couch versteckt, wenn es niemand mitbekam. das ging auch ein paar Tage gut, aber freitags, nach dem Putzen, waren sie wieder da und ich musste erklären, warum ich das gute Essen so behandelt hatte.
Es gibt Kinder, die sind da sehr empfindlich und für die ist auch das 'schade' schon eine Negativwertung.
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für dieses Posting mag ich dir danken, es hat mir gerade total aus der Seele gesprochen![]()
Ich habe jetzt den ganzen Fred durchgelesen und mag morgen auch gerne was dazu schreiben, bin aber definitiv jetzt zu müde dafür.
Es gibt Menschen - ich gehöre auch dazu - die haben sehr schlechte Erfahrungen mit dem Probieren gemacht und nein, gezwungen hat mich auch niemand, es war eine Bitte. In Verbindung mit der Instrumentalisierung von Naschkram hat mir das ein sehr ungesundes Essverhalten eingebracht - Dinge, die meine Mutter gesund fand und die ich "doch mal probieren könnte" esse ich übrigens bis heute nicht - ich mag die Konsistenz nicht bzw. bei Obst die Vorstellung nicht, es könne ein Wurm drin sein. (Umgekehrt esse ich sehr wohl einige Dinge, die ich lange eklig fand, ehe ich sie irgendwann selbst probierte, sowas wie Beeren oder Käse.) Ich habe als Kind vor meinem Teller Hirse sehr gelitten, weil ich wusste, entweder wird meine Mutter enttäuscht sein oder ich muss etwas wirklich Ekliges runterschlucken.
Meinem Kind möchte ich die Erfahrung ersparen, wie ich ihm im Übrigen alle nicht netten Erfahrungen ersparen möchte, die ich gemacht habe.Und nein, nicht immer gelingt das und manchmal rutscht mir auch etwas heraus, das ich als Kind gehasst habe. Das ist dann keine Katastrophe, ich entschuldige mich und versuche dann weiter, es zu verhindern und mir zu überlegen, was ich anders machen kann. (Alternative Verhaltensweisen zur erlebten Erziehung kommen ja nicht einfach so, sondern man musss - tja: reflektieren.) Ich empfinde mich deswegen nicht als "ober-reflektierte Mustermami", ich denke einfach darüber nach, wie ich bestimmte Dinge vermeiden kann, von denen ich aus Erfahrung weiß, dass sie schaden können. (Loben und wenn-dann-Sätze gehören nicht dazu.) Beim Essen kommt dann noch die Expertenmeinung dazu, siehe den Link zu dem Buch, den ich vor ein paar Seiten gepostet habe. Ich weiß, dass es nicht leicht nachvollziehbar ist, wenn man selbst positive Erfahrungen mit dem Probieren gemacht hat, dass andere Menschen auch schon eine Bitte nach dem Probieren als zu viel empfinden. Hier haben jetzt aber schon eine Reihe von Leuten gepostet, die auch mit der Bitte nach Probieren Probleme hatten oder haben - ich hätte es als Zeichen des Respekts empfunden, wenn man das dann nicht mit einer Schmähung (und "ober-reflektierte Mustermami, die jedes Wort auf die Goldwaage legt" kommt dem sehr nahe) abtut und stattdessen den eigenen, natürlichen Umgang mit den Kindern propagandiert. (Überraschenderweise gehe ich auch einfach natürlich mit meinem Kind um. Es muss dabei nur einfach natürlich nicht probieren.
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Lösche Benutzer 5914
Re: Probieren einfordern ja oder nein
Mein Posting bezog sich nicht auf das Thema probieren/nicht probieren im engeren Sinne, sondern darauf, dass schon ein "schade" mein Kind unter Druck setzen und ein "ich will" meinerseits verstören kann. SO reflektiert, dass ich jedes Wort überlege und bewusst zum Wohl meines Kindes einsetze, kann ich einfach nicht sein. Da würde ich an der Aufgabe "Erziehung" echt verzweifeln.
- Sarafina
- alter SuT-Hase
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Re: Probieren einfordern ja oder nein
Miffi, ich fand das Posting von Sina toll in der Gesamtheit, nicht im Speziellen auf Probieren bezogen. Ich denke, ich habe sie da schon richtig verstanden und fand es eben gut, dass sie eine realistische, lebensnahe Darstellung des Miteinanders geschildert hat, wie es bei uns zu Hause z.B. auch stattfindet.
LG,
Sarafina mit 3 Kindern (2008, 2010 und 2013)
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Lösche Benutzer 5914
Re: Probieren einfordern ja oder nein
Und DOCH! Ich kann nachvollziehen, dass schlechte Erfahrungen in dieser Hinsicht das Verhalten dem Kind gegenüber dahin prägen, dass man dem Probieren gegenüber vorsichtig ist. Habe ich mehrmals betont. Man kann aber auch da bei sich bleiben und anderen zugestehen, dass sie keine schlimmen Erfahrungen dahingehend gemacht haben und bei ihren Kindern auch einen völlig problemlosen Umgang damit wahrnehmen. Denn wir achten ja alle auf unsere Kinder und versuchen sie zu lesen und zu verstehen und zu begleiten. Da müssen sich dann auch die Probieren-Gegner mit Vokabeln wie "Macht", "Zwang" und "Essstörung" zurückhalten, wenn sie die Handhabung ANDERER kommentieren. - Bis hin zu so sinnlosen Anfragen, ob ein 2-Jähriger tatsächlich sooo Leiter-kompetent ist... Was soll das?
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Lösche Benutzer 14500
Re: Probieren einfordern ja oder nein
Wie gesagt: andere Menschen hat das Wort "schade" unter Druck gesetzt, weshalb sie es jetzt vermeiden. Gut, dass du diese Erfahrung nicht machen musstest. Andere haben sie gemacht und wollen sie ihren Kindern ersparen. Ich finde das weder schwierig umzusetzen, noch schwierig zu verstehen.talismama hat geschrieben:Mein Posting bezog sich nicht auf das Thema probieren/nicht probieren im engeren Sinne, sondern darauf, dass schon ein "schade" mein Kind unter Druck setzen und ein "ich will" meinerseits verstören kann. SO reflektiert, dass ich jedes Wort überlege und bewusst zum Wohl meines Kindes einsetze, kann ich einfach nicht sein. Da würde ich an der Aufgabe "Erziehung" echt verzweifeln.
Im Übrigen empfinde ich Erziehung nicht als meine Aufgabe, es ist etwas, das passiert - und, wie gesagt, bei Dingen, die ich als Kind problematisch fand oder jetzt mit meinem Kind/für mein Kind problematisch finde, überlege ich mir, wie ich das ändern kann. Mehr ist es nicht.
Auch bei Menschen, die "schade" oder "Ich will, dass du probierst" vermeiden, geht es vermutlich realistisch und lebensnah zu, Untote und Zombiefamilien mal ausgenommen. Das Vermeiden von Dingen, die einem selbst in der Kindheit Kummer bereitet haben fürht doch nicht zu einem formalisierten, starren Umgang miteinander! (Deswegen ist ja das Reflektieren so wichtig - in der Situation handelt man nämlich intuitiv und schnell. Mein Kind wartet leider nicht, bis ich mir überlegt habe, was ich zu ihm sagen will. Ich muss mir da schon vorherh was zurecht legen, wenn ich bestimmte Dinge vermeiden will.)Sarafina hat geschrieben:Miffi, ich fand das Posting von Sina toll in der Gesamtheit, nicht im Speziellen auf Probieren bezogen. Ich denke, ich habe sie da schon richtig verstanden und fand es eben gut, dass sie eine realistische, lebensnahe Darstellung des Miteinanders geschildert hat, wie es bei uns zu Hause z.B. auch stattfindet.
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Lösche Benutzer 14500
Re: Probieren einfordern ja oder nein
Das soll sagen, dass aus "Süßigkeiten instrumentalisieren" Essstörungen entstehen können (schönen Gruß von meiner an dieser Stelletalismama hat geschrieben:Und DOCH! Ich kann nachvollziehen, dass schlechte Erfahrungen in dieser Hinsicht das Verhalten dem Kind gegenüber dahin prägen, dass man dem Probieren gegenüber vorsichtig ist. Habe ich mehrmals betont. Man kann aber auch da bei sich bleiben und anderen zugestehen, dass sie keine schlimmen Erfahrungen dahingehend gemacht haben und bei ihren Kindern auch einen völlig problemlosen Umgang damit wahrnehmen. Denn wir achten ja alle auf unsere Kinder und versuchen sie zu lesen und zu verstehen und zu begleiten. Da müssen sich dann auch die Probieren-Gegner mit Vokabeln wie "Macht", "Zwang" und "Essstörung" zurückhalten, wenn sie die Handhabung ANDERER kommentieren. - Bis hin zu so sinnlosen Anfragen, ob ein 2-Jähriger tatsächlich sooo Leiter-kompetent ist... Was soll das?
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Lösche Benutzer 5914
Re: Probieren einfordern ja oder nein
Ja, das schimmert hier und in sämtlichen anderen Threads mit ähnlichen Themen überall durch: Fehlverhalten meinerseits kann meine Kinder traumatisieren, verstören oder zumindest negativ prägen. Deswegen möchte ich aber nicht zu jedem Thema ein Buch lesen und mich bei jedem Problem meiner Kinder ängstlich fragen, was ich um Himmels Willen falsch gemacht habe!