Gartenplanung 2024

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Tyaris
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Re: Gartenplanung 2024

Beitrag von Tyaris »

Interessant. Wir haben die auch im Garten. Und gepflegt wird da weniger. Also ein bis zweimal im Jahr wird unten abgemäht. Aber eigentlich macht die keine Probleme. Blüht schön. Ist soweit ich weiß heimisch. Macht ein schönes "Gestrüpp" indem sich die Igel und andere Tiere gerne rin verstecken.
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Dickkopf-Mama
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Re: Gartenplanung 2024

Beitrag von Dickkopf-Mama »

Es gibt soweit ich weiß unterschiedliche Waldrebenformem.
Bei Manufactum gab es vor 30 Jahren jede Menge unterschiedliche sehr schön blühende. Die die wir im Garten hatten hat ganz unauffällig geblüht war aber vom Wuchergrad durchaus mit dem Knöterich unserer damaligen Vermieterin vergleichbar.
Liebe Grüße von Meike mit drei Dickköpfen ( * 2007),( * 2010) und (*2013)
Elena
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Re: Gartenplanung 2024

Beitrag von Elena »

Dickkopf-Mama hat geschrieben: 20.10.2024, 08:19 Es gibt soweit ich weiß unterschiedliche Waldrebenformem.
Ja, ganz, ganz viele. Es gibt viele gezüchtete Sorten, die meist dekorativ blühen und nicht alles plattwachsen. Das ist ja eigentlich immer so - die Wildform hat meistens unauffällige Blüten und wächst fleißig, aber für den Garten werden dann dekorativer blühende Sorten gezüchtet, die sich nicht so stark ausbreiten. Bei Wikipedia gibt es ein eindrucksvolles Bild von einem Waldreben-Dschungel:
https://de.wikipedia.org/wiki/Gew%C3%B6 ... chaden.JPG

Und klar, Bienenmagnet stimmt sicher. Genau wie Efeu, Löwenzahn und Co. Da muss man einfach schauen, ob und wo man das im Garten haben möchte. Das größte Problem beim Insektensterben in Bezug auf Hausgärten ist vermutlich nicht die Eindämmung von starkwüchsigen Wildformen in Gärten, sondern die eintönigen "gepflegten" Rasenflächen ohne ökologischen Nutzen.
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Elena
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Re: Gartenplanung 2024

Beitrag von Elena »

Vielleicht kannst du eine Clematis montana an die Thuja pflanzen. :mrgreen: Die blüht wunderbar, ist pflegeleicht und durchaus wüchsig, aber nicht so krass.
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Tyaris
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Re: Gartenplanung 2024

Beitrag von Tyaris »

Elena hat geschrieben: 20.10.2024, 14:35
Dickkopf-Mama hat geschrieben: 20.10.2024, 08:19 Es gibt soweit ich weiß unterschiedliche Waldrebenformem.
Ja, ganz, ganz viele. Es gibt viele gezüchtete Sorten, die meist dekorativ blühen und nicht alles plattwachsen. Das ist ja eigentlich immer so - die Wildform hat meistens unauffällige Blüten und wächst fleißig, aber für den Garten werden dann dekorativer blühende Sorten gezüchtet, die sich nicht so stark ausbreiten. Bei Wikipedia gibt es ein eindrucksvolles Bild von einem Waldreben-Dschungel:
https://de.wikipedia.org/wiki/Gew%C3%B6 ... chaden.JPG

Und klar, Bienenmagnet stimmt sicher. Genau wie Efeu, Löwenzahn und Co. Da muss man einfach schauen, ob und wo man das im Garten haben möchte. Das größte Problem beim Insektensterben in Bezug auf Hausgärten ist vermutlich nicht die Eindämmung von starkwüchsigen Wildformen in Gärten, sondern die eintönigen "gepflegten" Rasenflächen ohne ökologischen Nutzen.
Doch, das ist auch ein großes Problem. Und gefühlt eines, das viele gar nicht kennen. Honigbienen sind Generalisten, die holen sich überall Nektar und Pollen, wo sie welche bekommen können. Die aller meisten unserer Wildbienen hingegen sind Spezialisten und haben sich auf ihre Pflanzenart festgelegt. Die finden eben nicht überall Nahrung. Und da können noch so viele Blumen im Garten stehen, wenn es nicht die passenden heimischen Arten sind, hilft das denen nicht. Die "bienenfreundlichen" Pflanzen nutzen im besten Fall den Honigbienen, im schlimmsten Fall nur der Gewinnmarge der Verkäufer.
Dazu kommt noch, dass gezüchtete Sorten oft gefüllt sind oder auch einfach so weniger Pollen/Nektar haben, weil das eben nicht das Ziel der Züchtung ist. Und selbst andere Farben reichen teilweise schön aus, dass die Bienen "ihre" Pflanzen nicht mehr erkennen.
Und für Artenvielfalt braucht es eben mehr wie nur Honigbienen. Selbst in den nicht Zierrasen/Kieswüste Gärten, bei denen die Besitzer sich oft Mühe geben und "bienenfreundlich" gärtnern. Die meisten Pflanzen dort sind trotzdem Neophyten und daher für Wildbienen praktisch nutzlos. Dazu kommen dann noch die invasiven Arten, die sich aus den Privatgärten heraus in der freien Wildbahn vermehren und dort die heimischen Arten verdrängen. Bestes Beispiel übrigens Sommerflieder. Gefühlt steht der in nahezu jedem Garten "für die Bienen und Schmetterlinge". Wie schädlich er eigentlich ist, ist kaum jemandem bewusst. Und da gibt's noch viele weitere... Götterbaum, viele Astern, kanadische Goldrute uvm.
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Elena
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Re: Gartenplanung 2024

Beitrag von Elena »

Entschuldige, da hast du natürlich völlig recht. Das wollte ich auch gar nicht in Frage stellen, ich habe das blöd formuliert. Mir ging es darum, dass nach meiner Beobachtung die meisten Hausgärten zu mindestens 50% aus Rasenflächen bestehen, selbst wenn die Besitzer eigentlich insektenfreundlich gärtnern wollen. Es fehlt schlicht das Wissen und auch die Fantasie, wie ein Garten sonst noch aussehen könnte. Die deutsche Garten"kultur" ist eben meistens Rasen, drei Büsche drauf, eine Rose am Haus, bisschen Nutzgarten, drei Blumenkübel auf der großen, versiegelten Terrasse. Und gekauft wird im Gartencenter um die Ecke, wo als "bienenfreundlich" gekennzeichnete Pflanzen mit Pestiziden belastet sind.

Staudenbeete, Blumenwiesen, Steingärten, Einjährige etc. brauchen Wissen und Pflege, sind aber bei entsprechend investierter Zeit sehr viel artenreicher als ein Garten mit z.B. schwerem Lehmboden, in dem man der Natur einfach freien Lauf lässt. Würde ich hier nicht viel machen, würden praktisch nur Klee und Löwenzahn wachsen. Ich bin gar nicht gegen heimische Arten, im Gegenteil. Ich möchte nur vor sehr stark wüchsigen Wildformen warnen. Da würde ich zumindest überlegen, WO das stehenbleiben darf - und die oben erwähnte Waldrebe hat bei mir trotzdem keine Chance, weil sie einfach extrem ist, während ich z.B. viel altes Efeu in einer wilden Waldecke habe und sehr schätze. Das erfordert auch sehr viel Pflege, weil es sich versamt und durch Ausläufer ausbreitet, aber da nehme ich das in Kauf.
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Tyaris
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Re: Gartenplanung 2024

Beitrag von Tyaris »

Elena hat geschrieben: 20.10.2024, 18:07 Entschuldige, da hast du natürlich völlig recht. Das wollte ich auch gar nicht in Frage stellen, ich habe das blöd formuliert. Mir ging es darum, dass nach meiner Beobachtung die meisten Hausgärten zu mindestens 50% aus Rasenflächen bestehen, selbst wenn die Besitzer eigentlich insektenfreundlich gärtnern wollen. Es fehlt schlicht das Wissen und auch die Fantasie, wie ein Garten sonst noch aussehen könnte. Die deutsche Garten"kultur" ist eben meistens Rasen, drei Büsche drauf, eine Rose am Haus, bisschen Nutzgarten, drei Blumenkübel auf der großen, versiegelten Terrasse. Und gekauft wird im Gartencenter um die Ecke, wo als "bienenfreundlich" gekennzeichnete Pflanzen mit Pestiziden belastet sind.

Staudenbeete, Blumenwiesen, Steingärten, Einjährige etc. brauchen Wissen und Pflege, sind aber bei entsprechend investierter Zeit sehr viel artenreicher als ein Garten mit z.B. schwerem Lehmboden, in dem man der Natur einfach freien Lauf lässt. Würde ich hier nicht viel machen, würden praktisch nur Klee und Löwenzahn wachsen. Ich bin gar nicht gegen heimische Arten, im Gegenteil. Ich möchte nur vor sehr stark wüchsigen Wildformen warnen. Da würde ich zumindest überlegen, WO das stehenbleiben darf - und die oben erwähnte Waldrebe hat bei mir trotzdem keine Chance, weil sie einfach extrem ist, während ich z.B. viel altes Efeu in einer wilden Waldecke habe und sehr schätze. Das erfordert auch sehr viel Pflege, weil es sich versamt und durch Ausläufer ausbreitet, aber da nehme ich das in Kauf.
Da hast du natürlich auch recht. Aber ich befürchte, es geht noch einen Schritt weiter. Also zumindest wenn ich mich hier im Bekanntenkreis/bei den Nachbarn und auch teils hier bei einigen Diskussionen umsehe. Selbst die, die viele Blumen/Stauden usw. haben, gerne im Garten was machen und viel " für die Bienen" pflanzen... haben letztendlich doch mehrheitlich Neophyten, nicht selten auch invasive Arten dabei und kaum heimische Arten oder gar Wildformen. Und leider helfen solche Gärten trotz ihrer Bemühungen den Wildbienen nicht, weil es eben keine passenden Pflanzen gibt. Und viel schlimmer noch, sich die invasiven Arten gehegt und gepflegt weiter verbreiten können. Auch außerhalb der Gärten. Will nur keine hören/wahrhaben. Weil schließlich steht doch bienenfreundlich drauf und es sind viele bunte Blüten da...

Also keine Frage, jeder soll seinen Garten so gestalten, wie es ihm gefällt. Aber vieles ist dann leider gut gedacht, aber letztendlich (oft auch aus Unwissenheit) schlecht gemacht.
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Re: Gartenplanung 2024

Beitrag von RegenbogenSchweinchen »

Tyaris hat geschrieben: 20.10.2024, 18:54
Elena hat geschrieben: 20.10.2024, 18:07 Da hast du natürlich auch recht. Aber ich befürchte, es geht noch einen Schritt weiter. Also zumindest wenn ich mich hier im Bekanntenkreis/bei den Nachbarn und auch teils hier bei einigen Diskussionen umsehe. Selbst die, die viele Blumen/Stauden usw. haben, gerne im Garten was machen und viel " für die Bienen" pflanzen... haben letztendlich doch mehrheitlich Neophyten, nicht selten auch invasive Arten dabei und kaum heimische Arten oder gar Wildformen. Und leider helfen solche Gärten trotz ihrer Bemühungen den Wildbienen nicht, weil es eben keine passenden Pflanzen gibt. Und viel schlimmer noch, sich die invasiven Arten gehegt und gepflegt weiter verbreiten können. Auch außerhalb der Gärten. Will nur keine hören/wahrhaben. Weil schließlich steht doch bienenfreundlich drauf und es sind viele bunte Blüten da...

Also keine Frage, jeder soll seinen Garten so gestalten, wie es ihm gefällt. Aber vieles ist dann leider gut gedacht, aber letztendlich (oft auch aus Unwissenheit) schlecht gemacht.
Ich gebr dir recht. Es ist aber auch teilweise wirklich schwer.
Ich habe zum Beispiel vor 7 Jahren den Garten angelegt und wollte ihn unbedingt Bienenfreundlich haben. Und bin auch genau in diese Falle reingetappt. Ich habe drauf geachtet das ich Pflanzen gekauft habe die Bienenfreundlich drauf stehend hatten, habe auf ubgefüllte Sorten geachtet und das ganzjährig was blüht. Jetzt habe ich einen Vorgarten bepflanzt mit wirklich vielen Blumen. Und sehr viele sind halt für die Wildbienen doch nicht toll.
Dazu kam das ich Ableger und aus gartenauflösungen Pflanzen von bekannten bekam. Da hab ich schon nur das eingepflanzt was ich als bienenfreundlich erkennen konnte (wie ich dachte).
Und nun weiß ich das ich tolle Pflanzen habe die Nektar und Pollen liefern, und das ums ganze Jahr rum, aber den wildbienen helfen viele nicht.

Ich lasse jedes Jahr größere Flächen wild wachsen und da wächst einheimische Wildwiese, hab dieses Jahr zum Beispiel gegen den Wiederstand meines Mannes diese ausländische Kamille entfernt die invasive ist. Aber am schlimmsten ist der Wiederstand aus Familie und Nachbarschaft die eine Wiese mit Wilder Möhre etc. Schrecklich finden. Es ist so anstrengend.

Und dann noch der schmetterlingsflieder und der flieder, den ich gerne ausgraben würde (der schmetterlingsflieder wuchert einfaxh so sehr) aber mein Mann findet ihn schön und er war aus dem Garten seiner Oma.

Es ist wirklich ein Kampf. Zudem habe ich nicht so viel Zeit wie ich gerne investieren würde. Einfaxh anstrengend
Lieben Gruß vom RegenbogenSchweinchen
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Re: Gartenplanung 2024

Beitrag von GemeineEsche »

Tyaris hat geschrieben: 20.10.2024, 18:54
Hast du dazu weitere Quellen, also am besten ne abschließende Liste, was man pflanzen müsste wenn das die Kriterien sind?
Ich werde ab nächstem Jahr hoffentlich den Garten anlegen und wenn man schon von (fast) 0 beginnt...
Ich möchte vom Balkon nur eine Blaubeere, eine Himbeere und drei Erdbeerpflanzen übernehmen.
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Re: Gartenplanung 2024

Beitrag von Bani »

Ich finde die Diskussion hier gerade sehr interessant, weil ich einen Nachfolger für eine Forsythie suche. Es soll insektenfreundlich sein und wegen der Anstösse hier habe ich nach heimischen Sträuchern gesucht. Ich bin bei allen möglichen Wild-/Heckenrosen gelandet.
Ich fand Naturadb ganz gut, da kann man z.B. nach „heimisch“ filtern und die ganzen Neophyten fliegen raus.
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Jeder spinnt auf seine Weise, der eine laut, der andere leise. Joachim Ringelnatz
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