Seite 115 von 198
Re: Gartenplanung 2022
Verfasst: 13.06.2022, 07:53
von Elena
Dickkopf-Mama hat geschrieben: 13.06.2022, 06:46
Meine Schwester hat auch Lehmboden, der knüppelhart wird.
Wenn du da an den wenig bewachsenen Stellen Wasser drauf kippt hilft das nur in den oberen cm. Sie hat letztes Jahr dann als der Boden zu hart war mit den langen Bohrern von der Haussanierung 30 m Tiefe Löcher in die Erde gebohrt und darüber dann bewässert.
Man kommt schon auch tiefer mit dem Wasser, wenn man Geduld hat. ich mache es so ähnlich wie deine Schwester, wenn ich tief graben muss (wir haben auch krassen Lehmboden): Erstmal wässere ich 10 Minuten, dann grabe ich Schlitze oder steche mit der Grabegabel Löcher, dann wässere ich wieder und so weiter. Das ist schon Arbeit, aber man kann ja, während man wässert, was anderes machen - ist ja immer was zu tun.
Aber am aller wichtigsten ist es dann viel Kompost unterzumischen, sonst bringt alles wässern nichts. Die nächste Trockenphase kommt bestimmt.
Da mag ich dick unterschreiben. Ich mache das jetzt seit 7 Jahren hier und es ist deutlich besser. Schlimm ist es, wenn ich an Stellen, wo seit 60 Jahren Rasen ist und ich dementsprechend noch nichts am Boden getan habe, ein Beet anlegen will.

Re: Gartenplanung 2022
Verfasst: 13.06.2022, 07:59
von daisy
Rigolen kannte ich noch nicht. Wieder was gelernt.
Das scheint mir das ultimative Gegenstück zum "no dig"
Elena. Schau doch mal, wie Marie von Wurzelwerk so ein Beet auf Rasen anlegt.
Re: Gartenplanung 2022
Verfasst: 13.06.2022, 08:01
von Lösche Benutzer 7240
Wenn ich mir eure Kompostgeschichten so anschaue, will ich vielleicht doch keinen Kompost im Garten haben
(Wir haben peinlicherweise immer noch keinen)
Re: Gartenplanung 2022
Verfasst: 13.06.2022, 11:21
von Elena
daisy hat geschrieben: 13.06.2022, 07:59
Rigolen kannte ich noch nicht. Wieder was gelernt.
Das scheint mir das ultimative Gegenstück zum "no dig"
Elena. Schau doch mal, wie Marie von Wurzelwerk so ein Beet auf Rasen anlegt.
Meinst du so?
https://www.wurzelwerk.net/2020/10/31/g ... -umgraben/
Danke für den Blogtip!

So habe ich ein Kartoffelbeet angelegt vorletztes Jahr, allerdings habe ich da ein halbes Jahr Flächenkompost auf der Pappe betrieben. Aber dieses Frühjahr wollte ich in einer Ecke ein Stück Rasen in Blumenwiese verwandeln, mit etwas abgemagertem Boden. Da wäre Kompost nicht das Richtige gewesen. Und ich wollte es auch lieber bodengleich haben, Baumstammumrandungen hatte ich mal bei einem Hügelbeet (inzwischen sind sie weitgehend verrottet) und finde ich schön, aber das sind fiese Schneckenverstecke. Ich habe dann also schon die Grasnarbe abgetragen und zumindest 8 cm tief umgegraben, um Sand einzuarbeiten.
Bei bereits angelegten Beeten bin ich auch weitgehend für "no dig". Und zwei Spaten tief umgraben geht gaaaar nicht. *schwitz* Wir haben mal Weidenruten fast 2 Spaten tief eingegraben, das war schon krass genug. Grundsätzlich bin ich ja zunehmend dafür, die Pflanzung weitgehend dem vorhandenen Boden anzupassen und nicht alles komplett umzukrempeln. Und die Pflanzen, die ich unbedingt haben will, die aber mit dem Boden nicht zurechtkommen, müssen dann eben in Kübel, Hochbeete oder Hügelbeete.
Ich habe eine sehr freudige Nachricht: Ich werde am Wochenende spätestens die erste Zucchini ernten. Sie ist schon 6 cm lang! In meinem einen Hochbeet sind die dieses Jahr megagut geworden und ich werde eine riesige Schwemme haben...
Re: Gartenplanung 2022
Verfasst: 13.06.2022, 11:23
von Elena
carolina hat geschrieben: 13.06.2022, 08:01
Wenn ich mir eure Kompostgeschichten so anschaue, will ich vielleicht doch keinen Kompost im Garten haben
Ich weiß gar nicht, was wir ohne Kompost machen würden! Eine Biotonne (haben wir nicht) würde niemals reichen für die Gartenabfälle, ich müsste bei jeder größeren Schneidaktion das Grünzeug wegfahren. Und im Gegenzug müsste ich tonnenweise Erde und Dünger kaufen... Ich kaufe auch so immer noch ein paar Säcke Erde jedes Jahr und will davon weg. Bei mir verlässt kein Gramm Biomasse den Garten, wenn ichs verhindern kann.

Re: Gartenplanung 2022
Verfasst: 13.06.2022, 12:35
von königsmadl
daisy hat geschrieben: 13.06.2022, 07:59
Rigolen kannte ich noch nicht. Wieder was gelernt.
Das scheint mir das ultimative Gegenstück zum "no dig"
Elena. Schau doch mal, wie Marie von Wurzelwerk so ein Beet auf Rasen anlegt.
Man könnte auch mit einer Igelwalze drüber gehen und anschließend absanden. Das ist nicht so schweißtreibend wie fräsen oder "mal eben umgraben".
Oder wir tauschen den Boden zur Hälfte.
Bei uns muss man ewig buddeln, um ein 10cm Löchern zu bekommen. Der Sand ist so fein und rutschig, da hat das Loch nachher bei 10cm Tiefe einen 1m Durchmesser

Einen Teil Lehm im Boden wäre da klasse

Re: Gartenplanung 2022
Verfasst: 13.06.2022, 13:10
von bella27
königsmadl hat geschrieben: 13.06.2022, 12:35
daisy hat geschrieben: 13.06.2022, 07:59
Rigolen kannte ich noch nicht. Wieder was gelernt.
Das scheint mir das ultimative Gegenstück zum "no dig"
Elena. Schau doch mal, wie Marie von Wurzelwerk so ein Beet auf Rasen anlegt.
Man könnte auch mit einer Igelwalze drüber gehen und anschließend absanden. Das ist nicht so schweißtreibend wie fräsen oder "mal eben umgraben".
Oder wir tauschen den Boden zur Hälfte.
Bei uns muss man ewig buddeln, um ein 10cm Löchern zu bekommen. Der Sand ist so fein und rutschig, da hat das Loch nachher bei 10cm Tiefe einen 1m Durchmesser

Einen Teil Lehm im Boden wäre da klasse
Wir können gerne Erde tauschen.
Wir haben noch ein Berg lehmboden vom ausheben der Baugrube.
Ich würde ich gerne etwas sandigen boden nehmen

Re: Gartenplanung 2022
Verfasst: 13.06.2022, 14:47
von Batinka
zierfisch hat geschrieben: 13.06.2022, 06:45
Man hat halt die Wahl zwischen extrem hart und durch das Wasser extrem schwer...
Genau. Es gibt etwa fünf Tage im Jahr, an denen dieser Boden vernünftig zu bearbeiten ist. Auch in den gut mit Kompost und Gemüseanbau genutzten Bereichen, in den Beeten erst recht nicht. Wässern hilft, dauert aber Tage, bis es eben die richtige Balance zwischen Beton und Matsch hat.
Re: Gartenplanung 2022
Verfasst: 13.06.2022, 15:25
von schlangengurke
Batinka hat geschrieben: 13.06.2022, 14:47
zierfisch hat geschrieben: 13.06.2022, 06:45
Man hat halt die Wahl zwischen extrem hart und durch das Wasser extrem schwer...
Genau. Es gibt etwa fünf Tage im Jahr, an denen dieser Boden vernünftig zu bearbeiten ist. Auch in den gut mit Kompost und Gemüseanbau genutzten Bereichen, in den Beeten erst recht nicht. Wässern hilft, dauert aber Tage, bis es eben die richtige Balance zwischen Beton und Matsch hat.
Hast du Tonboden?
Re: Gartenplanung 2022
Verfasst: 13.06.2022, 15:43
von zierfisch
Also ich hatte hier vorm Bau ein Bodengutachten machen müssen, Lehm. Außerdem Lehm. Und ein paar Steine. Aber hauptsächlich Lehm.