Zuckerfrei(er) leben!
Moderator: britje
- Berenike
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Re: Zuckerfrei(er) leben!
Ja genau. In meiner Erziehung (und schon der meiner Mutter! da noch mehr!) war "etwas Süßes geben" (oder später "sich nehmen") gleichgesetzt mit "sich/anderen etwas Gutes tun". Nicht immer unbedingt Belohnung für eine Leistung, sondern auch einfach so. Weil man sich dann "freut". Oder zum Entspannen. Weil Wochenende ist usw. Und DAS krieg ich so schwer raus; und zwar noch schwerer bei meiner Tochter als bei mir selbst.
Ich habe eine Tochter (01/14) und einen Sohn (10/16).
- Mutterhenne
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Re: Zuckerfrei(er) leben!
Das kenne ich sehr gut...
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Grüße von der Henne
mit Superheldin (09/2013), Piepselchen (11/2018) und den Schutzengel-* (März 2012, November 2017, April 2021)
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Lösche Benutzer 18726
Re: Zuckerfrei(er) leben!
Genau mein Problem! Den körperlichen Entzug stehe ich (jedes Mal) recht schnell und anstandslos durch. Aber dann meine antrainierten Gewohnheiten und Verhaltensweisen zu ändern, ist verdammt schwer. Und genau daran bin ich bisher immer gescheitert.Mutterhenne hat geschrieben: Naja, Zucker bzw. Süßkram ist doch die klassische Belohnung: "Wenn Du xy tust, gibt es ein Eis!" So habe ich Berenikes Post verstanden. Süßes="Sich mal was gönnen/was Gutes tun" ist eine Verkopplung, die u.U. nicht einfach durch eine bewusste Entscheidung zu lösen ist, glaube ich.
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vivi
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Re: Zuckerfrei(er) leben!
Aah, jetzt verstehe ich dich erst wirklich. Da hab ich wohl den Vorteil, dass bei uns nie Süßigkeiten als Belohnung verwendet wurden , deshalb hab ich auch nicht ganz verstanden, was du meinst . Ich sehe Süßigkeiten eher als- " ich gönne mir mal was " oder eher es gehört einfach dazu. Bei der Erziehung spielte das bisher nie eine Rolle, nur dass ich darauf geachtet habe, dass nicht so zeitnah zur nächsten Mahlzeit genascht wird , aber zu Ostern/ Weihnachten gab es auch viele Ausnahmen- ich war da gar nicht streng und eher so eingestellt, dass sie sich selbst regeln soll :-/ Hat nur nicht geklappt.Berenike hat geschrieben:Ja genau. In meiner Erziehung (und schon der meiner Mutter! da noch mehr!) war "etwas Süßes geben" (oder später "sich nehmen") gleichgesetzt mit "sich/anderen etwas Gutes tun". Nicht immer unbedingt Belohnung für eine Leistung, sondern auch einfach so. Weil man sich dann "freut". Oder zum Entspannen. Weil Wochenende ist usw. Und DAS krieg ich so schwer raus; und zwar noch schwerer bei meiner Tochter als bei mir selbst.
vivi mit der großen Zuckermaus Jan '07 und der kleinen Strahlemaus März ' 14
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Grünfrosch
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Re: Zuckerfrei(er) leben!
Ja, da gehts mir wie vivi, ich habe das auch nicht recht verstanden. Süßes als Belohnung war bei uns glücklicherweise auch nie ein Muster. Eher das "wir setzen uns jetzt alle gemütlich zusammen, trinken Tee und essen Kuchen". Gemütlichkeitsessen also.
Damit habe ich aber kein Problem, wir sitzen noch immer gern zusammen, die Kinder trinken gerne Tee und ab und zu backe ich auch Kuchen, das geht ja auch ohne Zucker wunderbar. Alles im Lot, würde ich sagen. 
Große Maus 08/10 und kleine Maus 08/13
- Berenike
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Re: Zuckerfrei(er) leben!
Ganz ehrlich? Meine Kuchen-ohne-Zucker-Varianten haben mich nicht überzeugt, da ich ja auch keinen Süßstoff verwende
Dafür ess ich ja (offiziell, ähäm) nur an einem Tag/Woche Zucker. Und fürs Kind würde so was wie "nur am Wochenende" ja auch vollkommen reichen, aber das schaff ich nie. Und wenn doch, kommt mein mitm Keks um die Ecke
Gemütlichkeitsessen hatten/haben wir natürlich auch. Das ist ja auch was Anerzogenes, dass es ohne Kuchen "ungemütlich" ist...
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Luzia
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Re: Zuckerfrei(er) leben!
Ich finde Waffeln ohne Zucker schon gewöhnungsbedürftig, denn irgendwas in mir ist daran gewöhnt, dass Waffeln süß schmecken müssen. Kuchen ohne Zucker zu backen, traue ich mich gar nicht. Der würde auch garantiert von den anderen Familienmitglieder verschmäht werden. In Situationen, wo ich früher ein paar Kekse gegessen hätte, z.B. heißhungrig am Nachmittag, esse ich jetzt gerne Brot mit Nussmus.
Gestern habe ich leider gemeint, ich müsse eine zweite Scheibe essen, die aber mit Zartbittercreme. Einerseits war ich sehr enttäuscht: Die anfangs für mich recht bitter schmeckende Creme war pappsüß. Und verglichen mit N*t*ll* und Konsorten ist sie ja echt kaum süß. Andererseits war ich froh, dass es mir nicht geschmeckt hat und ich in Zukunft vielleicht die Finger davon lassen werde.
Zuckerfrei lebe ich nicht, wahrscheinlich noch lange nicht und vielleicht sogar nie, aber ich habe bereits sehr stark reduziert und achte beim Einkaufen auf versteckten Zucker. Wenn ich Zucker zu mir nehme, will ich mir wenigstens darüber bewusst sein, dass ich es tue.
Gestern habe ich leider gemeint, ich müsse eine zweite Scheibe essen, die aber mit Zartbittercreme. Einerseits war ich sehr enttäuscht: Die anfangs für mich recht bitter schmeckende Creme war pappsüß. Und verglichen mit N*t*ll* und Konsorten ist sie ja echt kaum süß. Andererseits war ich froh, dass es mir nicht geschmeckt hat und ich in Zukunft vielleicht die Finger davon lassen werde.
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- Mutterhenne
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Re: Zuckerfrei(er) leben!
[quote="Luzia"... und achte beim Einkaufen auf versteckten Zucker. Wenn ich Zucker zu mir nehme, will ich mir wenigstens darüber bewusst sein, dass ich es tue.[/quote]
Das ist mir auch am wichtigsten. Mir geht es eher um bewussten Konsum und Reduktion. Ich finde es erstaunlich, wie wenig Zucker (und auch Salz!) man eigentlich braucht, um etwas als gesüßt (gesalzen) zu empfinden, wenn man sich etwas entwöhnt hat. Mir (und meiner Familie) schmeckt Heferkuchen mit Obst komplett ohne Zucker sehr gut. Dazu selbstgemachte Cashewsahne mit Vanille, auch ohne Zuckerzusatz, hmmmm... Auch Waffeln machen wir ohne Zucker, der Teig darf etwas ziehen zur Geschmackintensivierung. Allerdings wird er mit (von Natur aus leicht süßer) Pflanzenmilch gemacht, ist also nicht zuckerfrei, sondern nur frei von zugesetztem Zucker.
Das ist mir auch am wichtigsten. Mir geht es eher um bewussten Konsum und Reduktion. Ich finde es erstaunlich, wie wenig Zucker (und auch Salz!) man eigentlich braucht, um etwas als gesüßt (gesalzen) zu empfinden, wenn man sich etwas entwöhnt hat. Mir (und meiner Familie) schmeckt Heferkuchen mit Obst komplett ohne Zucker sehr gut. Dazu selbstgemachte Cashewsahne mit Vanille, auch ohne Zuckerzusatz, hmmmm... Auch Waffeln machen wir ohne Zucker, der Teig darf etwas ziehen zur Geschmackintensivierung. Allerdings wird er mit (von Natur aus leicht süßer) Pflanzenmilch gemacht, ist also nicht zuckerfrei, sondern nur frei von zugesetztem Zucker.
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Luzia
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Re: Zuckerfrei(er) leben!
Waffeln mache ich auch (meistens) ohne Zucker und mit Pflanzendrink. Dazu gibt's Fruchtmark. Diese Kombination schmeckt für mich süß.
Aber wie bereits geschrieben, ist meine Schwierigkeit, dass die Kinder mittags in der Kita Essen vom Caterer bekommen, und der kocht "ganz normal". Ihre Geschmacksnerven sind entsprechend beeinflusst.
Ich staune immer über die Foris hier, die Kitas mit hausgekochter Biokost haben. Davon sind wir leider weit entfernt, aber ich versuche trotzdem, meiner Familie zuhause häufig möglichst Gesundes zu servieren.
Aber wie bereits geschrieben, ist meine Schwierigkeit, dass die Kinder mittags in der Kita Essen vom Caterer bekommen, und der kocht "ganz normal". Ihre Geschmacksnerven sind entsprechend beeinflusst.
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- Mutterhenne
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Re: Zuckerfrei(er) leben!
Ich finde es ziemlich schlimm, dass in so vielen KiTas so mittelmäßiges Essen auf den Tisch kommt. Wir hatten zum Glück die Wahl, und ich bin mir bewusst, dass wir da in einer privilegierten Situation sind (unsere KiTa kostet eine Stange Geld, und das kann sich natürlich nicht jede Familie leisten, v.a. mit mehreren Kindern). Ich höre immer wieder vom Ap*et*ito-Essen als KiTa-Standard, möglichst noch in mikrowellentauglichen Schalentabletts serviert...Luzia hat geschrieben:Waffeln mache ich auch (meistens) ohne Zucker und mit Pflanzendrink. Dazu gibt's Fruchtmark. Diese Kombination schmeckt für mich süß.
Aber wie bereits geschrieben, ist meine Schwierigkeit, dass die Kinder mittags in der Kita Essen vom Caterer bekommen, und der kocht "ganz normal". Ihre Geschmacksnerven sind entsprechend beeinflusst.![]()
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