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Re: Wie haben unsere Mütter/Großmütter das geschafft?
Verfasst: 08.03.2025, 22:12
von Sommermama2017
Meeresbrise hat geschrieben: 08.03.2025, 21:07
Bei mehreren Freunden schlafen die Kinder ab Babyalter (die meisten Babys in meinem Umfeld sind Flaschenkinder) regelmäßig bei den Großeltern. Teilweise sogar jedes Wochenende. Absolut unvorstellbar bei uns.
Da kennen wir auch so Leute.
erstens würde ich jedes Wochenende echt nicht wollen. Zweitens: unsere beiden haben bis jetzt zweimal bei den Großeltern geschlafen, die Große davor einmal alleine, da war sie 6. Vorher wollte sie nicht. Und die Kleine ist einerseits mutiger und hatte eben auch mit knapp 4 ihre große Schwester dabei. Nur deswegen ging das.
Re: Wie haben unsere Mütter/Großmütter das geschafft?
Verfasst: 09.03.2025, 06:58
von chriss
Bei uns gibt es viele Familien aus Bosnien die im Balkankrieg geflüchtet sind. Deren Kinder sind die ganzen 9 Wochen Sommerferien bei Großeltern in Bosnien, die Eltern hier arbeiten in der Zwischenzeit, viele Väter immer noch am Bau Mütter in der Gastronomie.
In der Fußball-Gruppe liest man dann: ..... kommt erst zu Schulbeginn wieder zum Training
Re: Wie haben unsere Mütter/Großmütter das geschafft?
Verfasst: 09.03.2025, 07:39
von blauelagune
Meeresbrise hat geschrieben: 08.03.2025, 21:07
Bei mehreren Freunden schlafen die Kinder ab Babyalter (die meisten Babys in meinem Umfeld sind Flaschenkinder) regelmäßig bei den Großeltern. Teilweise sogar jedes Wochenende. Absolut unvorstellbar bei uns.
Ich finde es total erstaunlich, wie nah da offenbar die Großeltern sind. Meine Schwiegermutter ist 650km von uns entfernt! Meinen Eltern habe ich NIEMALS ein Kind zur Betreuung anvertraut und sehr gerne auf jegliche Unterstützung von diesen Menschen verzichtet. Das wäre aber auch aua logistischen Gründen gar nicht gegangen.
Also, Unterstützung durch Großeltern ist absolut nicht Standard. Auch in meinem näheren Umfeld nicht. Da wohnen die Familien in der ganzen Republik verteilt.
Und wie meine Mutter das geschafft hat? Das willst Du gar nicht wissen....
Auf jeden Fall bin ich deutlich belastbarer als meine Mutter. Und ich habe meine Kinder nicht fürs Image bekommen, so wie meine Mutter mich.
Re: Wie haben unsere Mütter/Großmütter das geschafft?
Verfasst: 09.03.2025, 13:07
von Schnecke106
Die Großeltern wohnen bei uns nur durch den Garten entfernt. Die Kinder wollen sehr selten übernachten. Und wenn doch, war es oft genug so, dass sie dann irgendwann zwischen 22 - 3 Uhr einfach wieder nach Hause kommen

Re: Wie haben unsere Mütter/Großmütter das geschafft?
Verfasst: 09.03.2025, 18:35
von Kieselstein
Meine Mutter will ja andauernd, dass das Kind da allein schläft…Ich hab keine Ahnung warum eigentlich. Ich glaub, die will einfach das Kind kuscheln oder so (hat sie so ähnlich mal gemeint, als das Kind noch Mini war. Ich finde das irgendwie strange). Also, von meiner Seite gibt’s das nicht. Wäre auch viel zu viel hin und her. Wir kommen gemeinsam da hin, schlafen da auch mal. Aber allein ist für uns total sinnfrei.
Re: Wie haben unsere Mütter/Großmütter das geschafft?
Verfasst: 09.03.2025, 18:57
von GemeineEsche

meine Schwiegermutter hat bei solchen Vorschlägen immer betont, dass wir dann mal Zeit für uns hätten - wie viele Enkel sie wohl will??

Re: Wie haben unsere Mütter/Großmütter das geschafft?
Verfasst: 09.03.2025, 19:13
von Schnecke106
Wir genießen das schon, wenn die Kinder mal da schlafen. Zu zweit essen, in Ruhe einen Film gucken, etc.
Und die Kinder und Großeltern genießen das auch. Da darf mal vor dem TV gegessen werden, dann wird viel gekuschelt, morgens der Opa geweckt, opulent gefrühstückt und im Laufe des Tages hat sich dann das Haus der Großeltern in ein Hotel oder einen Supermarkt verwandelt, je nachdem welches Spiel so eingefallen ist.
Re: Wie haben unsere Mütter/Großmütter das geschafft?
Verfasst: 09.03.2025, 19:19
von Valeska
Also ich fänds toll, wenn die Kinder (wenn sie ein bisschen älter sind) mal ein paar Tage bei Oma oder Omi schlafen würden. Endlich mal Me-Time ohne Kinder im Haus ... Das durch Urlaubnehmen wenigstens stundenweise zu erreichen ist dieses Jahr schon 2x gescheitert.
Leider wohnen sie etwas zu weit weg, als dass man das mit einer Zweijährigen schon probieren könnte. Aber in ein paar Jahren, bestimmt ...
Als wir bei Oma waren, hat die Große auch schon mal Omas Bett ausgesucht als es ans Schlafengehen ging ... Oma hat sich gefreut, Kind hat gut geschlafen und warum sollten wir was dagegen haben.
Re: Wie haben unsere Mütter/Großmütter das geschafft?
Verfasst: 09.03.2025, 20:32
von Meeresbrise
Ich glaube es kommt auch hier stark auf die Bubble an, aber bei uns ist es irgendwie so: Du hast ein (gesundes) Kind also beklag dich nicht, sei dankbar und richte dich zu 100 Prozent nach dem Kind. Ich höre das tatsächlich ständig.
Ich spreche nicht mehr darüber, dass die Meeresprinzessin katastrophal schläft. Wenn ich gefragt werde, sage ich mittlerweile: "Sie wacht alle 15 bis 90 Minuten auf, passt schon so" Und trotzdem höre ich dann, dass das mit Baby eben so ist und ich mich einfach zu 100 Prozent auf mein Kind einlassen muss und ein paar Stunden Schlaf am Stück halt nichts ist, was man als Mutter erhoffen darf.
Ich bin mittlerweile so weit, dass ich aus diesem Denken ausbrechen möchte und mich nicht unter Druck setzen lasse. Mehr oder weniger.
Aber eine junge, neue Mutter die das hört, die glaubt das womöglich. Vielleicht ist das auch das, was unsere Mütter Generation gehört hat und es so weiter gibt. Das möchte ich ändern. Wenn die Meeresprinzessin das mal sagt, dann erwidere ich, dass es verdammt anstrengend ist, schicke sie ins Bett und fahre eine große Runde mit dem Kinderwagen

Re: Wie haben unsere Mütter/Großmütter das geschafft?
Verfasst: 09.03.2025, 21:10
von Sabina
Aber was hast du davon dich dagegen zu wehren? Wenn dein Kind schlecht schläft, dann ist das so, ja. Da bleibt dir doch gar nichts anderes übrig als dich 100% darauf einzulassen? Zumindest geht es mir viel besser mit dieser Einsicht als in den ersten Monaten mit K1 als ich dachte ‚ich habe meine Leben kaputt gemacht‘. Spoiler: meine 12 Jährige schläft immer noch grottig. Die 7 Jährige braucht mich jede Nacht noch intensiv. Was würde es mir bringen damit zu hadern oder diese ‚Gedanken zu durchbrechen‘? Ich MUSS mich darauf einlassen. Anders könnte ich gar nicht leben.