Individuum hat geschrieben: 21.06.2018, 18:18
Oh man, jetzt sitze ich hier und weine. Das sind Infos, die ich bisher nicht hatte und nun fühle ich mich als hätte ich es für ihn nur noch schlimmer gemacht.
Nein, das hast Du nicht. Du hast getan, was in dem Moment sinnvoll erschien. Leider hat nicht alles funktioniert. Man findet leider nicht immer gleich die richtige Lösung. Du bist großartig.
Und verzweifelt, weil ich nicht weiß wie ich das mit den Schmerzen hinkriegen soll. (...) Frage mich ob da überhaupt noch irgendwann ein MSR kommt, wenn ich solche Schmerzen habe.
Es ist völlig in Ordnung zeitweise ein stillverträgliches Schmerzmittel wie
Paracetamol oder
Ibuprofen einzunehmen. Ich bin zuversichtlich, dass wir die Schmerzen bald in den Griff bekommen. Die ersten schmerzfreien Tage sehe ich als Omen für bessere Tage. Zwei Schritte vor, einer zurück. Versuche entspannt zu bleiben, nutz die Technik, die Du zum Veratmen der Wehen gelernt hast, denk an sprudelnde Quellen, trink schluckweise Wasser. Das alles hilft dem Milchspendereflex.
Wenn der erste MSR vorbei ist und er dann irgendwann quasi nuckelt ohne dass Milch kommt, wird es für mich halt extrem schmerzhaft. Was mache ich dann?
Wenn er nur nuckelt, nicht saugt, dann löst Du das Vakuum und wechselst die Seite. Wenn er auch da aufhört, kannst Du wieder zurück wechseln. Wechselstillen führt zu mehreren Milchspendereflexen.
Das nächste Andocken und den Anfang vom Stillen werden wir das Video für dich versuchen.
Super.
Ich frage mich ernsthaft was ich noch am Andocken ändern soll.... es kann doch nicht sein, dass wir seit 13 Wochen "zu blöd" für's Stillen sind. Ich fühle mich gerade so unfähig und traurig.
Stillen ist eine Technik, die man lernen muss, das geht nicht nur mit Intuition. Und Euer Weg war ja bisher auch nicht leicht. Aber auch Ihr werdet irgendwann entspannt stillen.
Das mit dem kräftigen Saugen an der Brust ist ja an sich kein Problem. Aber es fühlt sich halt an als ob er dann hauptsächlich mit seiner Zunge reibt und nicht richtig saugt. Weißt du wie ich das meine? Obwohl er die BW eigentlich fest drin hat und sie sich auch nicht rausziehen lässt ohne dass ich das Vakuum löse.
Wurde das Zungenband nach dem Lösen nochmal kontrolliert? Manchmal wächst es auch wieder zusammen.
Ich weiß nicht ob es bei Brustsoor oder Vasospasmus normal ist, dass sich die reibenden Schmerzen halt immer auf Zungenseite befinden. Die rechte BW fühlt sich dann aber auch häufig wie betäubt oder wie ein tatsächlicher Krampf an. Die Osteopathin hatte ihm den Finger in den Mund gesteckt und gemeint, dass die Zungenmotorik gut ist.
Ich weiß nicht inwiefern sie das beurteilen kann. Es klingt für mich jedenfalls so als wäre die Zunge eingeschränkt und die Brustwarze sitzt nicht am weichem, sondern am harten Gaumen.
Was mir jetzt auffällt: du schreibst: saugen - MSR - schlucken - saugen usw...
Bei ihm ist es aber so: saugen, MSR, schlucken, saugen, schlucken, saugen, schlucken, saugen... usw usw usw.. Die gesamte Mahlzeit. Also er saugt eigentlich immer und schluckt abwechselnd.. Oder verstehe ich das irgendwie falsch?
Währen des Schluckens saugt das Baby schon weiter, aber es ist nicht so intensiv wie wenn es versucht den Milchspendereflex auszulösen. Ich guck mir das Video an, dann kann ich mehr sagen.
Also ein Baby löst in der Regel an jeder Brust zwei MSR aus bei einer Mahlzeit? Okay, das ist bei uns gar nicht so. Es ist immer eine Brust, ein MSR.
Es sind bis zu 6 Milchspendereflexe und die müssen nicht gleich auf beide Seiten verteilt sein.
Wieso habe ich trotz Blockstillen so viel Milch? Ich mache das seit ca. 10 Wochen und er nimmt immer noch rasant zu, zumindest bis zum letzten Wiegen.
Eine schnelle Zunahme muss nichts mit (zu) viel Milch zu tun haben. Da spielen sehr viele Faktoren rein, nicht nur die Milchmenge.
Also soll die Brust sich auch vor der Mahlzeit weich/leer anfühlen? Wie erkenne ich dann einen Unterschied dazu, wenn sie leer getrunken ist? Also weich ist meine Brust jetzt auch vorher aber ich merke halt an der "Schwere", dass Milch drin ist. Also ich merke zb, dass sich die Brust, die ich zuletzt gegeben habe, etwas leichter und etwas weicher anfühlt.
Im Idealfall fühlt man nur einen leichten Unterschied. Und da die meiste Milch während des Stillens gebildet wird, ist der Füllzustand am Anfang und am Ende unwichtig. Denn die Brust wird niemals völlig leer.