Mutter-Kind-Kur - obligatorische Trennung vom Kind?

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Lauretta
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Re: Mutter-Kind-Kur - obligatorische Trennung vom Kind?

Beitrag von Lauretta »

Ich denke, dass es grundsätzlich kritisch ist, mit sehr kleinen Kindern oder Kindern, din keine außerhäusliche Betreuung gewöhnt sind, aufKur zu fahren, die der Mutter zur Erholung dienen soll.
Wenn man das Kurprogramm, sofern möglich, mit Kind machen möchte, dann muss man sich schon vorher genau informieren, welche Angebote es gibt. Es gibt logischerweise viele Kurse, bei denen die Anwesenheit von Kindern nicht funktioniert.
Beispiele: Aquagymnastik mit Baby oder Kleinkind, Gespràchstherapie oder PME mit Kleinkind oder Kind.
Die MUTTER-Kind-Kur soll der Mutter helfen, ihre Bedürfnisse zu erkennen, Kraft zu schöpfen, sich zu erholen. Die Zeit mit den Kindern genießen.
Es ist aber wirklich etwas anderes als Urlaub im Hotel.

Ich berichte kurz von unserer Kurklinik.
Es gibt feste Essenszeiten, die für uns ungewöhnlich früh sind. Es gibt eine Zeitspanne von 1.5 Stunden je Mahlzeit. Das Buffet und die warme Mittagsmahlzeit bietet einiges an Auswahl, und genau das überfordert meine 3.5 Jahre alte Tochter und stresst mich. Das Essen muss ich zwar nicht kochen, aber die gemeinsamen Mahlzeiten sind eben keine Entspannung, eher das Gegenteil.
Das Programm, welches mir gut tut, möchte ich auf keinen Fall mit den Kindern machen. Selbst wenn die Anwesenheit kein Problem wäre, solange ein oder zwei Kinder dabei wären, nein, ich genieße die Zeit für mich. Ich weiß aber, dass die Kinder sich in der Betreuung wohlfühlen. Mir fällt übrigens nur ein Kurs ein, wo die Kinder nicht stören würden.
Wird mir der Kursplan zu voll oder möchte ich Zeit mit den Kindern verbringen, kann ich das ansprechen und den Plan entsprechend ändern.

Die ersten 3 Tage passiert kaum etwas an Kursen oder Therapien, da die Kinder eingewöhnt werden. Die Erzieher geben ihr Bestes und die Angebote insbesondere für Kinder ab 6 sind super. Mein Sohn durfte z. B. eine Woche Waldkindergarten erleben.
Dann gibt es 2 Wochen Programm mit teilweise tollen Sachen, die ich Zuhause so nicht hätte machen können. Dazu die Zeiten zum Spazieren in meinem Tempo oder einfach mal Schlafen, die ich mit Kindern so nie hätte. Ich bin sehr froh über die tolle Betreuung.

Wäsche muss man selbst machen und sich an den Waschterminkalender halten.
Abends ist man mit Zubettbringen beschäftigt (meist ohne Hilfe eines anderen, es sei denn, man hat eine Begleitung). Abendprogramm entfällt, es sei denn die Kinder können schon unbeaufsichtigt bleiben. Meist War der Tag aber so anstrengend, dass ich früh schlafen gehe. Lesen, fernsehen etc. ist schwierig, da man hier nur ein kleines Zimmer hat mit 3 aneinander geschobenen Betten.

Mein persönliches Fazit: Wenn mein Kleinster 3 Jahre alt sein wird, geht's wieder auf Kur.
Lauretta mit Sonntagskind 01/2009, Spätsommerkind 09/2011 und Sommerbaby 06/2015
zertifizierte Trageberaterin (ClauWi) und Mitglied im Tragenetzwerk e. V.
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LaLeMi
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Re: Mutter-Kind-Kur - obligatorische Trennung vom Kind?

Beitrag von LaLeMi »

Ich habe jetzt nur die letzten Seiten mal ein bißchen überflogen, möchte nur von meinen Erfahrungen berichten. Ich glaube - und die Berichte, die ich über die Jahre jetzt so bekommen habe von Müttern oder auch gelesen habe, bestätigen mir dies - dass das sehr kurklinikabhängig ist.
Ich war bisher in 2 Häusern: einmal in meiner eigenen Kur, einmal als Begleitperson für meinen Mann in Vater-Kind-Kur. Die Häuser waren schon sehr unterschiedlich, wenngleich beide soweit gut.
Ich gehe da wenig von den gängigen Bewertungsportalen aus, sondern schaue vorrangig bei den Häusern, die den SuT- oder Raben-Test bestanden haben - sollte ich mein gewähltes Kurhaus da gar nicht finden, frage ich nach.
Bei meiner ersten Kur vor knapp drei Jahren war es so, dass meine Kleine damals gerade 2 geworden war und noch keine Betreuungserfahrung hatte, sie tat sich schwer, trotz sehr liebevoller Erzieher. Die Große hatte direkt eine Freundin gefunden bzw wir alle eine Familie aus einem der einschlägigen Foren ;-) (vorher angefragt), mit der wir auch heute noch befreundet sind. Ich habe die Kleine dann halt nur während meiner Anwendungen in die Betreuung gebracht und dann direkt wieder geholt. Das ging soweit recht gut, in den letzten drei Tagen der Kur dann sogar mal etwas länger ;-) Das ist in den einschlägige-Foren-geprüften Kurhäusern auch oft so, dass das so geht, soweit ich weiß.
Erholsam war es für mich trotzdem, ich hatte keinen Haushalt etc, keine Arbeit, und zumindest ein paar Anwendungen, was zuhause zu diesem Zeitpunkt gar nicht möglich war. Wir hatten und haben einige Belastungen die letzten Jahre. Ich war am Limit bzw deutlich darüber hinaus, noch 1-2 Jahre warten wäre keine Option gewesen. Die Wahl hat man dann halt eben nicht immer.
In der Kur meines Mannes hatten wir ja ein Baby dabei, ich habe also dann dieses betreut, sodass mein Mann seine Anwendungen machen konnte. Dort wurden allerdings auch Babys teilweise betreut, es war möglich und ich weiß von einigen, die das genutzt haben. Und die Betreuung dort war auch soweit ziemlich gut. Da gab es allerdings auch viele Großfamilien, weil das Haus als eines der wenigen darauf ausgerichtet ist.
Also es gibt Mittel und Wege, sutige, bei denen die Wahlmöglichkeit nicht ist zu warten, bis das kleinste Kind 5 J. alt ist.
Lieben Gruß von LaLeMi mit den beiden Maimäusen 2007 und 2010 und dem Septembermäuserich 2013

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***ClauWi-Trageberaterin (Grundkurs 2007, Aufbaukurs 2008)***[/i]
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DineM

Re: Mutter-Kind-Kur - obligatorische Trennung vom Kind?

Beitrag von DineM »

Liebe Lauretta,

wo warst du denn auf Kur?
DineM

Re: Mutter-Kind-Kur - obligatorische Trennung vom Kind?

Beitrag von DineM »

Ich habe nun alle Beiträge gelesen und gelernt, dass ich sehr sorgfältig ein Haus auswählen muss, welches meine Bedürfnisse deckt. Ein solches Profil bieten z.B. die Friesenhörn-Nordsee-Kliniken. Hat hier schon jemand Erfahrungen mit diesen?
Die "Liste mit empfehlenswerten Kliniken mit guter Kinderbetreuung -'SUT-konform' sozusagen" kann ich leider nicht einsehen. Und nun muss ich schlafen, solange mich meine Kinder lassen.
Gut N8
FrauFeuerfuchs
gut eingelebt
Beiträge: 46
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Re: Mutter-Kind-Kur - obligatorische Trennung vom Kind?

Beitrag von FrauFeuerfuchs »

Liebe DineM, ich habe dieselben Schlüsse gezogen. Ich dachte letztes Jahr außerdem auch, ich hab gar nicht genug Kraft für das ganze Antragstellen.
Nun, also Attest vom Arzt geholt, Antrag zur KK (man braucht anscheinend keinesfalls zwingend diese Beratungsstellen!). Letzte Woche kam der positive Bescheid zurück. [emoji4]Ich warte nun auf die Terminbestätigung meiner Wunschkurklinik. Dann kann ich irgendwann dieses Jahr hoffentlich von eigenen Erfahrungen berichten. 21 Tage mit zwei Kleinkindern, an der Ostsee, eins davon U2 und ohne große Fremdbetreuuungserfahrung. Wichtig war mir bei der Klinik dass wir voraussichtlich dort nicht zur Betreuung "gezwungen" werden, wenns gar nicht geht. Ich hoffe aber, die beiden machen mit..


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Eva mit Feuerfüchschen I (*1/2012) und Minifüchschen (*10/13) und zwei Sternchen im Herzen
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