Seite 12 von 13
Re: Waldorfkindergarten-Frust
Verfasst: 08.08.2012, 22:09
von Muschelsucherin
Ja, das machen sie. Auch Zwerge und andere Naturgeister.
Das finde ich aber einen der schönen Aspekte.
Mein Sohn liebt das.
Re: Waldorfkindergarten-Frust
Verfasst: 08.08.2012, 22:14
von Minchen
Mh, was ist daran so schlimm? Ich meine, wir lassen die Kinder doch auch an Weihnachtsmann/Christkind und Osterhase glauben - was ist dann an Elfen und Feen so schrecklich? Bei uns gibt es auch Schutzengel - ich finde, es sind wunderschöne Bilder, die meine Kinder da im Kopf haben, wenn sie davon erzählen.
Ich mag jetzt gar nichts mehr zu Pro und Contra schreiben, nur zu Dir, Muschelsucherin, weil Du gefragt hast, warum diese Diskussion entbrannt ist, obwohl nur Du Dich ausk*** wolltest: hier haben ganz viele einfach nur so reingesenft, dass sie das in ihren Gedanken bestätigen würde, obwohl sie selbst keine Erfahrung haben. Das ist etwas, das mich jedesmal extrem nervt. Vor allem, weil wir in einer wirklich wunderbaren Einrichtung sind und ich jedesmal entsetzt bin, wenn ich das alles lese. Und weil es ein schlechtes Licht auf Waldorf grundsätzlich wirft, wenn solche Threads jedesmal zum "Hornblasen" genutzt werden. Wenn man seine Kinder in einen Waldorfkindergarten gibt, hat man ohnehin mit vielen Vorurteilen zu kämpfen bei Freunden, Familie und Co. Und ich persönlich hab das einfach satt, weil wir wie gesagt komplett gegenteilige Erfahrungen machen. Aber ich halte mich da jetzt zukünftig raus und freue mich über unseren wunderbaren Kindergarten.
Re: Waldorfkindergarten-Frust
Verfasst: 08.08.2012, 22:16
von asujakin
Also das finde ich jetzt auch nich schlimm, zumal ich selbst sowas sehen kann (wenn ich will)

Ist für mich nichts anderes als wenn Christen von Engeln erzählen oder Menschen die über Wasser gehn oder ohne Sex schwanger werden können usw. Für Atheisten vielleicht schwer zu verstehen aber das ist ein Aspekt den ich persönlich jetzt nicht so schlimm finde. Und es ist vor allem ein Punkt, der Freiheit erstmal nicht ausschließt. Das tun viele andere Punkte
Re: AW: Waldorfkindergarten-Frust
Verfasst: 08.08.2012, 22:18
von honigtopf2010
Sandküste hat geschrieben:honigtopf2010 hat geschrieben: Und ein Kind darf eben nicht immer alles früher. Nun mag zwischen Weben und Autofahren ja ein Unterschied bestehen, aber tut es das wirklich?
Warum darf ein Kind nicht das tun, wofür es sich gerade interessiert? Warum darf ich nicht auf Nachfragen etwas zu den Buchstaben erklären? Von mir aus würde ich damit dann auch nicht anfangen, aber wenn ich gefragt werde? Ich wüßte dann auch nicht, was ich dann antworten sollte. Etwas wie "Du bist noch zu jung dafür." - hmmm.....
Die Frage ist doch nicht, ob das Kind etwas darf oder nicht. Für mich liegt sie eher darin, wie ich damit umgehe. Ich habe ihr Interesse ernst genommen und ihr geduldig gesagt, wie die Buchstaben heißen, denn das war ihre Frage. Ich hätte ja aber auch mehr daraus machen können, drücke ich mich da verständlich aus? Wollen wir aber nicht. Ich will nämlich nicht, dass mein Kind mit 3 oder so lesen oder auch schreiben kann. Ich finde das nicht richtig. Und na klar darf man sagen, dass dieses oder jenes eben erst später dran ist. Autofahren frühestens mit 17. Punkt. Weben vielleicht erst mit 5. Punkt. So sind die Regeln, denen man sich unterordnet, wenn man sich in einem System bewegt. Ob nun StVO oder Waldorf oder sonstwas. Und ich kann mein Kind zu Hause vielleicht früher weben oder Autofahren lassen. Aber eben nicht im System. Und deswegen ist das für mich mit Waldorf kein Aufreger. Denn das kann man vorher wissen. Alles was zum Thema Strafe und Entwürdigung gesagt wurde, steht da für mich auf einem anderen Blatt. Aber das ist nicht zwangsläufig allein bezeichnend für diese Form der Pädagogik. Die Frage nach der Form von Sanktionierung bei unerwünschtem Verhalten gehört bei uns zum Standard in Auswahlgesprächen.
Re: AW: Waldorfkindergarten-Frust
Verfasst: 08.08.2012, 22:30
von honigtopf2010
Ich wollte das gar nicht diskutieren ob schlimm oder nicht. Ich habe auch nicht geschrieben, dass ich das schlimm finde. Für mich passte es einfach nicht. Was es zeigt, ist, dass man sich über solche Dinge durchaus VORHER bewusst werden kann und auch dazu dann entscheiden. Was ich nicht machen kann, ist erst mal hingehen und dann den Vorsatz haben, diese Dinge zu verändern, wie hier einige Male geschrieben wurde. Wer Waldorf kauft, muss vorher wissen, worauf er sich einlässt. Ich habe es für uns ja nicht einmal endgültig ausgeschlossen. Aber da es hier heißt WALDORF-FRUST wollte ich noch mal zu überlegen geben, ob das nicht vielleicht ungerechtfertigt ist, diese ganze Pädagogik zu verteufeln, als wäre man auf eine geheime Sekte hereingefallen. Mit betontem Abstand zu den übergriffigen Maßnahmen, versteht sich.
Re: Waldorfkindergarten-Frust
Verfasst: 08.08.2012, 22:38
von Muschelsucherin
Wir sind schon seit ein paar Jahren dort, da die Krabbelgruppe auch da war und da hatte ich eigentlich wenig bis gar keinen Einblick in den Kindergarten.
Dann war mein Sohn in einer Spielgruppe im Kindergarten ohne Mama, so ne Art Vor-Kindergarten, wo es wirklich ganz ganz anders war.
Frustiert bin ich vor allem, weil ich liebevolle Betreuung erwartet habe.
Frustiert bin ich auch, weil beim Ansprechen der negativen Veränderung meines Kindes NULL auf mich eingegangen wurde.
Re: Waldorfkindergarten-Frust
Verfasst: 08.08.2012, 22:41
von mayra
@Muschelsucherin: ich hatte in Erinnerung, dass du selbst dort Pädagogin bist, ist das falsch? Bzw. muss es ja sein, oder? Sonst hättest du ja Einblick gehabt...

Re: Waldorfkindergarten-Frust
Verfasst: 08.08.2012, 22:42
von Muschelsucherin
My goodness, nein!
Ich selbst war in meinem frühren Leben mal Grundschullehrerin.

Re: Waldorfkindergarten-Frust
Verfasst: 08.08.2012, 22:43
von mayra
Na, irgendsowas hatte ich doch in Erinnerung

Sorry! Aber das überleg ich jetzt, seitdem du hier eröffnet hast, da musste ich ja mal fragen

Re: Waldorfkindergarten-Frust
Verfasst: 08.08.2012, 22:44
von Muschelsucherin
Aber das wäre schon wirklich komisch.