Ich bin ja auch eher zufällig "ins Familienbett hineingeschlittert". Im Krankenhaus hieß es, dass es "verboten" sei, mit dem Baby im Krankenbett zu schlafen. Also hab ich tapfer versucht, mich wach zu halten, wenn wir gestillt haben, um ihn dann wieder in seinen Glaskasten legen zu können. So eine Babybay wie hier im Thread erwähnt hatte mein Krankenhaus leider nicht.
Ich bin so oft eingenickt beim Stillen und hatte richtig Bammel - allerdings eher vor den Krankenschwestern, als davor, meinem Baby was anzutun. Aber irgendwie hat sich das manifestiert in den drei Tagen, in denen ich noch im Krankenhaus war.
Ich gestehe, dass ich Zwergo sogar für ein paar Stunden jede Nacht ins Schwesternzimmer gegeben habe, weil er partout nicht in seinem Glaskasten schlafen wollte...
Würde ich heute nicht mehr so machen, sondern mich in letzter Konsequenz einfach eher aus dem Krankenhaus entlassen, um mein eigenes, großes Familienwochenbett genießen zu können.
Zu Hause hab ich dann noch zwei Nächte versucht, Zwergo im Stubenwagen in meinem Zimmer schlafen zu lassen. Ich bin wieder super häufig im Sessel eingenickt und beinahe panisch immer wieder aufgeschreckt. Zwergos Papa hatte sich auch dagegen ausgesprochen, den Kleinen mit ins große Bett zu lassen und ich hab nicht protestiert, weil ich ihm sein "Mitbestimmungsrecht" nicht nehmen wollte. Dann kam glücklicherweise meine Hebamme vorbei und hat mir und Zwergenpapa diese Flausen ausgetrieben. Der war auch ganz geknickt, als er erfahren hat, dass ich seinen eher lapidar und ahnungslos dahingeworfenen Kommentar a la "Das finde ich nicht so gut, wenn Zwergo im Bett mit schläft" derartig ernst genommen habe. Hach ja, Kommunikation ist eine einzige Anhäufung von Missverständnissen...
Seltsamerweise kamen aber gerade von meiner "Schwiegermutter" die üblichen Kommentare ("Da musst du aber schauen, dass du ihn da rechtzeitig wieder raus bekommst" usw.). Seltsamerweise deswegen, weil sie es war, die mich zum Stillen gebracht hat, weil sie es ganz selbstverständlich damals bei ihrem Sohn gemacht hat. (Ich bin Flaschenkind, wie alle in meiner Familie) Sie hat mir auch das Stillbuch von Hannah Lothrop geschenkt. Klar heißt das nicht automatisch, dass sie auch das Familienbett befürwortet. Aber Neugier und Offenheit für diese Idee hätte ich eigentlich schon von ihr erwartet.
Und sowohl bei ihr, als auch bei meiner Mutter wird das Babyreisebett aufgebaut, wenn wir sie besuchen. Obwohl beide wissen, dass Zwergo bei mir schläft. "Wenigstens versuchen kannst du es ja mal, ob er im Reisebett schläft."
Und das auch, obwohl ich seit der Trennung meiner Eltern in meiner frühesten Kindheit bei meiner Mam mit im Bett geschlafen habe und mir mein eigenes Bett in meiner Teenagerzeit nahezu "erkämpfen" musste.
Vom Schlaftraining hab ich in der Serie "An deiner Seite" mal was mitbekommen und bin seitdem echt davon ausgegangen, dass das alle Eltern machen müssen. War ich erleichtert, als ich schließlich das Familienbett und seine "Philosophie" entdeckte!
In meinem Bekanntenkreis praktizieren scheinbar alle jungen Eltern Familienbett, von da kommen also keine Kommentare.
So, Zwergo wach, also
liebe Grüße und Gute Nacht