Hallo und danke Dir für Deine Zusammenfassung
Sie hat keine Schluckprobleme an der Brust, trinkt teils in vollen Zügen.
Das hier ist ein wesentlicher Satz. Kinder, die gut an der Brust trinken, verschmähen Flaschen meist deswegen, weil sie satt sind.
Nach meiner eigenen Waage hat sie kaum zugenommen seit dem letzten Wiegen. Das war vor zwei Wochen. Eine Woche vorher, als ich auf AR umgestiegen war, hatte sie 400g zugenommen,
Mit diesen Gewichtsangaben hab ich nachwievor meine Schwierigkeiten, muss ich zugeben. 400g wöchentliche Zunahme - also da scheint mir ein Wägefehler irgendwie wahrscheinlicher

"Sie holt auf" passt ja auch nicht so ganz, denn dann hätte sie doch noch weiter "aufgeholt", oder?.. Hätte ich Aufholbedarf, und mir würde ständig ein BES-Schlauch angeboten, aus dem es schlaraffenlandartig nur so heraussprudelt - ich würde gerne davon trinken.
Aber das stimmt ja im Endeffekt anscheinend nicht, denn sobald ich Flasche dazu gebe oder ausschließlich (mit ausgestrichener Milch und Zusatzmilch) dann nimmt sie mehr zu augenscheinlich als wenn sie ,,nur" Brust (mit BES) nimmt.
Hiermit habe ich auch Schwierigkeiten - für eine pauschale "sobald dies, dann jenes"-Aussage fehlen mir ganz klar Daten! Zwei oder drei solcher "wenn-dann"-Situationen können ebenso gut reiner Zufall sein, denn auch die normale, manipulationsfreie Gewichtsentwicklung sieht immer wieder Schübe vor, bei denen sich "mal wenig, mal viel" oder auch "mal nix, mal ganz viel" im Wechsel aufeinander folgen.
Kann die Ärztin etwas Schlimmes tun, nur weil sie mit den Ergebnissen nicht zufrieden ist?
??
Nein, kann sie nicht. (was sollte das auch sein??)
Wenn sie eine gute Ärztin ist, dann findet sie mit Dir gemeinsam heraus, ob erstens überhaupt eine Gedeihstörung vorliegt(!!!). Dies aus der Ferne zu beurteilen ist sehr schwierig, denn dazu gehört mehr, als nur die Gewichtskurve anzuschauen. Sollte sie dabei feststellen, dass Deine Tochter tatsächlich nicht ausreichend zunimmt (gegen gesunde, zarte Kinder hat niemand etwas; es muss auch die Schlanken geben! Es gilt nicht: je mehr desto besser. Aber AUSREICHEND muss es sein.), dann sollte die Ärztin ZWEITENS herausfinden, WIESO. Da gibt's eigentlich nur zwei Möglichkeiten: a) entweder eine bislang unerkannte Gesundheitsstörung (oder Nährstoffmangelerkrankung) hindert Deine Tochter an ausreichender Gewichtszunahme, dann sollte die Ärztin herausfinden, WELCHE, oder b) sie nimmt nicht genügend Milch auf, würde also mehr zunehmen, wenn sie Zugang zu mehr Milch hätte. (Beides ist recht unwahrscheinlich, denn viele möglichen Ursachen unter a) werden mit dem Stoffwechseltest in den ersten Lebenstagen entdeckt, und zu b) ist zu sagen: sie HAT ja Zugang zu mehr Milch. Hat's BES vor der Nase, und trinkt trotzdem nicht mehr.)
Vielleicht kannst Du dem kommenden Wiege-Freitag etwas entspannter entgegensehen, wenn Du Dir bewusst machst, dass Ihr beide, die Ärztin und Du, doch eigentlich das GLEICHE wollt: ein gesundes, gut entwickeltes Kind.
2. Muss ich mich der Flasche ergeben?
Ich wüsste derzeit nicht, wieso. Wartet doch erstmal so entspannt wie möglich das nächste Wiegeergebnis ab.
Grundlegendes zum Thema gutes Gedeihen kannst Du ja auch selbst beurteilen:
Junge Babys trinken durchschnittlich 8-12 mal in 24 Stunden. Kinder, die dabei genug Milch bekommen, haben
* haben feuchte Augen und feuchte Mundschleimhaut
* haben mind. 4 nasse Windeln täglich
* sind fit und munter in ihren Wachphasen
So lange diese Kriterien also konsequent erfüllt ist, ist - bei aller Sorge - keine Panik nötig!
LG;
Julia