Super Thema! Und toll, wie viele musikalische Familien sich hier tummeln!
Ich habe von ca. 6-16 Geige gespielt, aber es war nie „mein“ Instrument. Meine Eltern hatten es für mich ausgewählt und ich hatte auch mittelmäßig Spaß daran, solange meine Mutter mich beim Üben am Klavier begleitet hat. Manchmal haben wir dann auch zu dritt Musik gemacht: Mama Klavier und Gesang, Papa Balalaika (weiß der Geier, wieso er das konnte) und Gesang und ich Geige. Diese Momente habe ich in schöner Erinnerung. Leider erlosch meine Lust aufs Geigespielen mit dem Tod meiner Mutter nahezu vollständig. Ich quälte mich noch einige Jahre aus Pflichtgefühl durch, bis ich es endlich sein ließ.
Heute spiele ich gerne selbst beigebrachte einfache Musikstücke auf dem Klavier meiner Mutter und finde es total schön.
Mein Mann war Sänger in verschiedenen Metal-Bands und hat eine Zeitlang Kirchenorgel gespielt. Heute spielt er mehr oder weniger regelmäßig Klavier oder E-Piano.
Der 2010er wollte mal Klavier lernen, aber nur autodidaktisch, er kam sehr schnell voran - und dann erlosch das Feuer leider genauso schnell wie es entflammt war. Sehr sehr schade, aber so ist es nun eben.
Der absolute Knaller ist allerdings der 2014er: mit 5 hat er das erste mal den Wunsch geäußert, Schlagzeug spielen zu wollen. Wir dachten, ach nee, muss das sein, ausgerechnet Schlagzeug im Reihenhaus, auweia, na, wir warten mal ab. Dann kam Corona, aber mit 7 durfte er dann das erste mal zum Probeunterricht. Und dieses Kind ist explodiert. Seitdem verging kaum ein Tag ohne sein Schlagzeug, in den Ferien spielt er auch mal drei Stunden täglich, er schaut morgens auf die Uhr, wann er endlich spielen darf (nicht vor acht Uhr und nicht nach 20 Uhr, wegen der Nachbarn - der Körperschall ist trotz E-Drumset auf Schallschutzmatte total krass), er nimmt in den Urlaub Sticks und Übungspad mit, muss beim Essen am Esstisch Rhythmen trommeln (das macht mich irre!)…
Beim letzten Geburtstag hat er sich ne Tama Doppelfußmaschine gewünscht und war im siebten Himmel, als er sie endlich hatte.
Und wir haben noch nie gesagt „bitte geh mal üben, hast du heute schon geübt?“. Niemals hätte ich gedacht, dass es solche Kinder in echt gibt.

Es ist so toll zu beobachten, wie viel ihm die Musik gibt. So „speziell“ er auch in vielen Bereichen ist, beim Schlagzeug ist er „zu Hause“.