Sebastjana hat geschrieben: 05.06.2018, 03:06
Liebe Annie
Als langjährige Forumnutzerin, die sich eigentlich nie persönlich zu Wort meldet, möchte ich mich doch kurz persönlich an dich wenden.
Deine Texte machen mich betroffen. Ich kann mir vorstellen, wie sehr du leidest. Von einem Moment auf den anderen wurde dir der Boden unter den Füssen weggezogen.
Statt mit deinem Kind nach Hause zu dürfen, wurdet ihr getrennt, alte Wunden reissen auf, du fühlst dich in deinen Wünschen nicht ernst genommen, dass ist furchtbar viel....
Trotzdem, ich bin absolut überzeugt, dass ihr, du und dein Kind, deine ganze Familie, dieses Erlebnis überstehen werdet. Manchmal braucht es einen kleinen Umweg, aber das Ziel ist dennoch erreichbar!
Dein Ziel ist es, dein Kind nach Hause zu nehmen, Familie zu sein, es beim Aufwachsen zu begleiten. Denk immer daran, dieses Ziel ist realistisch!
Lass dir von einer langjährigen Krankenschwester sagen: Die Pflege auf der Station will dir nichts böses. Grundsätzlich arbeiten da alles Leute, die Kinder lieben und ihnen helfen wollen. Das Personal ist ausgebildet und tut wahrscheinlich sein Bestes.
Ja, es klingt vieles veraltet und nicht gerade stillfreundlich. Schade gibt es das 2018 noch.... Trotzdem, das Behandlungsteam ist nicht dein Feind. Sie versuchen dein Kind so schnell wie möglich entlassungsfähig zu bekommen und handeln dabei im Rahmen ihres Erfahrungsschatzes und den Weisungen der Klinik. Sie wollen dich nicht ärgern, sie können es einfach nicht besser, dass ist überaus schade, aber nicht böse gemeint, davon bin ich überzeugt!
Darum mein Tip: Versuch ein minimales Mass Verständnis für die Kinderklinik aufzubringen, arbeite mit ihnen zusammen, erklär dich, ohne Vorwürfe zu machen, sprich über deine Entäuschung.
Nutze alle Energie, um zu dir und deinem Kind zu schauen.
Vielleicht hilft es dir auch, eine Liste mit Verbesserungswünschen an die Klinik zu führen. So kannst du später, in Wochen oder Monaten, eine ausführliche Rückmeldung geben. Aber jetzt ist es nicht deine Aufgabe, veraltete Strukturen aufzubrechen, jetzt ist es Zeit, für dich und dein Kind zu schauen!
Ich hoffe ich konnte verständlich ausdrücken, was ich dir mitteilen wollte. Ich wünsche dir von ganzem Herzen viel Kraft!
Alles Liebe
S.
Danke. Das hast du so treffend geschrieben. Ich komme kaum zum lesen, der Handyempfang, dazu oft auf station zum stillen, kuscheln und natürlich pumpen.
Eine Schwester hatte ein mützchen gefunden, dann über diesen sondenaufbau passt. Das hilft sehr! Es sind die kleinen Dinge, die kraft geben.
Ein Gespräch mit einer Schwester, jemand mit einem offenen Ohr zum zuhören. Ich bring nachdem das alles überstanden ist, den schwestern was vorbei. Der hebamme und ärztin sowieso.
Mein mann wollte ein arztgespräch da er ja mit einverstàndniserklärung sich überrumpelt fühlte. Ein kind ins fresskoma zu legen, damit das stillen in den Hintergrund rückt, wollte er nicht. Primär war ihm stillen sehr wichtig.
Ich bin noch am sortieren. Heulphase und die andere station als trigger. Hinzu gehts. Rückzu geht nichts mehr. habe mich an eine psychologin gewandt, die mit mir damals meine 1. Geburt und FG aufgearbeitet hat.leider gibts keine telefonische Beratung. Verstehe ich. Kann aber kurzfristig termin bekommen, wenn wir raus sind aus dem kh.
eine stillberaterin war da. Milcheinschuss schmerzhaft da kind fehlt. Phytolacctica bekommen.
ich soll im 4h Rhythmus rüber zum stillen. Danach pumpen. Da alles was bis zum 10. Lebenstag nicht gebildet wurde, kaum aufzuholen geht.
nur... mein kind kommt nicht im 4h Rhythmus. Sondern seit heute 1x mehr. Gutes zeichen.
arztgespräch. Wollen infusionsmenge nicht runterregeln, denn bedarf steigt ja pro lebenstag so wird das automatisch runtergeregelt. Wir werden also länger bleiben müssen, weil die so die infusionsmenge natürlich reduzieren.
Gewicht kind steigt weiter.
ich stille vorrangig. Abgepumpte muttermilch dann noch per flasche.
flasche nimmt kind einfacher.
es muss jedoch immer die stillprobe gemacht werden. Egal ob Kind brüllt usw.
stillberaterin meinte. Versuchen sie stets mumi dort zusätzlich abzugeben, damit die sehen, dass genügend milch vorhanden ist. Das würde sich positiv auf die Einschätzung auswirken. Unglaublich der druck, der so entsteht. Ich zwing mir essen und getränke rein.
problem 2 venöses vs. Kapilares blut. Die werte sind wohl nicht vergleichbar. Vorrangig wird Kapilares blut abgenommen, zum bewerten aber ist venöses notwendig. Vorher werden keine Änderung vorgenommen! Also infusionsmenge bleibt. Entlassung nicht in sicht.