Stilldramen und nervliche Grenzerfahrung

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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RedsMama
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Re: Stilldramen und nervliche Grenzerfahrung

Beitrag von RedsMama »

Ich möchte mich koalina und LilyGreen anschließen. Hier war es auch so. Außer Geburtsverletzungen und häufige Milchstaus hatte ich keine große Problemen in den ersten Monaten, und trotzdem waren sie extrem anstrengend. EXTREM. Du bist nicht allein! Duschen, aufräumen, sogar essen, alles ist auf die Strecke geblieben. Ich kann mich deutlich erinnern, dass ich soo neidisch auf eine andere Mama war, als sie gesagt hat, sie konnte drei Wochen nach der Geburt einkaufen gehen. Was hätte ich nicht gegeben, um einkaufen gehen zu können!! Der Kleine hat so lang getrunken, dass es keine Zeit mehr da war, denn als wir mit dem Stillen-Bäuerchen-wickeln fertig waren, wollte er wieder trinken. Oder schlafen. Und ich musste mit ihm schlafen, ich hatte für nichts anders Zeit oder Kraft. Es ist eine sehr schwierige Zeit, aber auch das geht vorbei, und du schaffst es.

Und es lohnt sich. Sie werden irgendwann schneller, und dann wird das Stillen richtig schön, und praktisch, und auch für uns eine Auszeit. Halte durch! Wir sind alle für dich hier! :piepmatz:
Liebe Grüße
R.

I knew exactly how to raise my kid when I became pregnant. Then he was born...
I know nothing.
I am much wiser now.


Jeder wird perfekt und vollständig geboren. Unsere Job als Eltern ist nicht unsere Kinder zu erziehen, sondern sie davor zu schützen, gebrochen zu werden.

R., K., der großartige Weltenbummler 10/15 und die Strahlende Königin 06/18.


RL calls, wenig hier. Bitte PN oder zitieren wenn es dringend ist!
koalina
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Re: Stilldramen und nervliche Grenzerfahrung

Beitrag von koalina »

Mich rettete das Tragetuch. Wie oft habe ich den Krümel eingetütet und bin einfach eine Runde vor die Tür. Sehr schnell habe ich mir auch eine Tragejacke gebraucht organisiert (Krümel ist Januarbaby). Wir haben Felder in der Nähe... in der Zeit war ich da oft unterwegs. Meist schrie er zwar beim Einbinden aber draußen schlief er irgendwann ein. Und wenn nicht habe ich wenigstens den Kopf etwas frei bekommen. Meinem Mann helfen bis heute Oropax.
Und ob du wirklich super bindest oder nicht, gib nicht zu viel drum. Ein schreiendes Baby einbinden ist nicht ohne, einfach machen. Im Trageforum bekommst du da auch Hilfe wenn du magst. Mit der Zeit kommt die Übung.

Die Kür ist dann im Tuch stillen zu lernen. Das gab mir viel Freiheit. Kann ich nur empfehlen. Braucht aber auch Übung.

Nur Mut! Du schaffst das! ((( Zuckerherz )))
--.-'-;@

mit Krümel (*15) und Krümelchen (*17)

Unsere kleinen Wunder... kamen überraschend und haben unser Leben mehr bereichert als man es in Worte fassen kann.
Mondenkind
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Re: Stilldramen und nervliche Grenzerfahrung

Beitrag von Mondenkind »

Das klingt sehr anstrengend, ich kann gut verstehen, dass du fertig bist.

Ich schließe Hunger bei der guten Zunahme jedoch eigentlich aus, muss ich ehrlich sagen und würde eine Reduktion auf 130ml vorschlagen.

Ist osteopathisch alles abgeklärt? Habt ihr es mit dem Tragen versucht?
Zuckerherz hat geschrieben: dass sich all die Mühe irgendwann auszahlt und ich mich nicht vollkommen umsonst aufarbeite.
Was wäre denn für dich "dass es sich auszahlt"?

Liebe Grüße, Mondenkind, Modteam Stillberatung
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Zuckerherz
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Re: Stilldramen und nervliche Grenzerfahrung

Beitrag von Zuckerherz »

Geburtsgewicht 3.2.: 3360g
Entlassungsgewicht 6.2: 3020g
13.2. 3310g
16.2. 3360g
20.2. 3540g
24.2. 3610g
28.2. 3940g (mit Zufüttern BES)
5.3. 4020, 9x Stillen, 190ml Pre, 100ml Mumi
6.3. 4100, 11x Stillen 160ml Pre
7.3. 4080g, 12x Stillen, 60ml Pre (später gewogen)
8.3. 4130g, 10x Stillen, 150ml Pre
11.2. Gewicht nicht bekannt, 11x Stillen, 150ml Pre, 3x Windel gemischt , 4x Urin
12.2. 4230g, 10x Stillen, 130ml Pre, 4x Windel gemischt, 3x Urin
13.3. 4300g, 10x Stillen, 150ml Pre, 6x Urin, 1x gemischt
14.3. 4350g, 12x Stillen, 160ml Pre, 4x Urin, 2x gemischt

Beim Osteopath waren wir bereits, allerdings schaut sie am Freitag nochmal ein Anderer an, der vermehrt Säuglinge behandelt. Mich will er wohl auch abchecken, weil er sagt, dass eine Geburt immer beide betrifft und u.U. beide behandelt werden müssen, zumal es auch noch eine Sturzgeburt war.

Tragen an sich funktioniert meist gut, allerdings gibt es auch Fälle, bei denen sie im Tuch entsetzlich schreit. Entweder füttere ich dann nochmal zu und sie wird ruhig oder ich schalte den Föhn an und "hypnotisiere" sie in den Schlaf. Mich verunsichert einfach, dass sie nie von selbst an der Brust abdockt und immer unruhig wirkt und dann hab ich Angst, wenn ich ihr nix weiter gebe und sie mir umbinde, dass sie zwar nicht ausgehungert aber auch nicht satt ist. Ich kenn das ja selbst auch, wenn ich nur eine Scheibe Brot zu Abend esse hängt mir der Magen nicht in den Knien und ich kann trotzdem einschlafen aber wohlfühlsatt is anders.

Und was "auszahlen" bedeutet ist sehr schwer zu beschreiben. Beim Vollstillen ist man flexibel in allem was man tut und wo man sich aufhält. Die Flasche ist da schon mit etwas mehr Aufwand verbunden(Pulver, temperiertes Wasser, Flaschen,.. alles muss man mitschleppen) aber man reißt sich damit kein Bein aus. Beim BES hingegen ist man so unflexibel, dass ich mir nirgends mehr hinfahren traue, weil ich Angst habe, dass sie aufwacht, Hunger kriegt, ich sie mit dem Stillen allein nicht halbwegs satt bekomme und ihre alle ihre lautstarke Zornattacke aushalten müssen, weil kein Nachschub kommt. Sie ist leider nicht genügsam und da kann man mit ihr auch nicht "verhandeln". :/

Lg
pqr
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Re: Stilldramen und nervliche Grenzerfahrung

Beitrag von pqr »

Du hast so geringe Zufüttermengen, da denke ich, dass die Milch beim ab und an auswärts Stillen sicher zumindest zum Beruhigen reichen wird, erst Recht wenn Dein Kind auch Tragling ist. Auswärts ist ja auch meist für Abwechslung gesorgt.
Viele Grüße
pqr

pqr mit Mini 04/2015
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pqr
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Re: Stilldramen und nervliche Grenzerfahrung

Beitrag von pqr »

Euch alles Gute.
Viele Grüße
pqr

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Zuckerherz
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Re: Stilldramen und nervliche Grenzerfahrung

Beitrag von Zuckerherz »

Danke das ermutigt mich sehr :)

Ich bin so froh dieses Forums entdeckt zu haben. Ihr seid alle so liebe Frauen und bestärkt mich ungemein in meinem Tun.
Mein nahes Umfeld ist nicht mehr zu 100% von der Richtigkeit meines Handels überzeugt. Auch teilweise verständlich, weil sie mir gerne eine Nacht Auszeit vom Schreihals schenken wollen, um endlich zu Kräften zu kommen. Geht aber nicht wenn man stillt und sie selbst nach einmaliger Flaschengabe längere Zeit an der Brust falsch saugt. Trotz allem gut meinen verunsichert es trotzdem..
Mondenkind
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Re: Stilldramen und nervliche Grenzerfahrung

Beitrag von Mondenkind »

Dein Kind ist ganz sicher wohlfühlsatt. Schau mal, wie dein Kind zunimmt und ausscheidet. Man ist nicht "knapp satt" und nimmt dabei zu und scheidet reichlich aus. Ich würde für heute wirklich 130ml vorschlagen, für morgen auch.

Dass ihr nochmal zum Osteopathen geht ist sicher eine gute Idee, außerdem finde ich es völlig ok, den Fön zu nutzen. Meine Große beruhigte sich anfangs auch nur vor der Dunstabzugshaube.

Liebe Grüße, Mondenkind, Modteam Stillberatung
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Re: Stilldramen und nervliche Grenzerfahrung

Beitrag von Serafin »

Staubsauger ist auch super.
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Brianna
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Re: Stilldramen und nervliche Grenzerfahrung

Beitrag von Brianna »

Mein Kind hat nach Anlaufschwierigkeiten wegen Gelbsucht und eher spätem Milcheinschuss wegen einem Kaiserschnitt vor Wehenbeginn immer reichlich zugenommen. Trotzdem hatte ich lange bei jeder Unmutsäußerung Angst, es könnte Hunger sein. Dabei wollte sie dann oft sogar nicht stillen, da Milch kam und sie nur nuckeln wollte. Bei uns half dann tragen im Sling mit weißem Rauschen am besten. Also staubsaugen oder rhythmisch in den Knien Wippen zu Meeresrauschen oder Regen auf dem Autodach. Nachdem man zufüttern musste, ist es schwer, wieder zu vertrauen, dass das Stillen klappt.
J 05/13 L 12/15
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