Ja, aber da ging's ja um das Maori-Muster. Bliebe jetzt noch das Teo-Muster, die Aztlan- und Toltec-Tücher... Und daran sieht man, dass es nicht um die Sache an sich geht.Frieda78 hat geschrieben:Oscha hatte schon einen Shitstorm.
Didymos Indio Vergangenheit?
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Re: RE: Re: Didymos Indio Vergangenheit?
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Re: Didymos Indio Vergangenheit?
Wenn ich das lese bin ich einfach nur froh nicht auf facebook registriert zu sein.
Was da anlief ist ja absolut krank.
Vielleicht können sich jetzt einige weltverbesserer auf die Schulter klopfen.
Da der Begriff scheinbar wirklich diskriminierend ist finde ich die Umbenennung gut. Wie es dazu kam ist aber einfach nur traurig.
Was da anlief ist ja absolut krank.
Vielleicht können sich jetzt einige weltverbesserer auf die Schulter klopfen.
Da der Begriff scheinbar wirklich diskriminierend ist finde ich die Umbenennung gut. Wie es dazu kam ist aber einfach nur traurig.
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Re: RE: Re: Didymos Indio Vergangenheit?
Bleiben noch die keltischen Muster, die traditionell japanisch angehauchten...ixcacienfuegos hat geschrieben:Ja, aber da ging's ja um das Maori-Muster. Bliebe jetzt noch das Teo-Muster, die Aztlan- und Toltec-Tücher... Und daran sieht man, dass es nicht um die Sache an sich geht.Frieda78 hat geschrieben:Oscha hatte schon einen Shitstorm.
Ich bitte Euch, wo führt das denn hin?
Frieda mit Junge 07/98, Mädchen 12/12, Junge 04/15 und Mädchen 08/18
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EhMibima
Re: Didymos Indio Vergangenheit?
Das frag ich mich auch. Wo zieht man die Grenze?
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RocketWallaby
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Re: Didymos Indio Vergangenheit?
Japaner sind keine Minderheit und nicht unterdrückt. Da trifft das Argument nicht zu.
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Liebe Grüße,
RocketWallaby mit WallabyKind 01/2016
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Re: Didymos Indio Vergangenheit?
Trotzden ist die Frage, ob man mit "fremden" Mustern Geld verdienen darf, grundsätzlicher Natur. Aus Urheberrechts-Sicht ist es völlig wurscht, ob die Urheber eine unterdrückte Minderheit sind. Entweder man stellt die freie Weiterverwendung und Gestaltung über den Besitzanspruch einer Ursprungsgruppe, oder kritisiert, dass auf "Kosten" anderer Geschäfte gemacht werden, egal wer die anderen sind. Respekt und Gleichberechtigung gelten für alle, sonst ist die Argumentation nicht nur juristisch, sondern auch moralisch höchst fragwürdig.
Mit Maikäfer (2014) und Junikäferchen (2016)
- Missy
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Re: Didymos Indio Vergangenheit?
Ich finde das beim Thema Muster sehr schwierig. Da gab es doch auch noch eine Auflistung mit Bildern von Mustern, die dem Indio sehr ähnlich sind (Stichwort Rosengänge oder Gänseauge) aus Österreich und Nordeuropa, zurückgehend bis ins Mittelalter.
Missy mit dem kleinen Wuselchen (6/13) und *(10/15)
- Pupu
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Re: Didymos Indio Vergangenheit?
Mich macht das ganze Thema der cultural approppriation ziemlich grantig. Denn es bleibt nie bei einer offenen, freundlichen Diskussion - es artet immer aus. Immer.
Darunter fällt nämlich so ziemlich alles, was nicht der eigenen Kultur entsprungen ist. Wenn man zum Beispiel als weißhäutiger Mensch Afro trägt, oder Dreadlocks, oder Rapmusik macht - schon fühlt sich jemand auf den Schlips getreten und schreit CA. Egal wie sehr es als Hommage gemeint war.
Als Minderheit darf man sich seiner Umgebung anpassen - das ist okay und fällt nicht unter CA. Aber andersrum nicht. Als weißhäutiger Mensch kann man eigentlich nur alles falsch machen - man hat ja eh white privilege, und jeder Versuch, die Kulturen ein wenig aufzulockern und zu vermischen, ist quasi "Kulturraub nach oben".
Das blöde dabei ist, dass dadurch Distanz geschaffen wird. Der Versuch, offen zu sein und auf eine Stufe zu kommen, wird quasi dadurch torpediert, dass man es "sowieso immer falsch macht". Das bringt Unsicherheit und irgendwie auch Frustration... und ich fürchte, letztendlich erreicht man damit das Gegenteil von dem, was man eigentlich wollte.
Kultur lebt doch eigentlich davon, dass man nicht in starren Mustern verbleibt. Dass man sich Dinge abschaut, Neues einbringt, es vielleicht ein wenig verändert und Dinge so in ihrer eigenen Form in die eigene Kultur integriert. Aber wenn sich dann jedesmal einer hinstellt und sagt "stop, ihr dürft das nicht, ihr macht das falsch" - wächst dann das Verständnis und der Respekt? Oder wächst nicht vielmehr der Groll?
Denn das ist eben mein Problem mit den ganzen Diskussionen - es ist leicht, den Mund aufzureißen und anderen vorzuhalten, was sie alles falsch machen. Aber wenn man dann fragt, wie man es denn dann am besten richtig macht - dann wird es plötzlich ziemlich still.
Und das ist es, was mich nervt. Wenn man ständig nur kritisiert wird, aber ohne konkrete Gegenentwürfe. Meckern ist immer leicht, aber es nützt nichts immer nur zu sagen, wie man es NICHT machen soll - das hinterlässt nur Verwirrung und schlechte Stimmung bei allen. Besser wäre es, es würde gesagt, was man tun soll, um es besser zu machen. Aber dabei sind sich die Kritisierenden ja selbst nicht einig. Wo ist also der Nutzen des ganzen?
Und um jetzt nicht missverstanden zu werden - mir geht es jetzt nicht um den Fall Didymos konkret, sondern allgemein um viele Diskussionen, die ich zu dem Thema schon erlebt habe. Und klar ist das auch ein wichtiges Thema, was diskutiert werden muss - aber da leider meistens das gegenseitige Verständnis fehlt, sind solche Diskussionen meist leider mehr destruktiv als konstruktiv.
~ Life is what happens while you're busy staring at your screen ~
Darunter fällt nämlich so ziemlich alles, was nicht der eigenen Kultur entsprungen ist. Wenn man zum Beispiel als weißhäutiger Mensch Afro trägt, oder Dreadlocks, oder Rapmusik macht - schon fühlt sich jemand auf den Schlips getreten und schreit CA. Egal wie sehr es als Hommage gemeint war.
Als Minderheit darf man sich seiner Umgebung anpassen - das ist okay und fällt nicht unter CA. Aber andersrum nicht. Als weißhäutiger Mensch kann man eigentlich nur alles falsch machen - man hat ja eh white privilege, und jeder Versuch, die Kulturen ein wenig aufzulockern und zu vermischen, ist quasi "Kulturraub nach oben".
Das blöde dabei ist, dass dadurch Distanz geschaffen wird. Der Versuch, offen zu sein und auf eine Stufe zu kommen, wird quasi dadurch torpediert, dass man es "sowieso immer falsch macht". Das bringt Unsicherheit und irgendwie auch Frustration... und ich fürchte, letztendlich erreicht man damit das Gegenteil von dem, was man eigentlich wollte.
Kultur lebt doch eigentlich davon, dass man nicht in starren Mustern verbleibt. Dass man sich Dinge abschaut, Neues einbringt, es vielleicht ein wenig verändert und Dinge so in ihrer eigenen Form in die eigene Kultur integriert. Aber wenn sich dann jedesmal einer hinstellt und sagt "stop, ihr dürft das nicht, ihr macht das falsch" - wächst dann das Verständnis und der Respekt? Oder wächst nicht vielmehr der Groll?
Denn das ist eben mein Problem mit den ganzen Diskussionen - es ist leicht, den Mund aufzureißen und anderen vorzuhalten, was sie alles falsch machen. Aber wenn man dann fragt, wie man es denn dann am besten richtig macht - dann wird es plötzlich ziemlich still.
Und das ist es, was mich nervt. Wenn man ständig nur kritisiert wird, aber ohne konkrete Gegenentwürfe. Meckern ist immer leicht, aber es nützt nichts immer nur zu sagen, wie man es NICHT machen soll - das hinterlässt nur Verwirrung und schlechte Stimmung bei allen. Besser wäre es, es würde gesagt, was man tun soll, um es besser zu machen. Aber dabei sind sich die Kritisierenden ja selbst nicht einig. Wo ist also der Nutzen des ganzen?
Und um jetzt nicht missverstanden zu werden - mir geht es jetzt nicht um den Fall Didymos konkret, sondern allgemein um viele Diskussionen, die ich zu dem Thema schon erlebt habe. Und klar ist das auch ein wichtiges Thema, was diskutiert werden muss - aber da leider meistens das gegenseitige Verständnis fehlt, sind solche Diskussionen meist leider mehr destruktiv als konstruktiv.
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Lg aus Finnland von Pupu mit Wildgurke
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(07/17)
"I'm not procrastinating. I'm doing side quests!"
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- Missy
- alter SuT-Hase
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Re: Didymos Indio Vergangenheit?
Du hast viele der Dinge angesprochen, dir mir bei dem Thema auch immer durch den Kopf gehen.
Wäre ein Minderheitenfest so verunstaltet worden, wäre das auch wieder als ci betrachtet worden.
Auch beim Würzburger Afrikafestival gibt es immer jährlich Stimmen, die sagen, es werden Klischees bedient und es wäre kolonialistisch geprägt und das Logo ist rassistisch usw. Da können die Veranstalter tun, was sie wollen, es klappt einfach nicht, dass alle zufrieden sind.
Ich war immer sehr amüsiert, wenn in Köln "Oktoberfest" war. Mit 20€ Einweg-Dirndl oder -Lederhose und Kölsch(!) aus 0,4l Gläsern.Pupu hat geschrieben: Darunter fällt nämlich so ziemlich alles, was nicht der eigenen Kultur entsprungen ist. Wenn man zum Beispiel als weißhäutiger Mensch Afro trägt, oder Dreadlocks, oder Rapmusik macht - schon fühlt sich jemand auf den Schlips getreten und schreit CA. Egal wie sehr es als Hommage gemeint war.
Als Minderheit darf man sich seiner Umgebung anpassen - das ist okay und fällt nicht unter CA. Aber andersrum nicht. Als weißhäutiger Mensch kann man eigentlich nur alles falsch machen - man hat ja eh white privilege, und jeder Versuch, die Kulturen ein wenig aufzulockern und zu vermischen, ist quasi "Kulturraub nach oben".
Wäre ein Minderheitenfest so verunstaltet worden, wäre das auch wieder als ci betrachtet worden.
Auch beim Würzburger Afrikafestival gibt es immer jährlich Stimmen, die sagen, es werden Klischees bedient und es wäre kolonialistisch geprägt und das Logo ist rassistisch usw. Da können die Veranstalter tun, was sie wollen, es klappt einfach nicht, dass alle zufrieden sind.
Missy mit dem kleinen Wuselchen (6/13) und *(10/15)
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Re: Didymos Indio Vergangenheit?
Fr. Hübsch ändert den Namen "Mehndi" in Floral.https://www.facebook.com/fraeuleinhuebs ... =3&theater


