Hallo zusammen,
seit dem 18.12. ist unser Kleiner auf der Welt. Anfangs war unsere Kleine Grosse total fasziniert. Mittlerweile hat sich das Blatt ganz schön gewendet.
Mit dem Stillen klappt es in so weit, dass genug für beide da ist, egal wen ich wann wo anlege. Das hätte ich mir nie so unkompliziert vorgestellt. Bei meiner kleinen Grossen hatte ich lange nicht genug Milch.
Zusammenanlegen: Da die Grosse seit langem eigentlich nur im Bett so richtig trinkt, klappt das nicht so gut. Der Kleine muss dann auf mir liegen. Das funktioniert nicht immer wirklich. Oftmals muss ich ihn immer wieder neu anlegen. Dazu muss ich den Arm unter meiner Tochter wieder wegnehmen. Das mache ich vielleicht zwei drei mal, dann fühlt sie sich abgewiesen und dreht sich weg. Nachts im Halbschlaf klappt es fast gar nicht. Dann ist die Grosse auch noch empfindlicher. Öfters, wenn sie sich wegdreht, rollen Tränen. Sie dreht sich um und weint still für sich. Das bricht mir fast das Herz.
Tagsüber kriegen wir die Kurve auch nicht so recht. Der Kleine will bis auf seinen langen Mittagsschlaf immer wieder angelegt werden und auf den Arm, so dass ich nie wirklich die Zeit für die Grosse habe. Zeit schon, aber eben mit Baby auf den Arm... Wenn er mittags schläft versuche ich die Zeit zu nutzen, um raus zu gehen, essen zu kochen und Mittagsschlaf mit der Grossen zu machen.
Im Moment knall sie oft die Türen, weint oder läuft weg von mir dreht sich dabei um und mit einer Geste "dann bleib doch da" und einem Bähhh. Ansonsten ist sie eher überdreht. Schläft mittags nur eine knappe Stunde was sonst gut zwei Stunden waren, obwohl die Nächte auch kürzer sind als zuvor.
Einige Male will sie auch nicht, dass ich den Kleinen anlege, schmeisst sich auf meinen Schoss. Heute wollte ich den Kleinen Tragen, da gab es auch riesen Tränen. Sie möchte ins Tuch. Beide tragen geht leider noch nicht. Ich hatte einen Kaiserschnitt. Und dafür das es erst drei Wochen her ist, hebe und trage ich die Grosse ohnehin viel zu viel.
Ich habe das Gefühl versagt zu haben und hoffe sehr, dass es wieder anders wird. Unabhängig davon, dass ich das Gefühl habe selbst schöne Zeit mit meiner Grossen verloren zu haben und andererseits mich dem Kleinen nicht so widmen zu können, was mir beides wehtut, habe ich Angst, dass sie ihn nie lieben wird.
Entschuldigt, dass ich mich so ausgeheult habe...
LG Petra