Heute kommt ein überwiegend negatives Posting, denke ich. Beginnen möchte ich aber damit, dass Georg seit heute Lachen erwidert und das ist soooooo niedlich
Nun kommen die Probleme:
Am Montag waren wir im SPZ. Georg hat noch "das Loch" im Herz, stellt aber im Moment kein Problem dar. Es sieht so aus als würde es sich nicht verschließen, da keinerlei Herzgeräusche zu hören sind. In der Monitorsprechstunde kam raus, dass es zwar nennenwerte Ereignisse gab, aber keine besorgniserregenden. Die Schlafmedizinerin (auch Oberärztin der Neo) stellte aber fest, dass Georgs Reflexe noch viel zu ausgeprägt sind. Besonders der Moro macht ihm sehr zu schaffen. Uns ist das schon aufgefallen, aber wir dachten, das machen alle Babies so. Dass das schon weniger sein sollte, war uns nicht klar. Was uns schon aufgefallen ist, ist, dass Georg keine "fremden" Hände mag und sehr überdreht ist, wenn ihn jemand anderen auch nur gehalten hat. Daher haben wir das einfach so gut es geht vermieden. Jetzt ist klar, warum auch Umziehen und Wickeln ihn sooo müde machen. Ja, er schreit jedes Mal wie am Spieß dabei, aber auch das haben wir hingenommen, es gibt ja Kinder, die das einfach nicht mögen. Nun wissen wir, dieses dauernde "Reflexen" ist für ihn extrem unangenehm und er schreit deshalb. Auch kann er deshalb nicht auf dem Rücken schlafen und auch auf dem Bauch nur, wenn die "Auflage" sich kein bisschen bewegt. Daher schläft er in aller Regel entweder im Tuch oder bei meinem Mann oder mir auf dem Bauch. Die Körperbewegungen machen ihm nichts aus.
Ende vom Lied: Georg ist saugschwach, ja und es wird noch einige Zeit dauern bis wir das im Griff haben, weil er so viel Energie für diese Reflexe aufbraucht, dass auch das zu seinem dauernden Einschlafen beim Stillen führt. Ich gehe am Stock, seit seiner Geburt habe ich keine Nacht länger wie 4h geschlafen und die nicht am Stück und in aller Regel nicht im Liegen sondern im Halbsitzen, Reflux sei Dank. Das Zufüttern kostet so viel Zeit, dazu das Stillen und Pumpen. Ich habe gesagt bis Weihnachten schaffe ich das und auch noch ein zwei Wochen länger, aber jetzt ist klar, Ende Januar wird es mindestens. Unter vielen Tränen haben mein Mann und ich zusammen mit Hebamme und Stillberaterin entschieden auf die Flasche zu wechseln. Mein Mann bekommt das Bechern nicht hin und kann mich so nicht entlasten oder mir zu mehr Schlaf verhelfen. Die Stillberaterin hat mir Mut gemacht, dass wir ihn schon wieder vollständig an die Brust bekommen und dass ich jetzt erst einmal Priorität habe und wieder Kraft für all das hier brauche.
Mein Mann ist froh, dass er mir helfen kann und es tut mir tatsächlich gut, etwas mehr zu schlafen, vor allem am Stück. Die Grundtrauer ist bei jeder Flasche da, definitiv, dazu habe ich heute meine Tage wieder bekommen, vermutlich weil Georg nicht intensiv genug trinkt. Bei meinem Großen hat das 10 Monate gedauert. Wenn sein Lächeln nicht wäre und mein ewig geduldiger Mann sowie mein zuckersüßer Großer, ich würde den ganzen Tag heulen... ehrlich. Ich bin einfach am Ende.
Jetzt hoffe ich, dass wir im neuen Jahr ganz schnell einen Platz bei einem Castillo Morales-Therapeuten bekommen und dann wenigstens das Saugproblem in den Griff bekommen. Vielleicht kann der Therapeut auch mit den Reflexen helfen... Ach, wäre es doch schon Januar...
Achja, Gewichtsentwicklung ist weiter positiv. Im SPZ wog er 3400g mit Windel eine Stunde nach der Mahlzeit.