@vroni: Genauso sehe ich das auch. Warum sollte es weniger fahrlässig sein, eine Frau wegen Faulheit oder Fehlinformation zum (wenn sie Glück hat vorübergehenden) Abstillen zu bewegen als ein Kind eventuellen Risiken auszusetzen? Das zeigt mal wieder, dass viele Ärzte sich schlichtweg nicht dafür interessieren. Heute habe ich die Ärztin nicht gesehen, den Verbandswechsel hat eine Schwester gemacht, aber ich hätte der schon was erzählt. Und bei Protest gefragt, vieviele Vorlesungen in Laktationsmedizin sie denn hatte.

Denn beim Stillen bin ICH die Expertin, das maße ich mir jetzt einfach mal an. Es gibt wenig, was ich nicht darüber weiß, und wenn ich mal etwas nicht weiß, weiß ich zumindest genau, wo ich mir sachlich korrekte Informationen holen kann.
@Iris: Ja, das ist schön am Stillen, zwei Schluck Sekt oder ein wenig Bier, und man hat einen netten kleinen Schwips, für den man vorher viiiiiiel mehr hätte trinken müssen!

Ich habe neulich einen Glühwein getrunken und war schon nach zwei Schlucken ziemlich beduselt. Der war allerdings auch nicht mehr richtig warm. (Und ich glaube ja, wenn man nichts gewöhnt ist, macht der Alkohol keinen Umweg mehr über den Magen, der diffundiert durch die Mundschleimhaut umgehend ins Hirn.)
Auf dem Infoblatt steht ja auch das entscheidende Zitat aus dem Spielmann/Schäfer. Mann, wird Zeit, dass ich mir den selber anschaffe. Die LLL-Beraterin kann ich zwar immer anrufen, aber seitenlange Kapitel kann sie mir dann doch nicht vorlesen (vor allem, wenn Ronja gerade ein Häufchen in den Topf gemacht hat und ich ihr durch die ganze Wohnung hinterherrennen muss, weil sie sich weigert, sich den Popo wischen zu lassen...

)
@Altraia: Ja, es scheint schon üblich zu sein, leider. Ich kannte das aber bisher eher aus dem SuT als aus meinem Leben, jetzt mal abgesehen von dem Fehlgriff an Gyn, den ich letztes Jahr getan habe. Der jetztige ist in der Hinsicht in Ordnung. Auch unser ZA, der KiA, die ZÄ meiner Freundin - die haben entweder Ahnung oder genug Verstand und Respekt vor uns als mündige Menschen, dass sie sich da nichts anmaßen. Und die erste Phlebologin war auch echt okay - als ich beim Venen-US fast umgekippt bin, fragte sie, ob ich gerade eben noch gestillt hätte, das könne den Flüssigkeitshaushalt dahingehend beeinflussen. Nur danach verschlechterte es sich echt rapide.
@kja1985: Das hatte ich noch im Kopf, habe auch nochmal in deinen Threads nachgelesen.

Vollnarkose hätten sie auch machen wollen, und dann beide Beine gleichzeitig. Dann hätte ich aber über Nacht bleiben müssen, weil die großen Venen an den Oberschenkeln auch betroffen sind.

Ich habe jetzt einen 8 cm langen Schnitt genau in der Leistenbeuge, u8nd wenn ich den jetzt rechts auch noch hätte, wäre ich komplett behindert. Ich muss schon so echt aufpassen, dass die Kinder (die deinen im Temperament wohl recht ähnlich sind

) mir da nicht drauf rumhüpfen bzw. über mich drüber klettern. Malin ist dazu schon verständig genug und erinnert sich auch rechtzeitig vor größeren Unglücken daran, aber Ronja ist eben noch sehr klein, Sie will hochgehoben werden (darf ich gar nicht, bis die Fäden in 11 Tagen gezogen werden), auf meinen Schoß klettern, sich am Bein abstützen, während sie neben mir aufs Sofa klettert. An sich habe ich keine besonderen Schmerzen, aber ich kann halt nicht wirklich schnell und geschmeidig gehen, und die Narben sind wahnsinnig berührungsempfindlich (ich habe mir heute nacht ein Sofakissen in die Schlafanzughose gesteckt, damit ich nicht versehentlich beim Stillen Tritte abbekomme.) Ist halt doof.
Arztwechsel sehe ich nicht. Da in der Uniklinik eine große Schichtfluktuation herrscht, weiß ich noch nicht mal, ob ich beim zweiten Mal vom selben Arzt operiert werde.
@all: Danke fürs Mitfühlen und Mitaufregen.
