Muss Abstillen, aber welche Nahrung geben???
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- Altraia
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Re: Muss Abstillen, aber welche Nahrung geben???
Meine Informationen diesbezüglich sind dieselben, wie jusl ansprach. Ich würde mich auch erst einmal eingehend erkundigen! Ein einzelner Arzt muss ja nicht unbedingt auch über das Stillen und die Effekte des Stillens Bescheid wissen.
Liebe Grüße,
Christine mit Sohn (2/05), Tochter (6/07) und Tochter (2/14)
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vroni
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Re: Muss Abstillen, aber welche Nahrung geben???
Ganz häufig sind Ärzte nicht über die neueren Erkenntnisse informiert. Ganz besonders trifft das auf den Themenkomplex des Stillens zu.
Es gibt in der Forschung etliche neue Ergebnisse, die Erkrankungen bei der Mutter und die Stillzeit betreffen.
Eine Stillberaterin der La Leche Lige oder der AfS hat die Möglichkeit über die jeweilige Fachstelle zu medizinischen Fragen diese Dinge abzuklären.
Daher wäre es sinnvoll eine Beraterin zu kontaktieren: Hier haben LLL und AfS ihre Listen im Netz.
(Es sei denn, Du WILLST abstillen, dann brauchst Du Dich ja nicht weiter zu informieren - das wäre eine andere Ausgangslage).
Es gibt in der Forschung etliche neue Ergebnisse, die Erkrankungen bei der Mutter und die Stillzeit betreffen.
Eine Stillberaterin der La Leche Lige oder der AfS hat die Möglichkeit über die jeweilige Fachstelle zu medizinischen Fragen diese Dinge abzuklären.
Daher wäre es sinnvoll eine Beraterin zu kontaktieren: Hier haben LLL und AfS ihre Listen im Netz.
(Es sei denn, Du WILLST abstillen, dann brauchst Du Dich ja nicht weiter zu informieren - das wäre eine andere Ausgangslage).
Liebe Grüße
vroni mit Augenstern (*10/02) und Goldkrümel (*10/06)
vroni mit Augenstern (*10/02) und Goldkrümel (*10/06)
- Shiwa
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Re: Muss Abstillen, aber welche Nahrung geben???
Ich habe ja mit einem Spezialisten über diese seltene Krankheit gesprochen, er ist vom Referenzzentrum für Schwangerschaftsosteoporose ( Er ist übrugens auch Gynäkologe und pro Stillen eingestellt). Ich habe mich auch schon durchs Netz gegoogelt, sogar auf englischsprachigen Seiten. Ich versuche es mal zu erklären:
Es stimmt, das die Knochendichte sich nach dem Stillen verbessert, das Problem ist nur das während des Stillens und während der Schwangerschaft die Knochendichte zeitweilig abnimmmt. Bei den meisten Frauen hat das auch keine Auswirkungen, eben nur wenn man Schwangerschaftsosteoporose hat. Da vermindert sie sich drastisch, bei mir sogar erst währen des Stillens, das hat etwas mit der ausbleibenden Regel (deswegen bekommen viele Frauen das nach der Menopause) und mit dem Calciumbedarf für die Milchproduktion zu tun, der durch Nahrung nicht komplett kompensiert werden kann. Wie gesagt, bei gesunden Frauen ist das völlig unproblematisch. Bei mir hat sich die Knochendichte aber vor allem in den letzten Monaten so verringert, das ich mir schon beim Kuscheln mit meiner Tochter auf dem Boden die Rippe gebrochen habe.
Da die Knochendichte wenn ich weiterstille, entweder erstmal noch weiter abnehmen kann oder auch so bleibt, ist das Risiko zu hoch, das ich mir durch eine blöde Bewegung die Wirbel brechen könnte, ich muss halt total aufpassen, darf nicht schwer Tragen etc.
In den meisten Fällen verbessert sich die Knochendichte nach dem Abstillen wieder oder wird zumindest nicht schlechter, und das ist der Effekt auf den ich hoffe,
da ich im Moment ständig auf Hilfe angewiesen bin und auch Angst habe, das was bricht.
Ich hab mir diese Entscheidung nicht leicht gemacht, und auch erst getroffen, nachdem ich sehr viele Informationen gesammelt habe, aber langfristig glaube ich eine bessere Mutter zu sein, wenn ich wieder gesund werde und das Risiko meine Tochter nicht mal mehr tragen zu können oder gelähmt zu sein zu minimieren.
Natürlich bin ich sehr traurig darüber und habe auch schon viele Tränen vergossen, weil ich mir unsere Stillbeziehung anders vorgestellt habe, aber wenn was passiert werde ich mein ganzes Leben unglücklich sein...
So, sorry für den langen Post und ich hoffe, ich habs einigermassen verständlich geschrieben.
Es stimmt, das die Knochendichte sich nach dem Stillen verbessert, das Problem ist nur das während des Stillens und während der Schwangerschaft die Knochendichte zeitweilig abnimmmt. Bei den meisten Frauen hat das auch keine Auswirkungen, eben nur wenn man Schwangerschaftsosteoporose hat. Da vermindert sie sich drastisch, bei mir sogar erst währen des Stillens, das hat etwas mit der ausbleibenden Regel (deswegen bekommen viele Frauen das nach der Menopause) und mit dem Calciumbedarf für die Milchproduktion zu tun, der durch Nahrung nicht komplett kompensiert werden kann. Wie gesagt, bei gesunden Frauen ist das völlig unproblematisch. Bei mir hat sich die Knochendichte aber vor allem in den letzten Monaten so verringert, das ich mir schon beim Kuscheln mit meiner Tochter auf dem Boden die Rippe gebrochen habe.
Da die Knochendichte wenn ich weiterstille, entweder erstmal noch weiter abnehmen kann oder auch so bleibt, ist das Risiko zu hoch, das ich mir durch eine blöde Bewegung die Wirbel brechen könnte, ich muss halt total aufpassen, darf nicht schwer Tragen etc.
In den meisten Fällen verbessert sich die Knochendichte nach dem Abstillen wieder oder wird zumindest nicht schlechter, und das ist der Effekt auf den ich hoffe,
da ich im Moment ständig auf Hilfe angewiesen bin und auch Angst habe, das was bricht.
Ich hab mir diese Entscheidung nicht leicht gemacht, und auch erst getroffen, nachdem ich sehr viele Informationen gesammelt habe, aber langfristig glaube ich eine bessere Mutter zu sein, wenn ich wieder gesund werde und das Risiko meine Tochter nicht mal mehr tragen zu können oder gelähmt zu sein zu minimieren.
Natürlich bin ich sehr traurig darüber und habe auch schon viele Tränen vergossen, weil ich mir unsere Stillbeziehung anders vorgestellt habe, aber wenn was passiert werde ich mein ganzes Leben unglücklich sein...
So, sorry für den langen Post und ich hoffe, ich habs einigermassen verständlich geschrieben.
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jusl
- Jusl Almighty
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Re: Muss Abstillen, aber welche Nahrung geben???
Eben dies wird in der Literatur durchaus auch anders dargestellt. Dort ist zu lesen, dass WÄHREND der Stillzeit durch die stillbedingt veränderten Stoffwechselprozesse mehr Calcium in die Knochen eingebaut werden kann und die Knochendichte entsprechend zunimmt, und zwar je länger, umso mehr.Es stimmt, das die Knochendichte sich nach dem Stillen verbessert, das Problem ist nur das während des Stillens und während der Schwangerschaft die Knochendichte zeitweilig abnimmmt.
Ich hoffe also, Du findest zu diesem Punkt entsprechend nochmal Klärung (Google spuckt da nicht unbedingt den Stand der Dinge aus
Solltest Du tatsächlich abstillen, dann ist jedenfalls bis mind. zum 1. Geburtstag ganz normaler Muttermilchersatz empfohlen, sprich: PRE-Nahrung (oder Säuglingsmilch mit der Ziffer 1, falls der gewünschte Hersteller keine "PRE" anbietet). Muttermilchersatz (auch Anfangsnahrung genannt) unterliegt der Diätverordnung und ist zur alleinigen Ernährung eines nicht (mehr) gestillten Babys geeignet, d.h. auch mit Beikost allemal. Lass Dich von Zutaten wie Fischöl u.ä. nicht verunsichern. Du kannst auf Schadstoffarmut und Zuckerfreiheit (außer Milchzucker natürlich) achten; welche TIER-Milch geeignet ist, kannst Du einfach ausprobieren. Ersatzmilchen auf Kuhmilcheiweißbasis sind am gängigsten (und am leichtesten zu bekommen!) - es gibt keinen Grund (außer eben entsprechende Allergie), Milchen auf ANDERER Basis diesen vorzuziehen.
LG,
Julia
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Annabanana
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Re: Muss Abstillen, aber welche Nahrung geben???
Oje, Du Arme! Das ist keine schöne Situation! Hast Du bzw. Dein Arzt denn mal mit Embryotox gesprochen? Da sitzen nämlich einfach wirklich schlaue Köpfe, die oft gute Ideen haben. Probieren würde ich das auf jeden Fall noch.
Ich kann Deine Trauer nur zu gut verstehen. Vielleicht hilft es Dir ein kleines bisschen, wenn Du Deinem Baby die notwendige Ersatznahrung möglichst stillnah gibst: Du machst Deine Brust frei, legst Dein Baby Bauch an Bauch, hälst es mit dem freien Arm, wechselst die Seiten...und machst es Euch genauso bequem, wie eben beim Stillen.
Alles Gute,
Silke
Ich kann Deine Trauer nur zu gut verstehen. Vielleicht hilft es Dir ein kleines bisschen, wenn Du Deinem Baby die notwendige Ersatznahrung möglichst stillnah gibst: Du machst Deine Brust frei, legst Dein Baby Bauch an Bauch, hälst es mit dem freien Arm, wechselst die Seiten...und machst es Euch genauso bequem, wie eben beim Stillen.
Alles Gute,
Silke
- Shiwa
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Re: Muss Abstillen, aber welche Nahrung geben???
bei mir hat sich die Osteoporose leider erst in der Stillzeit manifestiert, ich bin nach der Geburt noch öfter gestürzt, da ist nichts passiert, erst in den letztenjusl hat geschrieben:
Eben dies wird in der Literatur durchaus auch anders dargestellt. Dort ist zu lesen, dass WÄHREND der Stillzeit durch die stillbedingt veränderten Stoffwechselprozesse mehr Calcium in die Knochen eingebaut werden kann und die Knochendichte entsprechend zunimmt, und zwar je länger, umso mehr.
Ich hoffe also, Du findest zu diesem Punkt entsprechend nochmal Klärung (Google spuckt da nicht unbedingt den Stand der Dinge aus)
Julia
2-3 Monaten habe ich undefinierbare Schmerzen in den Gliedern und 2 Rippenbrüche durch Nichtigkeiten.
http://www.med.uni-marburg.de/stpg/ukm/ ... llzeit.pdf
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jusl
- Jusl Almighty
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Re: Muss Abstillen, aber welche Nahrung geben???
Danke für den Link. Wie schon geschrieben - nicht alle Studien kommen da zu dem gleichen Ergebnis. Dass die Osteoporose sich in der Stillzeit manifestiert, lässt ja nicht direkt auf einen kausalen(!) Zusammenhang schließen. Die Tatsache, dass die Knochendichte statistisch mit der Anzahl der Kinder und der Länge der Stillzeiten positiv korrelliert, wird durch den Artikel nicht erklärt.
Ich wünsche Dir alles Gute für Deine Gesundheit!
LG;
Julia
Ich wünsche Dir alles Gute für Deine Gesundheit!
LG;
Julia
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Maja
- SuT-Legende
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- Wohnort: NRW
Re: Muss Abstillen, aber welche Nahrung geben???
Wie wirkt sich denn die Stillhäufigkeit auf diese Krankheit aus? Wäre es eine Option, noch 1-2 Stillmahlzeiten (strikt limitiert) beizubehalten? Das könnte dann an Milch eventuell schon reichen, mit etwas Glück kämst Du dann mit zusätzlicher Beikost und ohne künstliche Nahrung über die Runden.
Ansonsten würde ich Dir noch empfehlen, Dich zusätzlich in der anthroposophischen Medizin umzusehen (hast Du vielleicht ein anthroposophisches Krankenhaus in der Nähe?). Ich kenne verschiedene Berichte von Frauen mit Osteoporose, die erstaunliche und schulmedizinisch kaum erklärbare Verbesserungen mit dieser Art von Behandlung hatten - allerdings waren das tatsächlich ältere Frauen, inwieweit das übertragbar ist weiß ich nicht. Aber es ist eine Recherche wert, wenn Du vielleicht noch einen Hoffnungsschimmer hast, dadurch einzelne Mahlzeiten weiterzustillen.
Alles Gute!
Ansonsten würde ich Dir noch empfehlen, Dich zusätzlich in der anthroposophischen Medizin umzusehen (hast Du vielleicht ein anthroposophisches Krankenhaus in der Nähe?). Ich kenne verschiedene Berichte von Frauen mit Osteoporose, die erstaunliche und schulmedizinisch kaum erklärbare Verbesserungen mit dieser Art von Behandlung hatten - allerdings waren das tatsächlich ältere Frauen, inwieweit das übertragbar ist weiß ich nicht. Aber es ist eine Recherche wert, wenn Du vielleicht noch einen Hoffnungsschimmer hast, dadurch einzelne Mahlzeiten weiterzustillen.
Alles Gute!
2004/2006/2014
-
JaNiNis-Mom
Re: Muss Abstillen, aber welche Nahrung geben???
Kann Dir zwar keinen Tip wegen der Milch geben, aber Du hast Sie 6 Monate voll gestillt, denk dran (schwacher Trost, aber besser als gar nicht!).
Dass Du keine fremde MuMi geben magst, kann ich verstehen... bei mir waere nur eine Mama in Frage gekommen und sonst niemand
.
Dass Du keine fremde MuMi geben magst, kann ich verstehen... bei mir waere nur eine Mama in Frage gekommen und sonst niemand
- Shiwa
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Re: Muss Abstillen, aber welche Nahrung geben???
Ich bin eigentlich bei einem anthroposophischen Hausarzt, der hat beim letzten Mal nichts gesagt, dass es da was gäbe....nächstes Mal nochmal nachfragen. Hast Du vielleicht einen Link zu dem Thema?? Das wär superMaja hat geschrieben:Wie wirkt sich denn die Stillhäufigkeit auf diese Krankheit aus? Wäre es eine Option, noch 1-2 Stillmahlzeiten (strikt limitiert) beizubehalten? Das könnte dann an Milch eventuell schon reichen, mit etwas Glück kämst Du dann mit zusätzlicher Beikost und ohne künstliche Nahrung über die Runden.
Ansonsten würde ich Dir noch empfehlen, Dich zusätzlich in der anthroposophischen Medizin umzusehen (hast Du vielleicht ein anthroposophisches Krankenhaus in der Nähe?). Ich kenne verschiedene Berichte von Frauen mit Osteoporose, die erstaunliche und schulmedizinisch kaum erklärbare Verbesserungen mit dieser Art von Behandlung hatten - allerdings waren das tatsächlich ältere Frauen, inwieweit das übertragbar ist weiß ich nicht. Aber es ist eine Recherche wert, wenn Du vielleicht noch einen Hoffnungsschimmer hast, dadurch einzelne Mahlzeiten weiterzustillen.
Alles Gute!
Das mit der Stillhäufigkeit weiss ich auch nicht genau, wichtig ist halt, dass die Hormone wieder "normal" arbeiten und keine Ahnung ob dazu die Milchproduktion komplett versiegt sein muss. (Ich hab halt schon Angst meine Gesundheit aufs Spiel zu setzen. In anderthalb Wochen hab ich endlich eine MRT um zu sehen, ob meine Rückenschmerzen eventuell von schon vorhandenen Brüchen kommen, oder nur Verspannungen sind.)
An mehr Beikost ist im Moment auch leider überhaupt nicht zu denken, wir sind nach 3 Wochen immer noch bei ein paar Löffeln (wenn sie gut drauf ist) und die ersten Flaschenversuche heute hat sie komplett verweigert. Damit hatte ich überhaupt nicht gerechnet, weil ich ja am Anfang 8 Wochen pumpgestillt habe und mit der Flasche gefüttert.
