Auf die Gefahr hin hier gesteinigt zu werden, derartige Studien gibt es wirklich und auch wirklich mit diesem Ergebnis. Der Chef meines Mannes ist Vorsitzender der Gesellschaft für Kindergastroenterologie, die diese Studie unter anderem mitgetragen hat und soweit ich weiß ist sie durchaus nicht von Herrn Hipp gesponsort

. Das nur am Rande.
Was ich eigentlich sagen will ist, seit doch nicht alle immer so einseitig und engstirnig was die Beikost betrifft, sowohl was den Zeitpunkt anbelangt, als auch was die Art der Beikost betrifft. Schaut Euch doch mal auf der Welt um, überall wird das ein wenig anders gehandhabt. In Italien haben wir festgestellt, dass es unheimlich viele Fleisch-, Fisch- und Käsegläschen gibt, dazu dann ganz kleine Pasta extra für die Kleinen. Also nix mit dem puren Gemüsestart für die Keinsten. Hingegen gibt es kaum Gemüsemenüs wie bei uns, einezlne haben wir gar nicht gefunden. Also nix mit dem puren Gemüsestart für die Keinsten. In Frankreich ist es wieder ganz anders. In wieder anderen Kulturen bekommen die Babies als erstes Getreide. Und es gibt auf der Welt die verschiedensten Zeitpunkte zu denen Beikost eingeführt wird. Wenn man mal alle Länder und Kulturen mit diesen verschiedenen Herangehensweisen vergleicht, unterscheiden die sich in Allergierisiko und Häufigkeit nur minimal, was also ist jetzt der einzig richtige Weg???
Ein sehr gutes Buch, nicht nur zu diesem Thema, ist übrigens "Kinder verstehen" von Herbert Renz-Polster, da wird vieles mal im Hinblick auf die Evolution und in globaler Sicht betrachtet und erklärt.
Und um mal die Verschiedenheit der Kinder aus eigener Erfahrung zu beschreiben:
Ich habe zwei Kinder. Meine Große hat (sicher auch verschuldet und begründet durch extreme Startschwierigkeiten) nie wirklich begeistert gestillt und sich dann auch mit 4 1/2 Monaten abgestillt, obwohl ich darum gekämpft habe (andere Geschichte). Zu etwa diesem Zeitpunkt, also mit 4 1/2 Monaten hat sie enormes Interesse an meinem Essen entwickelt, ständig alles vom Teller stibitzt und in den Mund gesteckt. Ihr erstes Gläschen hat sie dann ebenfalls mit 4 1/2 Monaten ratzfatz aufgefuttert, seit sie 8 Monate war hat sie zum Teil (natürlich milder gewürzt) bei uns mitgegessen. Probleme hatte sie damit nie, weder allergiebedingt (und ich bin gegen vieles allergisch) noch verdauungstechnisch.
Mein Kleiner - war von Anfang an der totale Stilljunkie, hatte seit er 3 Monate alt war enorme Probleme mit dem Stuhlgang obwohl voll gestillt. Mit gut 4 Monaten auch großes Interesse an meinem Essen, angebotenen Brei jedoch total abgelehnt, mal an einer Gurke gelutscht. Ich habe ihn also eigentlich voll gestillt bis er gut sieben Monate alt war, obwohl ich ihm immer mal wieder Brei angeboten habe, weil er nach wie vor Interesse zeigte. Aber nennenswerte Mengen hat er nie wollen, musste er dann auch nicht. Seit er gut sieben Monate alt ist, futtert er wahre Mengen. Seitdem hatte er auch keine Probleme mit dem Stuhlgang mehr, aber wohl eher, weil er sich seitdem wirklich viel selber bewegt

Seit er 9 Monate ist, ißt er (wieder weniger gewürzt) eigentlich bei uns mit; Brei ist "bäh"
Es gibt eben nicht
die Empfehlung für alle Kinder, jedes Kind is(s)t anders, auch als Baby schon.
Und was die WHO-Empfehlungen betrifft (an denen ich mich ebenfalls
orientiere, nicht falsch verstehen!), die empfiehlt auch die Kinder komplett impfen zu lassen - noch Fragen?
