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Re: Binational

Verfasst: 14.09.2009, 10:40
von Susanne
@ Inselkind
Ich kenne leider auch solche Faelle von Frauen die mit Moslems aus Jordanien,Aegypten,Israel usw verheiratet waren.Und meine ganz ehrliche Meinung,kein religioeser Moslem wird sich eine deutsche Frau suchen,auch wenn sie konvertiert.Ihr ward als Jugendliche,junge Erwachsene keine Moslems und wahrscheinlich hattet ihr auch schon einen Freund bevor euren Maennern.Ein religioeser Mann wuerde das nicht akzeptieren.

Gruss Susanne

Re: Binational

Verfasst: 14.09.2009, 10:51
von inselkind08
@Susanne: nein, das stimmt so nicht. Die ehrlich Religiösen freuen sich sehr über konvertierte Muslime. Ihre Einstellung ist da, "wenn Allah vergibt und vergisst, was vor dem Islam war, dann müssen wir Menschen das auch". Es sind eher die mittelmässig oder pseudo-religiösen, die unbedingt eine Jungfrau heiraten wollen, die ganz Religiösen sehen es meist als Opfer für Allah bzw. gute Tat wenn sie eben eine konvertierte Frau heiraten, die nicht mehr Jungfrau war...
Mein Mann ist super-eifersüchtig wie die meisten Araber aber er wollte nie wissen was war bevor wir geheiratet haben, allerdings habe ich ihn kennengelernt, da war ich schon sehr lange Muslimin...

Re: Binational

Verfasst: 14.09.2009, 11:14
von Susanne

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Mein Mann ist super-eifersüchtig wie die meisten Araber
Das sagt doch aber schon so viel.Stell dir vor ihr wuerdet euch scheiden lassen,du wuerdest einen neuen Mann heiraten und eurer Kind sollte bei dir bleiben.Wuerde das dein Mann dann wirklich akzeptieren?

Gruss Susanne

Re: Binational

Verfasst: 14.09.2009, 11:22
von inselkind08
Ja das würde er solange ich Muslimin bleibe (und der Grund für die Scheidung nicht wäre das ich ihn betrogen hätte)...
Ich denke aber nicht das ich wieder heiraten würde nach einer Scheidung, denn ich kann mir nicht vorstellen das ein fremder Mann meinen Sohn so lieben kann wie sein Vater ihn liebt. Abr ich hoffe sehr das es niemals zu einer Scheidung kommt, denn ich liebe mein Mann sehr, er ist ein wunderbarer Mann und ich möchte nicht ohne ihn leben müssen.

Und ganz ehrlich finde ich die Eifersucht normal, ich würde auch nicht wollen, das mein Mann vor mir ausbreitet welche Frauen er vor mir hatte... das fände ich auch unenrträglich...

Re: Binational

Verfasst: 14.09.2009, 11:45
von Susanne
Und wenn du nicht Muslimin bleibst?Ich habe einige Frauen kennengelernt,die zum Islam uebergetreten sind oder auch westliche Juden,die richtig religioes wurden und nach ein paar Jahren dann doch wieder umgeschwenkt haben.Niemand weiss,wie es bei euch in ein paar Jahren aussieht.Fuer mich bleibt eine Mutter genauso wichtig,egal welche Religion sie annimmt oder wenn sie heiratet.Wenn man sich scheiden laesst muss man als erstes an die Kinder denken,und auch Eltern fuer die Kinder bleiben.Das heisst fuer mich,auch wenn ich meinen Ex noch so hasse,ich muss seine Entscheidungen,wie er leben moechte akzeptieren und erwarte von ihm das Gleiche.Das heisst fuer mich,das ich mich kleiden darf wie ich es moechte und mich treffen darf,mit wem ich moechte.Leider koennen dieses Moslems nicht akzeptieren,zumindestens die Meissten nicht.Wenn ich einen Mann aus einer westlichen Kultur heirate sind meine Chancen wesentlich hoeher,dass wir auch noch nach einer Scheidung gemeinsam Eltern sein koennen und im Interesse der Kinder handeln.
Und mit der Eifersucht,sicherlich ist jeder irgendwo eifersuechtig,aber es kommt auf das Mass an.Wenn ich eine gute Beziehung habe,gibt es eigentlich auch keinen Grund fuer Eifersucht,dann vertraue ich meinem Partner.Wenn mich mein Partner aber kontrolliert,weil er eifersuechtig ist,dann ist das fuer mich stalking und hat mit Liebe nichts mehr zu tun.

Mir waere es lieber ich wuesste ueber die Ex Frauen meines Partners Bescheid,ich finde solche "Geheimnisse" in einer Partnerschaft/Ehe fehl am Platz.

Gruss Susanne

Re: Binational

Verfasst: 14.09.2009, 12:25
von inselkind08
@Ziana... sorry, ich hoffe wir sprengen jetzt nicht deinen Thread hier mit der Diskussion...
@Susanne Ich weiss auch über die "Ex-Frauen" meines Mannes Bescheid, aber nur wenig Details... mehr will ich nicht wissen, weil es Vergangenheit ist, genauso mein Mann, er weiss über das Wichtigste Bescheid, und mehr spielt in unserer Beziehung kein Rolle mehr, wir wissen Bescheid, aber es tut halt nicht Not darüber mehr zu reden, denn es spielt halt keine Rolle für unsere jetzige Beziehung, mein Mann ist eifersüchtig weil er mich liebt, aber er vertraut mir voll und ganz, ich kann mich frei bewegen, er kontrolliert mich nie, ich reise auch allein mit unserem Sohn und momentan bin ich mal wieder allein in Deutschland...
Für mich halte ich es übrigens für vollkommen unwahrscheinlich das ich je den Islam wieder verlassen könnte, ich habe mich ganz allein und völlig frei und gut überlegt für den Islam entschieden, aus Überzeugung, erst viel später habe ich meinen Mann kennengelernt...
Ich denke das die Probleme nach einer Scheidung immer vorkommen können, die Wahrscheinlichkeit ist wohl nur geringer wenn man aus dem selben Kulturkreis stammt oder der selben Religion ist. Grosse Probleme danach gibt es nicht nur zwischen Arabern und Europäern, auch in anderen bikulturellen Beziehungen gibt es danach Probleme... Ich kenne z.B. eine Kanandier der war mit einen Vietnamesin verheiratet, nach der Scheidung hat sie mit dem Kind nur noch ihre Sprache gesprochen und alles Mögliche versucht um das Kind von dem Vater fernzuhalten...

Re: Binational

Verfasst: 14.09.2009, 13:12
von Susanne

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nach der Scheidung hat sie mit dem Kind nur noch ihre Sprache gesprochen 
Ich spreche auch nur deutsch mit meinen Kindern,warum sollte man das nicht?

Sicherlich kann es immer bei Scheidungen zu so einem Streit kommen,ich bin als Kind selbst zwischen sowas geraten.Aber als Frau im Islam ist es was anderes als wenn sich meintetwegen eine Deutsche und ein Franzose sich trennen.Ich kenne hier einige Binationale Beziehungen und niemand hat sich vorher abgesichert oder mal bei der Botschaft angefragt,was im Falle eines Falles passieren kann und wie man vorbeugen koennte.Man denkt eben nicht an Scheidung,wenn man heiratet.Mich haben auch einige warnen wollen,ich habe aber auch immer alles abgewinkt.Ich habe auch immer gesagt,meiner ist nicht so und man hoert ja nur die schlimmen Geschichten,wenn es mit der Ehe klappt berichtet niemand davon.Ich war ueberzeugt,das mehr Ehen funktionieren und solche Faelle die Ausnahme sind.Inzwischen sehe ich,dass genau das Gegenteil der Fall ist.

Gruss Susanne

Re: Binational

Verfasst: 14.09.2009, 13:22
von milkshake
inselkind08 hat geschrieben:
Und die Mütter sollen ihre Kinder zwei volle Jahre stillen, sofern sie wünschen, daß das Stillen vollständig sei. (...) << Koran Sure 2 Vers 233
sag mal, was genau bedeutet der letzte absatz?

ich bin in einer fernbeziehung mit einem amerikaner-afrikaner (ostafrika), wir sind beide christen. er lebt aktuell in den usa und ich und unsere tochter hier in d. seine familie in tansania ist auch christlich.

ich bin darüber ganz glücklich, denn ich kann mir vorstellen, daß es sehr schwierig ist, eine interkulturelle und interreligiöse beziehung zu führen.

Re: Binational

Verfasst: 14.09.2009, 16:22
von inselkind08
Susanne hat geschrieben:

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nach der Scheidung hat sie mit dem Kind nur noch ihre Sprache gesprochen 
Ich spreche auch nur deutsch mit meinen Kindern,warum sollte man das nicht?
naja in dem Fall war es so das sie in Kanada leben, und sie von Anfang an versucht hat eine Beziehung zwischen Vater und Sohn zu behindern... sie lehnte einfach ab das der sohn die Sprache seines Vaters lernt und das schon als sie noch verheiratet waren..

@ whoopsy du meinst meine Signatur? Das ist ein Vers aus dem Koran über's Stillen, der besagt das eine Mutter ihre Kinder mindestens 2 Jahre stillen sollte...

Re: Binational

Verfasst: 14.09.2009, 18:49
von Susanne
Wenn sie in Kanada leben wird das Kind sowieso englisch oder franzoesisch also die Sprache des Vaters lernen.Ist ja bei meinen Kinder auch so,hebraeisch lernen sie im Kindergarten und Schule.Vitnamesisch koennen sie nur von der Mutter lernen und wenn das Umfeld eine andere Sprache hat,wird die Sprache der Mutter sowieso schwaecher sein.Warum dann nicht nur vitnamesisch zu Hause sprechen?Das ist die Muttersprache der Mutter,die sie auch am Besten kann.Wozu mit dem Kind eine Sprache sprechen,in der die Mutter Fehler macht?Das isolieren von Vater ist natuerlich eine andere Sache.Ich kenne keine von Beiden und kann mir da kein Urteil ueber die Mutter oder den Vater erlauben.

Gruss Susanne