jusl hat geschrieben:Ja, mach Dir um die Milchproduktion wirklich keinen Kopf - die ist volletabliert und eindeutig noch auf Vollstill-Niveau.
Super, das beruhigt mich. Dann mache ich mir auch keinen Stress, wenn ich mal die 2 Stunden nicht ganz einhalte.
Erstaunlich ist allerdings die Tatsache, dass Dein Baby seit 3 Tagen ohne jegliches Saugen (richtig?? auch nicht an den eigenen Fingern?) glücklich und zufrieden ist (oder habe ich das misverstanden und sie ist gar nicht glücklich und zufrieden?).
Das erstaunt mich auch. Sie hatte bisher meist einmal am Tag eine gemütliche Nuckelphase, in der sie 30-60 Minuten an der Brust hing, zwischendurch döste. Und auch sonst war sie eher gemütlich und hat das Stillen nicht als reine Nahrungsaufnahme zelebriert.
Nein, sie saugt auch nicht an den eigenen Fingern, höchstens einmal am Tag ganz kurz. Hm, wirklich glücklich und zufrieden ist sie nicht, ich habe es noch auf das Zahnen oder was auch immer es war geschoben. Am Montag und Dienstag hat sie wirklich kränklich ausgesehen und bis Mittwoch hat sie total wenig getrunken. Heute ging es ihr schon wieder viel besser und sie hat auch wieder etwas ausdauernder gespielt. Insgesamt ist sie aber "empfindlicher" und anhänglicher als sonst, würde ich sagen.
Übrigens meinte mein Mann eben (er hat sie eben nochmal gefüttert), sie hätte gerne am Becher genuckelt. Gegen Ende hat sie nicht mehr so begeistert getrunken, wollte den Schnabel aber gerne im Mund behalten.
Falls sie tatsächlich ein dermaßen geringes Saugbedürfnis haben sollte - was wirklich unwahrscheinlich, aber sicherlich nicht 100% ausgeschlossen ist - dann würde ich rein gefühlsmäßig von Experimenten in Sachen Hütchenentwöhnung abraten. Mit 7 Monaten ist sie einfach schon sehr stark an ihr Saugmuster gewöhnt; Umgewöhnungsprogramme für Babys in diesem Alter (die durchaus sehr erfolgreich sind!) arbeiten v.a. mit dem normalerweise noch sehr starken Saugbedürfnis und kleinschrittigen Veränderungen, die bei HÄUFIGEM Stillen mehrmals täglich geübt werden.
Auf der anderen Seite: möglicherweise hat ihr Stillstreik ja ursächlich mit den Hütchen zu tun, dann wäre dies sozusagen eine Supergelegenheit, die Hütchen loszuwerden (das ist nicht auszuschließen, aber wenn ich tippen müsste: eher nicht.)
Ja, das würde ich vom Gefühl auch sagen. Sie weiß mit der nackten Brust ohne Hütchen echt nichts anzufangen. Und mir ist es auch nicht wichtig, ihr das noch abzugewöhnen. Das mache ich dann beim nächsten Kind gleich "richtig".

Wenn die Knibbelei eskaliert, werde ich überlegen, doch das Hütchen abzugewöhnen. Ansonsten ist es so vielleicht einfacher.
Da bei Dir die Milchproduktion aktuell noch so gut klappt: hast Du Kraft und Nerven, die Situation noch mit etwas Geduld auszuhalten? Vielleicht für ein oder zwei Tage TAGSÜBER sämtliche Stillversuche einzustellen, und DANACH mal abends/nachts/im Halbschlaf den nächsten Versuch zu wagen? Vielleicht zeichnet sich in der Zwischenzeit die Lösung des Problems von selbst ab.
Ja, das klingt genau richtig. Das mit der Milchmenge beruhigt mich sehr und ich halte ganz sicher noch eine Weile durch. In 10 Tagen fange ich wieder an zu arbeiten, aber da kann ich mein Pensum und meine Arbeitszeit selbst wählen, das ist also unkompliziert. Notfalls kann ich den Arbeitsstart auch noch verschieben. Da habe ich keinen Druck.
Ich denke auch, dass ich die Versuche tagsüber erstmal einstelle. Entweder sie spielt nur rum oder sie wird richtig wütend. Im Schlaf komme ich viel besser an sie "ran". Wenn es sich ergibt, versuche ich es diese Nacht nochmal, ansonsten versuche ich mich zu entspannen und warte das Wochenende ab.
DANKE schon mal! Das hilft wirklich weiter.
LG Elena