Also wenn du einen Kanga bzw. eine Kangabindeweise mit kurzem Tragetuch ausprobieren möchtest speziell für die Gartenarbeit, bei der du oft vornübergebeugt oder mal mit den Armen oben etwas machen musst, hätte ich auch bei einem Baby, das so klein wie deines ist, keinerlei Bedenken.
Denn: Die Zeitspanne und -dauer ist ja begrenzt, besonders viel Stöße und Erschütterungen durch Laufen auf Asphalt sind im Garten nicht zu erwarten und praktisch und entlastend für die Schultern ist es noch dazu.
Eine Beratungskundin von mir war so mit einem knapp drei Monate alten Baby in Spanien bei der Olivenernte und war für diese Situation sehr zufrieden.
Wichtig ist, dass du den Kanga so hoch wie nur möglich bindest, also die Oberkante direkt unter deinen Achseln verlaufen lässt.
Beide Kanten solltest du auch wirklich gaaaaaaaaanz fest ziehen, nicht alle Babies finden das auf Anhieb lustig - muss man ausprobieren.
Du kannst den Kopf noch zusätzlich stützen, indem du ein zweites Kanga zu einer Wurst rollst und einmal um Babykopf und dich laufen lässt, oder indem du einen zweiten Kanga über den ersten drüberbindest, allerdings so hoch angesetzt, dass das Köpfchen bis zu den Ohren eingebunden ist. Das klappt wahrscheinlich aber nur bei einem schlafenden Baby, das nix sehen möchte...
Es gibt ein Kanga-Video auf Youtube, das mir sehr viel geholfen hat:
KLICK - darin wird auch ein kleiner Trick gezeigt, wie man die Oberkante schonmal vorfixiert, außerdem liegt mir diese Art des Oberkantenverzwirbelns mehr, weil ich das Tuch damit höher bekomme -- ganz wichtig, damit es auch fest wird.
Übrigens: Bei der Technik, mit der ein Kanga gebunden wird, macht m. E. Diagonalelatizität oder normale Querelastizität des Stoffs auch keinen nennenswerten Unterschied aus - es wird nicht strähnchenweise festgezogen und nicht mit langen Bahnen gearbeitet, die leichter ausleiern können, die Festigkeit rührt von der oberen und unteren Kante, zwischen denen der restliche Stoff fast wie auf einen Rahmen gespannt ist.