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Re: Gibt es eigentlich noch Ammen?!
Verfasst: 10.08.2009, 13:30
von mayra
Ich denke bei dem "Preis" muss man auch bedenken, dass diese Milch ja an diesen Kliniken auch aufbereitet und untersucht wird. Personal und das alles muss ja bezahlt werden...
Das mit der Scheinträchtigkeit hab ich mir tatsache noch nie überlegt, aber es leuchtet ein! Katzen säugen soweit ich weiß auch kreuz und quer

zumindest las ich mal, dass Kätzinnen meist (in freier Natur) bei der Mutter bleiben und dann gibts nachher gemeinsame Kinderstuben mit gegenseitigem säugen.
Re: Gibt es eigentlich noch Ammen?!
Verfasst: 10.08.2009, 13:36
von kruemel09
mayra hat geschrieben:Ich denke bei dem "Preis" muss man auch bedenken, dass diese Milch ja an diesen Kliniken auch aufbereitet und untersucht wird. Personal und das alles muss ja bezahlt werden...

Ja schon, aber auf Dauer kann Frau sich das nicht leisten!
Re: Gibt es eigentlich noch Ammen?!
Verfasst: 10.08.2009, 13:38
von mayra
Natürlich kann man sich das nicht leisten, keine Frage! Dafür ist es ja aber auch nicht gedacht.
Soweit ich weiß, wird mit der Spendermilch die erste Zeit bei Frühchen überbrückt, bis die Mutter selbst genügend abpumpen kann.
"Andere" Mütter, die selbst nicht stillen können, aber Mumi füttern wollen würden, sind heutzutage da eher aufgeschmissen...

Re: Gibt es eigentlich noch Ammen?!
Verfasst: 10.08.2009, 22:04
von Sally
mayra hat geschrieben:
Soweit ich weiß, wird mit der Spendermilch die erste Zeit bei Frühchen überbrückt, bis die Mutter selbst genügend abpumpen kann.
Das habe ich genau "andersherum" gehört. Nämlich, dass die Frühchen-Mamas ja viel mehr Milch haben als die Minimengen, die das Frühchen bekommt und diese überschüssige Milch deshalb für wen auch immer gespendet wird.
Re: Gibt es eigentlich noch Ammen?!
Verfasst: 10.08.2009, 23:52
von jusl
Gerade bei extremen Frühchen kann "Frauenmilch ja oder nein" massive gesundheitliche Auswirkungen haben. Spendermilch ist daher bei Frühchen, deren Mütter nicht selbst stillen/pumpen können oder wollen (der Anteil Nichtstillender ist hier höher als bei reifgeborenen Babys), von besonderem Wert (egal ob von einer anderen Frühchenmama oder Reifgeboreren-Mama).
LG,
Julia
Re: Gibt es eigentlich noch Ammen?!
Verfasst: 11.08.2009, 09:27
von ~Anna~
jusl hat geschrieben:Spendermilch ist daher bei Frühchen, deren Mütter nicht selbst stillen/pumpen können oder wollen (der Anteil Nichtstillender ist hier höher als bei reifgeborenen Babys),
Aber woran liegts? An der oftmals mangelnden Unterstützung in der Klinik! Es würden sicher viel mehr Frühchenmütter pumpen/stillen, wenn ihnen nicht schon von Beginn an die Illusion genommen wird.
Sally, genau. Mein Frühchen bekam zu Anfang 3 ml! Du kannst dir kaum vorstellen wie unser Gefrierfach aussah! (Ich habe eimgefroren.)
Re: Gibt es eigentlich noch Ammen?!
Verfasst: 11.08.2009, 09:53
von mayra
Aha, wieder was gelernt

!!
Warum so viele nicht pumpen? Denke auch, dass das an den KHs und Hebammen usw. liegt. Eine Bekannte hat letztes Jahr Zwillinge ca. 6 Wochen zu früh entbunden und hat sie nicht gestillt. Warum sollte ich mir deen Stress mit zweien antun? Das war ihr Argument und auch das ihrer Hebamme!!

Re: Gibt es eigentlich noch Ammen?!
Verfasst: 11.08.2009, 10:02
von daifuku
~Anna~ hat geschrieben:(Ich habe eimgefroren.)

Ist das die Abkürzung für "eimerweise eingefroren"?

Re: Gibt es eigentlich noch Ammen?!
Verfasst: 11.08.2009, 11:48
von ~Anna~
daifuku hat geschrieben:~Anna~ hat geschrieben:(Ich habe eimgefroren.)

Ist das die Abkürzung für "eimerweise eingefroren"?

Hups!

Ja, aber so könnte es auch passen!

Re: Gibt es eigentlich noch Ammen?!
Verfasst: 11.08.2009, 12:18
von jusl
~Anna~ hat geschrieben:jusl hat geschrieben:Spendermilch ist daher bei Frühchen, deren Mütter nicht selbst stillen/pumpen können oder wollen (der Anteil Nichtstillender ist hier höher als bei reifgeborenen Babys),
Aber woran liegts? An der oftmals mangelnden Unterstützung in der Klinik! Es würden sicher viel mehr Frühchenmütter pumpen/stillen, wenn ihnen nicht schon von Beginn an die Illusion genommen wird.
Das ist schon etwas komplexer, denke ich. Einmal ist der Anteil an Müttern mit schweren gesundheitlichen Problemen (Gestose, HELLP-Syndrom, Diabetes, Zigaretten- und Alkoholabusus usw.) bei extremen Frühchen viel höher als bei Müttern von Reifgeborenen (u.a. DESHALB kamen die Kinder ja so früh). Eine Mutter, die auf der Intensivstation um das eigene Leben kämpft, kann ihr Kind kaum das Stillen lehren.
Außerdem berichten manche Mütter frühest geborener Kinder, dass die teils wochenlange Angst vor dem möglichen Tod des Kindes leichter zu ertragen war, wenn sie sich erstmal "nicht so sehr aufs Kind einlassen", dementsprechend auch weniger an der Pflege des Kindes beteiligt sind und nicht stillen/pumpen. (ich weiß, dass andere Mütter gerade die Tatsache, ihrem Baby wenigstens ihre Milch geben zu können, als heilsam empfinden).
Mütter von Reifgeborenen können mit ihren Kinder ja oft sehr schnell heim, und zuhause klappt das Stillen wegen der gewahrten Intimsphäre oft viel besser als unter Beobachtung im KH. Frühchenmütter können dies natürlich nicht.
DAZU kommen dann mitunter stillunfreundliche KKH-Routinen (die teils so schlimm sein können, dass für manche Mütter Stillen schlicht unmöglich gemacht wird

). Die fachkundige Anleitung muss für Mütter von Frühchen noch besser sein als für Mütter von Reifgeborenen, da Frühchen spezielle Schwierigkeiten haben können, die bei Reifgeborenen gar nicht auftreten.
LG,
Julia