Ich denke, dass so viele Babys beim Einbinden Meckern oder sogar weinen, liegt an folgender Mischung:
* Wenn eine noch ungeübte Mama einbindet, dann dauert das einige Minuten, und sie steht dabei GANZ STILL. Das mögen viele Babys nicht.
* Wenn eine noch ungeübte Mama einbindet, kann das Baby ihre Unsicherheit spüren und äußert diese durch Weinen.
* Wenn ein Baby gerade nicht getragen wird - es kann dabei durchaus fröhlich sein - steht es doch unter einer gewissen (An-)Spannung. Im Tuch fällt diese Spannung dann ab, und bei vielen Kindern äußert sich dies durch spontanes kurzes Weinen. Geht man dann kräftig umher, so dass das Baby die sichere Begrenzung spürt oder lässt das Baby sogar saugen, wird es diese Spannung auf
diesem Wege los und das Weinen stoppt.
Natürlich sind weitere Ursachen möglich, etwa bei jungen Babys der Hautkontakt Gesichtchen - Mamas Haut, was sofort Suchreflexe auslösen kann und die Babys mögen dann erstmal lieber noch mal schnell stillen/saugen, ehe sie ins Tuch kommen. Oder bei älteren Babys die Tatsache, dass sie vielleicht tatsächlich lieber gerade irgendetwas anderes gemacht hätten, was aber gerade nicht geht
Was jedenfalls fast immer hilft:
* zügig, fest und sorgfältig binden, und währenddessen ANDERE Sinnesreize schaffen (wippen, umhergehen, laut sprechen, vor einen Spiegel stillen, Glotze an,...

)
* nach dem Einbinden kräftig-stampfig umhergehen, saugen lassen.
Für diese Theorie spricht m.E. die Beobachtung, dass diese "Spannungs-Abführungs-Maßnahmen" umso weniger notwenig werden, je älter das Kind wird (dann kann es das nämlich selbst

). Ein- bis zweijährige finden Einbinden oft superlustig, lachen sich dabei kaputt, oder reichen währenddessen schonmal die richtige Tragetuchbahn an
LG;
Julia