ab wann blumenkohl?

Was kommt nach dem Vollstillen?

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Gaby
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Re: ab wann blumenkohl?

Beitrag von Gaby »

Blumenkohl kannst Du Deinem Kind ruhig geben. Spinat ist, soweit ich weiß, für Babys nur problematisch, wenn er vorgekocht nochmals aufgewärmt wird. Frisch zubereitet geht Spinat auch als Beikost.
mit 07/02, 05/04, 03/06 und 10/08

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Seerose
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Re: ab wann blumenkohl?

Beitrag von Seerose »

Gaby hat geschrieben:Blumenkohl kannst Du Deinem Kind ruhig geben. Spinat ist, soweit ich weiß, für Babys nur problematisch, wenn er vorgekocht nochmals aufgewärmt wird. Frisch zubereitet geht Spinat auch als Beikost.
Das Problem hat man aber nicht nur mit Spinat sondern auch mit anderem Gemüse. Ich war ziemlich schockiert als ich erfahren habe wie hoch belastet Kohlrabi ist und wie schlimm es sein soll, wenn man diesen wieder aufwärmt. Seufz, Mailin liebt Kohlrabi und den gab's ganz oft als sie noch klein war. Und den hab ich sogar mehr als 1x wieder aufgewärmt. :oops:

Hier mal kurz was rauskopiert:

Hoch belastet: Kopfsalat, Kohlrabi, Feldsalat, Radieschen, Rettich, Rote Beete
Mäßig belastet: Spinat, Endivie, Chinakohl, Lauch, Kohlrabi, Sellerie, Kohlsorten
schwach belastet: Karotten, Blumenkohl

Nitrat selbst ist für den Erwachsenen ungefährlich. Hohe Dosen führen zu einer verstärkten Durchblutung, vor allem der Herzkranzgefäße. Daher wurde es früher als Medikament für Durchblutungsstörungen verwendet, bis bessere Medikamente auf dem Markt waren.
Die Gefahr von Nitrat liegt an einem Abbauprodukt, dem Nitrit. In Lebensmitteln entsteht Nitrit aus Nitrat nur selten, da es instabil gegenüber Sauerstoff ist. Es kommt zur Nitritbildung unter folgenden Umständen:

Das Lebensmittel ist luftdicht verpackt, z.B. in Folienbeuteln eingeschweißter Salat. Hier wird durch Mikroorganismen Nitrat zu Nitrit reduziert, es kommen bis zu 10-20 mg Nitrit / kg Salat vor
Das Lebensmittel wird hoch zerkleinert und dann längere Zeit geschlossen stehen gelassen. Auch hier reduzieren Mikroorganismen vermehrt Nitrat zu Nitrit, da die Oberfläche an der die Reaktion stattfindet nun wesentlich größer ist als im unzerkleinerten Zustand. Hier ist das Paradebeispiel der Spinat, der ja stark zerkleinert wird und nitratreich ist. Hier sollte man den Spinat auf einmal verbrauchen oder Reste kühlen.

De Hauptquellen für Nitrit aus Nitrat sind aber im menschlichen Organismus zu suchen. Zum einen reduzieren viele Mikroorganismen, auch die den Darm bewohnenden Nitrat zu Nitrit, zum anderen vermögen dies auch Enzyme im Speichel. Nitrat aus der Nahrung akkumuliert sich gerne im Speichel und die dort gebildeten Nitritmengen können 30-60 % der Gesamtnitritbelastung ausmachen.

Säuglinge bilden noch keine oder wenig Magensäure und sind so besonders gefährdet, da hier die Mikroorganismen schon im Magen mit der Nitritbildung beginnen.
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Liebe Grüße,
Seerose
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safri
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Re: ab wann blumenkohl?

Beitrag von safri »

Gilt das auch fuer Gemuese aus dem eigenen Garten? Also ist das Nitrat im Gemuese an sich schon belastend?
S. mit der Katze (06/2008) und dem Grinsebär (07/2009)
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