Kann man Essstörungen antrainieren?
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Re: Kann man Essstörungen antrainieren?
Hi Lila!
Danke für deine Antwort. Lias ist 2,5 Monate alt...
Ich ahb dsa vielleicht ein bißchen falsch geschrieben..als würde ich ihn ständig schreien lassen, wenn er das Bedürfnis zu saugen hat,...das tu ich absolut nicht. Sobald er wirklich saugt darf er das...jedes mal und so lange er möchte. Bei seiner allabendlichen Schreiphase will er das aber gar nicht. Da beruhigt ihn nix..nicht mal TT und spazieren gehen( Das hat sonst immer geholfen) und da kann ich nichts tun außer da sein ihn halten zuhören. Irgendwann kommt dann der Punkt wo er kurz inne hält und an irgendwas "schnüffelt" und da weiß ich, jetzt will er saugen und das darf er dann auch und braucht das in dem Moment auch.
Liebe Grüße
Danke für deine Antwort. Lias ist 2,5 Monate alt...
Ich ahb dsa vielleicht ein bißchen falsch geschrieben..als würde ich ihn ständig schreien lassen, wenn er das Bedürfnis zu saugen hat,...das tu ich absolut nicht. Sobald er wirklich saugt darf er das...jedes mal und so lange er möchte. Bei seiner allabendlichen Schreiphase will er das aber gar nicht. Da beruhigt ihn nix..nicht mal TT und spazieren gehen( Das hat sonst immer geholfen) und da kann ich nichts tun außer da sein ihn halten zuhören. Irgendwann kommt dann der Punkt wo er kurz inne hält und an irgendwas "schnüffelt" und da weiß ich, jetzt will er saugen und das darf er dann auch und braucht das in dem Moment auch.
Liebe Grüße
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Sagittaria
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Re: Kann man Essstörungen antrainieren?
Ich gehe das ganze mal von der anderen Richtung her an.
Woher kommt Deine Essstörung? Hast Du das ergründet?
Ich habe auch eine Essstörung und weiß, woher sie kommt.
Ich wurde drei Monate lang gestillt, jedoch war das erste Mal mehr als 24 Stunden nach der Geburt, da ich ein Not-KS war. Dann durfte meine Mutter mich nur alle vier Stunden stillen. Zu Hause hat sie versucht nach Bedarf zu stillen, das aber nur drei Monate geschafft und ist dann auf Flasche umgestiegen. Ich musste als Kind das essen, was auf den Teller kam. Alles! Und der Teller musste leer gegesen werden. Es wurde immer zu einer bestimmten Uhrzeit gegessen, dazwischen gab es nichts.
Mir wurde also von Geburt an mein natürliches Hunger- und Sättigungsgefühl abtrainiert. Auch heute noch, merke ich in Stresssituationen erst, dass ich Hunger habe, wenn mir schlecht wird. Beim Essen muss ich mich dann einbremsen, sonst esse ich so lange, bis mir schlecht wird.
U. a. (!) schreibe ich der mangelnden Saugbefriedigung auch meinen Hang zu Suchtmittel zu. Ich habe viele Jahre lang geraucht und fühle mich am Wohlsten, wenn ich was im Mund habe.
Woher kommt Deine Essstörung? Hast Du das ergründet?
Ich habe auch eine Essstörung und weiß, woher sie kommt.
Ich wurde drei Monate lang gestillt, jedoch war das erste Mal mehr als 24 Stunden nach der Geburt, da ich ein Not-KS war. Dann durfte meine Mutter mich nur alle vier Stunden stillen. Zu Hause hat sie versucht nach Bedarf zu stillen, das aber nur drei Monate geschafft und ist dann auf Flasche umgestiegen. Ich musste als Kind das essen, was auf den Teller kam. Alles! Und der Teller musste leer gegesen werden. Es wurde immer zu einer bestimmten Uhrzeit gegessen, dazwischen gab es nichts.
Mir wurde also von Geburt an mein natürliches Hunger- und Sättigungsgefühl abtrainiert. Auch heute noch, merke ich in Stresssituationen erst, dass ich Hunger habe, wenn mir schlecht wird. Beim Essen muss ich mich dann einbremsen, sonst esse ich so lange, bis mir schlecht wird.
U. a. (!) schreibe ich der mangelnden Saugbefriedigung auch meinen Hang zu Suchtmittel zu. Ich habe viele Jahre lang geraucht und fühle mich am Wohlsten, wenn ich was im Mund habe.
LIEBE Grüße,
Denise, Anna (12/2007), Mika (05/2010), Jonathan (08/2013) und Lebens/Liebespartner Thomas
Trageberatung - Trageschule ClauWi - GK, AK und Zerti
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Lösche Benutzer 1828
Re: Kann man Essstörungen antrainieren?
gerade keine Zeit - daher später mehr....
Solter mag ich nicht.
Ich habe wohl auch Essstörungen - wurde nie gestillt, dafür ging es kalt und lieblos zu.
Ich stille miene Kinder nach Bedarf - und finde das ganz natürlich so.
Ich denke, gerade das Kind selber entscheiden lassen, schützt vor solchen Störungen.
Solter mag ich nicht.
Ich habe wohl auch Essstörungen - wurde nie gestillt, dafür ging es kalt und lieblos zu.
Ich stille miene Kinder nach Bedarf - und finde das ganz natürlich so.
Ich denke, gerade das Kind selber entscheiden lassen, schützt vor solchen Störungen.
- Dickkopf-Mama
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Re: Kann man Essstörungen antrainieren?
Ich weiß gerade nicht wie ich das verstehen soll. Heißt dass, wenn er nur nuckelt ist das nicht ok? Das würde sich für mich nämlich viel verkehrter anhören. So nach dem Motto: Die Nähe und Zufriedenheit an Mamas Busen gibt's nur, wenn du zusätzlich was ißt, auch wenn du gar keinen Hunger hast.Sterngucker hat geschrieben: Sobald er wirklich saugt darf er das...jedes mal und so lange er möchte.
Liebe Grüße von Meike mit drei Dickköpfen ( * 2007),( * 2010) und (*2013)
- Mijoco
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Re: Kann man Essstörungen antrainieren?
Meint ihr Frauen in naturnäheren Kulturen machen sich da Gedanken drum und überlegen groß, wann sie ihr Kind anlegen oder nicht? Ich vermute da wird eher ganz einfach nach Bedarf gestillt und wenn der Bedarf gerade Nähe und Trost über die Brust ist, dann ist das eben so. Und denkt ihr die Kinder haben alle eine Essstörung?
Essstörungen entstehen meiner Meinung nach auf vielfältige Weise, aber sicher nicht durch Trost-, Beruhigungs- oder Einschlafstillen.
Essstörungen entstehen meiner Meinung nach auf vielfältige Weise, aber sicher nicht durch Trost-, Beruhigungs- oder Einschlafstillen.
Sohn 2004, Tochter 2006, Sohn 2009, Hund 2018
- Sterngucker
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Re: Kann man Essstörungen antrainieren?
Hi Meika!
Nein, so hab ich das nicht gemeint. Nur wenn er so richtig am schreien ist WILL er gar nicht an die Brust und läst sich somit auch nicht darüber trösten.
Ich hätte acuh schreiben können wenn er nuckelt darf er das so lange und so viel wie er möchte...das machen wir nämlcih ständig...Nuckeln und kuscheln, das lieben wir Beide.
Grüßle
Nein, so hab ich das nicht gemeint. Nur wenn er so richtig am schreien ist WILL er gar nicht an die Brust und läst sich somit auch nicht darüber trösten.
Ich hätte acuh schreiben können wenn er nuckelt darf er das so lange und so viel wie er möchte...das machen wir nämlcih ständig...Nuckeln und kuscheln, das lieben wir Beide.
Grüßle
- Dickkopf-Mama
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Re: Kann man Essstörungen antrainieren?
Alles klar! (Hätte mich auch gewundert wenn's anders gemeint gewesen wäreSterngucker hat geschrieben:Hi Meika!
Nein, so hab ich das nicht gemeint. Nur wenn er so richtig am schreien ist WILL er gar nicht an die Brust und läst sich somit auch nicht darüber trösten.
Ich hätte acuh schreiben können wenn er nuckelt darf er das so lange und so viel wie er möchte...das machen wir nämlcih ständig...Nuckeln und kuscheln, das lieben wir Beide.
Grüßle
Liebe Grüße von Meike mit drei Dickköpfen ( * 2007),( * 2010) und (*2013)
-
Viveca
Re: Kann man Essstörungen antrainieren?
Hallo liebe Sterngucker
ein kompiziertes Thema, darüber hab ich mir auch schon viele Gedanken gemacht, also über das Thema Essen im Ganzen.
(Ich habe auch Erfahrungen mit Essstörungen)
Ich denke, so lange das Kind selbst entscheiden kann, wann es an der Brust trinken möchte, und wenn es die Brust nicht aus Bequemlichkeit als Ersatz für etwas anderes bekommt (Aufmerksamkeit, spielen, zuhören, also wenn es größer wird..) ist es okay! Du merkst ja selbst, wenn er nicht die Brust will bzw wenn das nicht hilft.
Für so kleine Kinder ist es ganz natürlich, dass Nahrungsaufnahme und Nähe/Trost eins sind.
Später wird das anders, auch wenn es immer noch schön und tröstlich sein kann, einen Pudding zu essen, wie ihn früher Mama oder Oma gekocht hat.
Wenn man, so wie Du und ich und andere hier, Erfahrungen hat mit Essstörungen, misstraut man ja allen Gefühlen, die am Essen hängen oder damit verbunden sind, mir geht es jedenfalls so. Das ist aber ja erstmal nichts schlimmes, sondern schön oder normal oder wie auch immer.
Wenn man dem Kind Essen ANSTATT Trost gibt, und es nach dem Trost weiter hungert, dann wird es nicht satt und dann kann es Probleme geben. Aber die kommen nicht, weil das Kind sich beim Stillen und beim Essen leckerer von Mama oder Papa gekochter Sachen (und kuscheln oder anderer Zuwendung) tröstet, sondern wenn es NUR das Essen bekommt und ihm anderer Trost verwehrt wird.
So sind meine Gedanken...
ein kompiziertes Thema, darüber hab ich mir auch schon viele Gedanken gemacht, also über das Thema Essen im Ganzen.
(Ich habe auch Erfahrungen mit Essstörungen)
Ich denke, so lange das Kind selbst entscheiden kann, wann es an der Brust trinken möchte, und wenn es die Brust nicht aus Bequemlichkeit als Ersatz für etwas anderes bekommt (Aufmerksamkeit, spielen, zuhören, also wenn es größer wird..) ist es okay! Du merkst ja selbst, wenn er nicht die Brust will bzw wenn das nicht hilft.
Für so kleine Kinder ist es ganz natürlich, dass Nahrungsaufnahme und Nähe/Trost eins sind.
Später wird das anders, auch wenn es immer noch schön und tröstlich sein kann, einen Pudding zu essen, wie ihn früher Mama oder Oma gekocht hat.
Wenn man, so wie Du und ich und andere hier, Erfahrungen hat mit Essstörungen, misstraut man ja allen Gefühlen, die am Essen hängen oder damit verbunden sind, mir geht es jedenfalls so. Das ist aber ja erstmal nichts schlimmes, sondern schön oder normal oder wie auch immer.
Wenn man dem Kind Essen ANSTATT Trost gibt, und es nach dem Trost weiter hungert, dann wird es nicht satt und dann kann es Probleme geben. Aber die kommen nicht, weil das Kind sich beim Stillen und beim Essen leckerer von Mama oder Papa gekochter Sachen (und kuscheln oder anderer Zuwendung) tröstet, sondern wenn es NUR das Essen bekommt und ihm anderer Trost verwehrt wird.
So sind meine Gedanken...
-
Lila
- alter SuT-Hase
- Beiträge: 2122
- Registriert: 20.06.2007, 23:58
Re: Kann man Essstörungen antrainieren?
@sterngucker
ich habe nicht eine sekunde geglaubt, dass du dein baby "unnötig" schreien lassen würdest
lg
ich habe nicht eine sekunde geglaubt, dass du dein baby "unnötig" schreien lassen würdest
lg
-
Marilu
Re: Kann man Essstörungen antrainieren?
Als mein Sohn noch so klein war, habe ich immer einen deutlichen Unterschied wahrgenommen zwischen dem Saugen beim Essen - tiefe kräftige Saugbewegungen - und dem Saugen "einfach so" - weniger kräftig, irgendwie "weiter vorne". Beim Beruhigungssaugen hat er auch kaum bis nie geschluckt. Er konnte also selber regulieren, ob er saugen und trinken oder nur saugen will.
Trotzdem hab ich ihn am Anfang immer abgedockt, als die Mahlzeit vorüber war. Irgendwie dachte ich, das Stillen sei nur für die Nahrungsaufnahme. Zum Glück hab ich meine Meinung bald geändert. Inzwischen bin ich fest davon überzeugt, dass Stillen weit mehr ist als nur Nahrungsaufnahme. Und dass Publikationen, die Troststillen mit der Trostschokolade gleichsetzen, sehr kritisch angeschaut werden müssen. Das sind zwei völlig verschiedene Dinge!
Trotzdem hab ich ihn am Anfang immer abgedockt, als die Mahlzeit vorüber war. Irgendwie dachte ich, das Stillen sei nur für die Nahrungsaufnahme. Zum Glück hab ich meine Meinung bald geändert. Inzwischen bin ich fest davon überzeugt, dass Stillen weit mehr ist als nur Nahrungsaufnahme. Und dass Publikationen, die Troststillen mit der Trostschokolade gleichsetzen, sehr kritisch angeschaut werden müssen. Das sind zwei völlig verschiedene Dinge!