Nina hat geschrieben:Dieses Posting finde ich sehr bezeichnend.
Da kommt eine Mama und sagt, daß sie etwas stört, sie ein Problem damit hat. Und sofort kommen alle an und wollen dieser Mama unterstellen, daß sie ihre Ansicht doch nochmal überdenken soll, aufhören soll, sich dagegen zu wehren, daß SIE das Problem ist usw. In jedem anderen Kontext würde es wohl allen auffallen, wie eigenartig das tönt. Aber im Bezug auf Schlafen und Einschlafstillen ist es hier im Forum halt so üblich, daß die Mutter sich ganz und gar in Demut zurückzustellen hat, damit auch ja die Bedürfnisse des Kindes geachtet werden.
Mich stört der Tenor dieses Beitrags sehr, denn ich finde, daß es viele Beiträge (die möglicherweise etwas kritisch hinterfragen) quasi ins Unrecht setzt.
Ich stelle einfach mal ein Zitat aus dem Ausgangsposting dagegen:
opalinchen hat geschrieben:
Kennt das vielleicht noch jemand? Oder hat jemand vielleicht eine Idee, warum ich da so komisch reagiere (Hobby-Psychologen gerne vor!)? Für Ideen - und Ratschläge, wie ich das vielleicht wieder ablegen kann, wäre ich wirklich dankbar!!
und vermute, daß Du diesen Absatz im Eifer des Gefechtes übersehen hast.
Nina hat geschrieben:Ich habe mir durchs Einschlafstillen zwei extrem schlecht schlafende Kinder herangezogen, und wünschte, ich könnte die Zeit zurückdrehen zu dem Punkt, an dem ich das erste Mal unsere Schlafsituation als "Problem" wahrgenommen habe. Ich würde vieles heute anders machen.
Ich wage das zu bezweifeln, das Schlafen ist nämlich eine ganz individuelle Sache und teilweise auch Veranlagung. Häufig hat es außerdem etwas mit der geistigen Reife und Entwicklung zu tun.
Z.B. besteht die Möglichkeit zu übersehen, daß die Kinder weniger Schlaf brauchen, als man selber annimmt und deshalb schlafen sich "schlecht" - oder sie sind nicht ausgelastet genug oder genau andersherum, es war zuviel los und es muß ihm Schlafen verabeitet werden (über- als auch Unterforderung sind ungünstig). Das Essen kann auch eine Rolle spielen, z.B. wenn etwas schwerer vertragen wird.
Oder die eigene Erwartung widerspricht der Realität, und da kann es durchaus ein Weg sein, seine eigene Haltung einmal zu hinterfragen.