Re: BLW - Hilfe, Baby hält sich nicht ans Buch
Verfasst: 05.03.2009, 22:06
hallo,
vielen Dank für Eure Antworten.
Also, bei uns läuft´s zur Zeit folgendermaßen. Er darf weiter alleine essen, was er auch sehr gut und gerne macht, aber wir teilen ihm die Mengen zu. Und er bekommt auch nicht immer etwas von unserem Essen ab, sondern eher die Zutaten der üblichen Babykost als Fingerfood.
Morgens: bekommt er z.B. 1/2 Vollkorntoast mit dünn Butter und eine halbe Banane, davor hatten wir gestillt, vorm Aufstehen.
Mittags: wird erst gestillt, dann bekommt er z.B. Brokolliröschen (100g) und Kartoffel (50g) mit etwas Rapsöl und dazu Wasser mit einem Hauch Rote-Früchte-Saft (eben analog einer Breimahlzeit in diesem Alter).
Nachmittags: wird gestillt und danach gibts Obst (Birne, Mango, Honigmelone,..)
Abends: gibt es bei uns meist warm. Da bekommt er dann Nudeln ohne Sosse, Kartoffeln, gekochtes Gemüse. Avocado und wenn ich ihn ins Bett bringe wird ausgiebig gestillt. Das ist übrigens die einzige Stillmahlzeit, die er richtig gerne nimmt und wo er auch lange trinkt und kuschelt. Am Tag ist er so unruhig, er verpasst ja vielleicht etwas. Er robbt seit 3 Tagen auch kreuz und quer durchs Haus.
Mir ist auch aufgefallen, seit er selber mitessen darf, haben wir fast immer 4 Mahlzeiten(incl. Stillen) am Tag plus einmal Stillen in der Nacht. Das hat sich einfach so ergeben.
Seine Verdauung ist immer noch anfällig für Verstopfung, gerade wenn er tagsüber sehr wenig stillt. Aber seit ich Kartoffeln, Möhren und Bananen wieder einteile, geht es besser.
Milch und Milchprodukte lasse ich ganz weg, noch stillt er ja.
Mein Fazit ist, dass ich doch nicht alles einfach meinem Kind überlassen kann ("Das Kind weiss schon, was am besten für es ist und wenn es 3 Bananen essen will, braucht es das eben gerade" Zitatende), sondern man sollte schon für das kind auswählen.
Gut finde ich den Kompromiß, ich biete eine bestimmte Auswahl und Menge an und das Kind darf aussuchen, was es davon essen will. Und das mein Baby nur noch so wenig stillen will, damit muss ich jetzt klarkommen, dass ist nicht Baby´s Problem.
Entscheidend finde ich, dass die Mahlzeiten mit einem selberessenden Baby viel einfacher sind, vor allem, wenn noch 3 weitere Kinder mit am Tisch sitzen. Und ich wüsste gar nicht, wann ich 3 Breie pro Tag füttern sollte. Keines meiner anderen drei Kinder wollte gerne Brei essen und wir haben uns lange gequält, bis die Kinder mit 1 Jahr an den Familientisch durfen. Also war das Experiment "Alleine essen beim Baby" ein Erfolg für uns.
lunettchen:
"baby hält sich nicht ans Buch", damit meinte ich: Die Kernaussage von Baby-leg weaning ist doch, auch kleine Babys können schon Familienkost essen. Und wegen der langsamen Beikosteinführung und Verträglichkeit von Lebensmitteln muss man sich keine Gedanken machen, da die Kleinen ja der ersten 3 Monate (bis zum 9 Monat) eh nur damit spielen und kaum was im Magen landet. Die Menge der Beikost wird erst langsam mehr, wenn die Kleinen das Essen besser in den Mund bringen können.
Und mein kleinster Sohn nimmt das Essen mit 7 Monaten das erste Mal in die Hand und steckt es sich in den Mund, kaut und isst munter drauf los, als hätte er nie etwas anderes gemacht. Er isst vom ersten Tag an richtige Beikostmengen, will kaum noch stillen (ich hab Milch ohne Ende übrig) und bekommt nach 7 Monaten Mumi-Stuhl eine richtig heftige Verstopfung. Und da dachte ich dann bei mir, "Mensch Kleiner, hättest du mal das Buch gelesen!"
Vielen Dank für Eure Antworten und liebe Grüße an alle
vielen Dank für Eure Antworten.
Also, bei uns läuft´s zur Zeit folgendermaßen. Er darf weiter alleine essen, was er auch sehr gut und gerne macht, aber wir teilen ihm die Mengen zu. Und er bekommt auch nicht immer etwas von unserem Essen ab, sondern eher die Zutaten der üblichen Babykost als Fingerfood.
Morgens: bekommt er z.B. 1/2 Vollkorntoast mit dünn Butter und eine halbe Banane, davor hatten wir gestillt, vorm Aufstehen.
Mittags: wird erst gestillt, dann bekommt er z.B. Brokolliröschen (100g) und Kartoffel (50g) mit etwas Rapsöl und dazu Wasser mit einem Hauch Rote-Früchte-Saft (eben analog einer Breimahlzeit in diesem Alter).
Nachmittags: wird gestillt und danach gibts Obst (Birne, Mango, Honigmelone,..)
Abends: gibt es bei uns meist warm. Da bekommt er dann Nudeln ohne Sosse, Kartoffeln, gekochtes Gemüse. Avocado und wenn ich ihn ins Bett bringe wird ausgiebig gestillt. Das ist übrigens die einzige Stillmahlzeit, die er richtig gerne nimmt und wo er auch lange trinkt und kuschelt. Am Tag ist er so unruhig, er verpasst ja vielleicht etwas. Er robbt seit 3 Tagen auch kreuz und quer durchs Haus.
Mir ist auch aufgefallen, seit er selber mitessen darf, haben wir fast immer 4 Mahlzeiten(incl. Stillen) am Tag plus einmal Stillen in der Nacht. Das hat sich einfach so ergeben.
Seine Verdauung ist immer noch anfällig für Verstopfung, gerade wenn er tagsüber sehr wenig stillt. Aber seit ich Kartoffeln, Möhren und Bananen wieder einteile, geht es besser.
Milch und Milchprodukte lasse ich ganz weg, noch stillt er ja.
Mein Fazit ist, dass ich doch nicht alles einfach meinem Kind überlassen kann ("Das Kind weiss schon, was am besten für es ist und wenn es 3 Bananen essen will, braucht es das eben gerade" Zitatende), sondern man sollte schon für das kind auswählen.
Gut finde ich den Kompromiß, ich biete eine bestimmte Auswahl und Menge an und das Kind darf aussuchen, was es davon essen will. Und das mein Baby nur noch so wenig stillen will, damit muss ich jetzt klarkommen, dass ist nicht Baby´s Problem.
Entscheidend finde ich, dass die Mahlzeiten mit einem selberessenden Baby viel einfacher sind, vor allem, wenn noch 3 weitere Kinder mit am Tisch sitzen. Und ich wüsste gar nicht, wann ich 3 Breie pro Tag füttern sollte. Keines meiner anderen drei Kinder wollte gerne Brei essen und wir haben uns lange gequält, bis die Kinder mit 1 Jahr an den Familientisch durfen. Also war das Experiment "Alleine essen beim Baby" ein Erfolg für uns.
lunettchen:
"baby hält sich nicht ans Buch", damit meinte ich: Die Kernaussage von Baby-leg weaning ist doch, auch kleine Babys können schon Familienkost essen. Und wegen der langsamen Beikosteinführung und Verträglichkeit von Lebensmitteln muss man sich keine Gedanken machen, da die Kleinen ja der ersten 3 Monate (bis zum 9 Monat) eh nur damit spielen und kaum was im Magen landet. Die Menge der Beikost wird erst langsam mehr, wenn die Kleinen das Essen besser in den Mund bringen können.
Und mein kleinster Sohn nimmt das Essen mit 7 Monaten das erste Mal in die Hand und steckt es sich in den Mund, kaut und isst munter drauf los, als hätte er nie etwas anderes gemacht. Er isst vom ersten Tag an richtige Beikostmengen, will kaum noch stillen (ich hab Milch ohne Ende übrig) und bekommt nach 7 Monaten Mumi-Stuhl eine richtig heftige Verstopfung. Und da dachte ich dann bei mir, "Mensch Kleiner, hättest du mal das Buch gelesen!"
Vielen Dank für Eure Antworten und liebe Grüße an alle