Seite 2 von 3
Re: Traditionelle Menschennahrung
Verfasst: 24.01.2009, 22:06
von tonia1976
Es tut mir leid, aber das fínde ich von heutiger Sicht aus sehr seltsam - aber im Kontext der Entstehungszeit (Anfang bis Mitte des 20. Jhds) nicht so verwunderlich. In der Zeit war es sowohl in Psychologie, psychiatrie als auch Medizin modern, anhand von körperlichen Merkmalen zum Beispiel psychische Erkrankungen zu erkennen, an der Nasenform einen Mörder, usw. Missbraucht wurden diese Forschungsansätze und Überlegungen dann bei den Nationalsozialisten in ihrer "Rassetheorie".
An diese Tradition hat es mich intuitiv sofort erinnert.......
da ich mich in den Rohkostforen schon etwas eingelesen habe, habe ich gehört, dass unter Kinder, die rohköstlich aufwachsen, bzw. die Mütter schon lange vor SS sich so ernährt haben, gibt es keine Zahnungsschmerzen. Die Rohköstler meinen auch, dass die Zahnungsproblemen von den falsch entwickelten, deformierten Kiefern kommen (weil die Mutter sich nicht traditionell ernährt hat) und sind nicht normal. Es war etwas schockierend für mich, da es ja für mich was ganz normales war. Rohköstler sind eine Minderheit auf unserer Erde und darum habe ich so eine Meinung noch nie gehört. Ich weiß nicht ob ich es ganz glaube, aufjedenfall ist es eine schöne Vorstellung. Aufjedenfall glaube ich, dass wir infolge der industrialisierter Ernährung zu deginiriert sind für die traditionelle Kost.
Re: Traditionelle Menschennahrung
Verfasst: 24.01.2009, 22:11
von AigU42
tonia1976 hat geschrieben:
da ich mich in den Rohkostforen schon etwas eingelesen habe, habe ich gehört, dass unter Kinder, die rohköstlich aufwachsen, bzw. die Mütter schon lange vor Schwangerschaft sich so ernährt haben, gibt es keine Zahnungsschmerzen. Die Rohköstler meinen auch, dass die Zahnungsproblemen von den falsch entwickelten, deformierten Kiefern kommen (weil die Mutter sich nicht traditionell ernährt hat) und sind nicht normal.
Das setzt ja die komplette Vererbungslehre nach Darwin außer Kraft
Körperliche Merkmale werden durch Gene weitergegeben, erworbene Fähigkeiten und Körperlichkeiten werden nicht vererbt ( allenfalls gelehrt ).
Re: Traditionelle Menschennahrung
Verfasst: 24.01.2009, 22:34
von Lalumama
Angela83 hat geschrieben:Also ich bin ja völlig von der Brukertheorie überzeugt! Alles andere ist für mich auch nicht wirklich logisch...
Ich auch! Nur an der Umsetzung haperts...

Re: Traditionelle Menschennahrung
Verfasst: 25.01.2009, 09:18
von Angela83
Das must have Buch von Bruker "unsere Nahrung unser Schicksal"

Re: Traditionelle Menschennahrung
Verfasst: 25.01.2009, 10:39
von Degu
=Phoenix= hat geschrieben:Das setzt ja die komplette Vererbungslehre nach Darwin außer Kraft
Körperliche Merkmale werden durch Gene weitergegeben, erworbene Fähigkeiten und Körperlichkeiten werden nicht vererbt ( allenfalls gelehrt ).
Ich hab letzte Woche erst eine BBC-Reportage gesehen, die genau das Thema beinhaltete. Es scheint wirklich so zu sein, dass unsere Lebensweise Einfluss auf die Gene hat und dies weitervererbt wird.
Zitat: " Ihr Durchbruch gelang den Wissenschaftlern mit Hilfe der Gemeindebücher des Weilers Överkalix – und er zeigt, dass eine Hungersnot im Leben der Großeltern durchaus die Lebenserwartung der Enkel beeinflussen kann."
http://www.bbcgermany.de/EXKLUSIV/progr ... ng_342.php
Re: Traditionelle Menschennahrung
Verfasst: 25.01.2009, 10:42
von Nina
Degu hat geschrieben:=Phoenix= hat geschrieben:Das setzt ja die komplette Vererbungslehre nach Darwin außer Kraft
Körperliche Merkmale werden durch Gene weitergegeben, erworbene Fähigkeiten und Körperlichkeiten werden nicht vererbt ( allenfalls gelehrt ).
Ich hab letzte Woche erst eine BBC-Reportage gesehen, die genau das Thema beinhaltete. Es scheint wirklich so zu sein, dass unsere Lebensweise Einfluss auf die Gene hat und dies weitervererbt wird.
Zitat: " Ihr Durchbruch gelang den Wissenschaftlern mit Hilfe der Gemeindebücher des Weilers Överkalix – und er zeigt, dass eine Hungersnot im Leben der Großeltern durchaus die Lebenserwartung der Enkel beeinflussen kann."
http://www.bbcgermany.de/EXKLUSIV/progr ... ng_342.php
So etwas habe ich auch gerade gelesen - in der aktuellen GEO ist ein Artikel über Großeltern und Enkelkinder.
Dennoch störe ich mich an dem verlinkten Artikel - allein der Begriff "traditionelle Kost", das klingt sehr unprofessionell in meinen Ohren. Ein universelles "traditionell" gibt es ja gar nicht. Und was das ganze dann noch mit Rohkost zu tun haben soll habe ich nicht verstanden.
Re: Traditionelle Menschennahrung
Verfasst: 25.01.2009, 11:15
von Emmal J.
Ich hab gar nicht viel von Rohkost gelesen??
Eher von viel Fleisch....

Und Eingeweiden und Knochen, Eiern usw. ....
Ich hab mal gelesen, daß Fanzosen Wein anders verdauen als Deutsche, also kann durchaus was dran sein daran, daß sich die Lebensumstände in den Genen wiederfinden...
glg!
Re: Traditionelle Menschennahrung
Verfasst: 25.01.2009, 12:49
von Maja
Die "traditionellen" Menschen hatten einen ganz anderen Energieumsatz und Nährstoffbedarf: Die vielen gelaufenen und gerannten Kilometer für Nahrungssuche und Jagd verlangten eiweißreiche Nahrung mit hoher Energiedichte, und wegen der viel geringere Abschirmung gegen die Umgebungstemperatur (primitive Kleidung und Hütten) musste ebenfalls energiereiches, möglichst fettes Essen her.
Der heutige Mensch, der die meiste Zeit sitzend in warmen Räumen verbringt, hat ganz sicher andere Bedürfnisse, zumindest wenn er halbwegs schlank und leistungsfähig bleiben will
Wobei natürlich möglichst naturbelassene Nahrung immer der industriell bearbeiteten vorzuziehen ist, keine Frage.
Re: Traditionelle Menschennahrung
Verfasst: 25.01.2009, 13:33
von Emmal J.
Soweit ich gelesen hab, wurden gar keine Angaben zu Nahrungsmengen gemacht, nur zur Nahrungszusammensetzung und die verschiedene Fette wurden unterschieden.
glg!
Re: Traditionelle Menschennahrung
Verfasst: 25.01.2009, 22:21
von AigU42
Degu, Nina, danke für die Infos/ Links, werd mal lesen gehen und das neue GEO holen. Ist ja interessant
Emmal J. hat geschrieben:
Ich hab mal gelesen, daß Fanzosen Wein anders verdauen als Deutsche, also kann durchaus was dran sein daran, daß sich die Lebensumstände in den Genen wiederfinden...
Ja sicher hat die Lebensweise Einfluss - nach Darwin ( und das ist mein aktueller Stand, evtl. nach o.g. Lektüre ist das anders ... ) gehts da um "Survival of the fittest".
Als Beispiel:
Die langen Hälse der Giraffen.
Nach Darwin haben die Giraffen, die durch spontane Mutation der Gene einen längeren Hals hatten bessere Chancen zu überleben, haben also ihr Erbgut ( = längerer Hals ) öfter weitergegeben. Die Kurzhälse sind benachteiligt, können ihre Gene nicht weitergeben. Im Laufe der Jahrhunderte/ Jahrtausende setzen sich die Langhälse durch.
Was nach Darwin nicht funktioniert ist, dass die Giraffe ihren Hals streckt, um an die höheren Blätter zu kommen, der Hals also erworben länger wird. Diese erworbene Länge wird nicht vererbt, da nicht in den Genen verankert.
Deswegen ist mir auch logisch, dass z.B. die Inuit keine Fischallergie kennen. Wer die hatte, hatte keine Chance ...