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Re: Es ist Zeit, abzustillen. Nur wie???
Verfasst: 28.01.2009, 13:17
von Bettina
Richtig!
Ich verstehe nur nicht, warum man genau DANN weggehen möchte, wenn das Kind offensichtlich Probleme damit hat?
Ich gehe nachmittags weg, tatsächlich auch MIT meinen Kindern und unterhalte mich sehr gut mit Freunden!
Ich fahre auch am Wochenende zu Freunden ohne Kindern und bin auch frei dabei. Kino mach ich am liebsten zusammen MIT meinem Mann, allerdings ahbe ich die Oma vor Ort udn das Kino hat ne Vormittagsvorstellung, läuft super! Wenn meine Kinder in die Pubertät kommen udn nichts mehr mit mir zu tun ahben wollen, ist immer noch genug Zeit, all da snachzuholen, wozu ich im moment keine Lust habe, allerdings bin ich auch erst mit 29 Mutter geworden udn ahbe mich ziemlich heftig ausgetobt zwischen 19 und 25, mir bekommen die ruhigen Tage mehr als gut.
Dies alles soll kein schlechtes Gewissen machen, aber die Frage sollte man sich selbst stellen, WARUM man sich so angekettet fühlt udn ob es vielleicht nicht doch eher unabhängig von der Mutterschaft zugrunde liegt.
Ich habe übrigens 2,75 Jahre lang nachts dauergestillt, nur alle zwei Abende frei gehabt und kann mehr als gut den Frust verstehen, den ihr habt, aber die Zeit geht vorbei, früher oder später!
Re: Es ist Zeit, abzustillen. Nur wie???
Verfasst: 29.01.2009, 09:52
von blueberry
Ich hab jetzt nicht mehr alle Antworten im Detail gelesen, wollte aber noch kurz einstreuen, dass man auch ein Stillkind, wenn es älter wird, durchaus mal über Nacht beim Papa lassen kann. Ob das geht, hat meines Wissens nicht unbedingt was mit dem Stillen zu tun sondern mit ganz vielen anderen Faktoren. Meine Gastmutter hat ihre jüngste mit 2 1/2 auch noch regelmäßig gestillt - dennoch konnte sie auch mal eine Woche auf Dienstreise fahren ohne dass es zu Hause irgendwie Probleme gegeben hätte
Und ich kenne auch dreijährige Stillkinder, die durchaus gern und von selbst gewünscht mal eine Woche allein zur Oma fahren - das hat mit den Stillen m.E. kaum einen Zusammenhang (außer, dass man in dieser Zeit, so man nicht tandemstillt und das kleinere Kind noch zu Hause hat) wohl wird ausstreichen müssen...
Vielleicht hat das ja auch schon jemand so geschrieben, aber ich wollte das noch als Erfahrung aus dem eigenen Umfeld mitgeben zur Frage: ich möchte auch mal unabhängig sein und über Nacht wegbleiben - denn das kannst Du sicher auch bei einem Stillkind (oder aber es klappt nach dem Abstillen vielleicht genausowenig wie vorher, weil Dein Kind - stillen hin oder her - vielleicht einfach noch nicht so weit ist).

Re: Es ist Zeit, abzustillen. Nur wie???
Verfasst: 29.01.2009, 09:54
von blueberry
sorry für die vielen Zeichensetzungsfehler und Rechtschreibfehler

(wollte eigentlich auf Vorschau gehen statt auf Absenden)
Re: Es ist Zeit, abzustillen. Nur wie???
Verfasst: 29.01.2009, 10:36
von Steff
Ich denke ihr habt sie missverstanden. Es geht ihr nicht darum ohne das Kind wegzugehen, sondern, dass man sich angebunden fühlt in dem Moment wo das Kind stillen will, man aber gerade mitten dabei ist den Kamin anzuwerfen, weil's so kalt in der Wohnung geworden ist, oder das Geburtstagsgeschenk für die Tante zuende zu basteln zu deren Feier man eh schon zu spät kommt, aber vorher nicht dazu gekommen ist, oder das Essen rechtzeitig fertig kriegen will, weil Mann mit anderem Kind gleich nach hause kommt, oder oder.
Also immer prompt die Brust zu zücken und dann erstmal nichts anderes mehr tun zu können und auf der Couch oder Stuhl angebunden zu sein. Und das zig mal am Tag. Und dass das nervt bei einem fast zweijährigen Kind, das kann ich absolut nachvollziehen.
Ich hänge jetzt seit 4 Jahren nur noch zuhause, komme seit kurzem wieder zweimal die Woche vormittags raus zum Kinderturnen oder zur Krabbelgruppe, aber das tu ich für meine Tochter, nicht für mich. Hab einen Mann mit ner 80 Std. Woche und Nacht und Wochenenddiensten (er arbeitet JEDES Wochenende und hat seltenst mal eins frei) und wenn man dann 24 Std. ne Klette an sich hängen hat, dann kommen einem durchaus mal die Gedanken, wenigstens einmal etwas ganz in Ruhe essen zu können, ohne das Kind direkt wieder an die Brust will (ich kann nichts essen während ich stille, dann ist der Appetit mit einem Schlag weg u nur noch Durstgefühl da).
Oder auch mal ins Kino zu gehen. Unabhängig davon, dass sie noch gestillt wird, war meine Tochter mir einfach noch zu klein und zu mamafixiert um eine Oma auf sie aufpassen zu lassen. Dafür sieht sie die Omas einfach zu selten.
Also nicht egoistisch gedacht. Weil Papa eher selten daheim ist bleibt sie bei ihm auch nicht gern allein. Das fangen wir jetzt erst langsam mal an.
Ich hab die ersten dreieinhalb Jahre auch nichts vermisst. Dann aber langsam schon und seitdem ich weiß, dass ich schwanger bin und die nächsten zwei-drei Jahre wieder nix geht bzgl. Kino (und mit drei kleinen Kindern geht man nun wirklich nicht gemütlich brunchen), dann sind das 7 Jahre in denen mir das eben gefehlt hat, fehlen wird und selbst wenn ich noch Jahrzehnte lang danach täglich ins Kino gehen kann, dann hab ich jetzt im Moment eben die Sehnsucht danach.
Auch mal was für mich zu tun und nicht nur 24 Std. nur für andere da zu sein.
Bei uns ist es übrigens so, dass sie sich wohl gerade selbst abstillt. Sie hat jetzt zwei Tage und zwei Nächte die Brust nicht gewollt. Was vermutlich anders wäre, wäre die Milch nicht gerade durch die Schwangerschaft auf Minimalpegel.
LG, Steffi
Re: Es ist Zeit, abzustillen. Nur wie???
Verfasst: 29.01.2009, 10:52
von Arilinn
Ich habe noch nicht komplett abgestillt, aber die Stillmahlzeiten sehr stark eingeschränkt. Und auch ich habe ein Kind was sehr willenstark nach seinem Recht verlangt hat. Nur leider ging es mir damit ähnlich wie dir, ich fühlte mich komplett reduziert auf den Part der Milchbar, andere Zärtlichkeiten gab es zu dem Zeitpunkt hier nicht.
Ich habe auch langsam begonnen. Zuerst vormittags begonnen, Stillmahlzeiten hinauszuzögern oder ihn rasch durch etwas anderes Interessantes ablenken. Kleidung angezogen, bei der er nicht so rasch selbsständig den Weg zum Ziel fand. So sind wir mittlerweile nur noch bei mittags Einschlafstillen gelandet.
Nachts bieten wir Wasser an, wenn er Durst hat. Zusätzlich haben wir zwei, drei Methoden der Beruhigung gefunden, die er sehr gut als Ersatz akzeptiert. Er liebt es z.B. wenn man ihm sanft durch die Haare fährt oder leicht das Ohr streichelt. Körperkontakt ist also trotz allem noch wichtig und gewünscht.
LG Dani
Re: Es ist Zeit, abzustillen. Nur wie???
Verfasst: 29.01.2009, 10:56
von Knutschi81
Ich kann und will auch nicht merh aber ich hab keien Ahnung wie ich es anstellen soll.Ich stille Gabriel jetzt seit gut 17 Monaten abe rjetzt geht es nciht mehr ich will auch mal wieder ich sein ich hätte nie gedacht das ich so lange Stille aber es war toll und ich würde es wieder so machen.
Aber nu bekomm ich nicht den absprung er stillt zwar nur Abends und nachts aber da sehr sehr häufig!
ich bin für jeden rat der nicht in richtung JKSSL geht dankbar Gabriel schläft abe rnoch im FB das möchte ich ihm nicht auch noch weg nehmen das soll ruhig noch so bleiben!
Jetzt ist es nur so er isst recht wenig und schleht ich dnek halt immer er wird sonst nciht satt wenn ich ihm die Brust nicht anbiete meintihr wenn es dann mal so ist wird er besser essen und sich sein bedarf bei der Nahrung decken??
Würde mich über ein austuasch mit den Abstillwilligen Mamas freuen!
Re: Es ist Zeit, abzustillen. Nur wie???
Verfasst: 29.01.2009, 14:01
von scully80
Hallo,
bei uns ist es ähnlich - ich bin vielleicht in der "glücklichen" Situation, dass meine Kleine tagsüber in der Kita ist und dort problemlos ohne Stillen einschläft - daher lernt sie es auch insgesamt, einfacher einzuschlafen. Wir warne jetzt schon soweit, dass sie nur noch abends zum Einschlafen gestillt wid und nachts (gute Nächte = zweimal, sonst merhmals...). Und wenn ich mal abends nicht da war, ist sie auch bei Papa gut eingeschlafen - mit und ohne Teefläschchen.
Leider war sie nun ein paar Tage krank, hat nichts gegessen - aber dafür nur noch gestillt! Einerseits war ich froh, dass ich ihr das noch anbieten konnte, da es sicherlich den Heilungsprozess positiv beienflusst, aber andererseits nervt es, dass es jetzt wieder schwierig ist, auf den alten Level zu kommen.Und da ich bald beruflich für ein paar Tage weg muss, habe ich auch beschlossen, dass ich abstillen möchte. Schließlich kann ich nicht ausprobieren, ob sie auch nachts ohne mich zurechtkommt, wenn ich weit weg bin - der arme Papa, wenn sie sich nicht mehr beruhigen lässt - und die arme Maus! Und einfach mal so eine NAcht außer Haus zur Probe fände ich Quatsch.
Also bin ich auf jeden fall Abstill-willig
Vor dem Serverumzug gab es mal eine sehr gute "Anleitung" zum sanften abstillen - ist die vielleicht noch zugänglich? Es war ein Thread zu MEdikamten und Abstillen.
Jul
Re: Es ist Zeit, abzustillen. Nur wie???
Verfasst: 29.01.2009, 14:30
von Manu :-)
Leider habe ich gerade nicht viel Zeit, aber ich möchte jetzt endlich mal was los werden, was mir hier schon so oft aufgefallen ist. Ich mag dieses Forum und ich bin sehr gern hier, habe schon sehr viel Input von hier bekommen und werde hier auch so fix nicht weggehen. ABer eines weiß ich inzwischen genau, ich werde nie eine Frage zum Abstillen stellen....bzw. werde wenn, dann keine Hintergründe nennen. Denn es ist mir wirklich nicht das erste Mal aufgefallen, daß hier die Hintergründe erst immer zerpflückt werden.
Traut Ihr einem anderen erwachsenen Menschen denn nicht zu, daß er seine Entscheidung bereits vorher durchdacht und reiflich überlegt hat? Wenn jemand eine Frage stellt, wie er abstillen kann, da er es will...kann man dann nicht einfach darauf antworten? Ohne zu hinterfragen, warum udn wieso und weshalb?
Es ist natürlich etwas anderes, wenn man heraus liest, daß jemand unsicher ist oder einfach nur keinen anderen Weg findet etdc....aber wenn jemand eindeutig sagt, daß er nun bereit ist abzustillen, warum wird das so selten in diesem Forum akzeptiert?
Re: Es ist Zeit, abzustillen. Nur wie???
Verfasst: 29.01.2009, 14:58
von Gluehsternchen
Ich habe Hannah damals erklärt das die Brust schläft, und somit reduziert auf 3x tagsüber, nachts nur wasser.
Das klappte gut.
Sie war 18 Monate alt.
Bei uns war allerdings das Einschlafen mit Papa nie ein Problem.
Re: Es ist Zeit, abzustillen. Nur wie???
Verfasst: 29.01.2009, 15:11
von jusl
Liebe Manu,
danke für Dein Posting, ich kann mir vorstellen, dass Du vielleicht manchmal einen merkwürdigen Eindruck bekommst.
Allerdings zeigt die Erfahrung, dass sich sehr viele Mütter eben nicht so sicher sind, wie Du das jetzt gerade voraussetzt (zahlreiche Beispiele dazu findest Du u.a. in diesem Forum). Alle Stillberaterinnen hier arbeiten ehrenamtlich, unentgeltlich und mit dem obersten Ziel, Mütter in ihren eigenen Entscheidungen und in ihrer Beziehung zum Kind zu stärken. Häufig (gewiss nicht immer

- aber DAS Risiko geht hier JEDER ein, der hier schreibt

) profitieren alle Beteiligten davon, wenn sich Beraterinnen die Zeit(!) nehmen und ratsuchenden Müttern verschiedene Aspekte ihrer Fragestellung aufzeigen.
Mütter, die WIRKLICH Hilfe beim Abstillen möchten, bekommen diese hier auch (auch dazu findest Du hier zahlreiche Beispiele

).
LG;
Julia