Ivonne...war lennysmum hat geschrieben:nur dieses der arzt hat und die hebamme hat...isabel hat ihr so hilfreich unter die arme gegriffen und ihr die infos zu kommen lassen...sie wollte es schlicht und ergreifend nicht...
Ich würde nicht sagen, dass sie schlichtweg nicht wollte. Habe selbst im Freundeskreis schon oft gemerkt: Der Prophet gilt nichts im eigenen Land. Egal, wie sehr bei meinen Freundinnen in der SS schon sachte in Richtung Stillen informiert habe, nach der Geburt auf Wunsch stets mit Rat und Tat in Sachen Stillen zur Seite gestanden habe und sie bei meinen Info und Erfahrungen aha, ja, genau gesagt haben - wenn danach Hebi und KiA mit ihren Ratschlägen und geballtem langjährigen Fachwissen kamen, sind sie halt doch denen gefolgt
Die ersten Babywochen sind einfach für jede Neu-Mutter ein Ausnahmezustand, wo durchaus auch viele Illusionen platzen (Kuschelzeit, das niedliche Baby genießen, alle 4 stunden mal schnell bisschen stillen, viel Freizeit, weil das Baby ja viel schläft etc.

). Wenn da körperliche Beschwerden, also richtig Schmerzen dazukommen sowie die Ahnung, dass dies nun ein Dauerzustand werden könnte, den frau sich so ja niemals vorgestellt und gewünscht hat - da liegen einfach zu schnell die Nerven blank und jeder Strohhalm wird ergriffen, um da wieder herauszukommen.
Natürlich ist dies naiv! Aber die Menschen sind halt sehr verschieden und reagieren in Stresssituationen sehr unterschiedlich. Meiner Erfahrung nach kann man auch überhaupt nicht vorher abschätzen, welche Frau wie reagieren wird. Ich habe schon bei manchen meiner Freudinnen, die mich und damit auch meine Familie, die Situation mit Kindern halt, schon lange kennen gestaunt, wie blauäugig und naiv sie sich in das Abenteuer Kind gestürzt haben

Und ich muss zugeben, dass auch ich nicht von Anfang an so gut informiert, selbstbewusst und durchsetzungstark als Stillende und Mutter war, wie heute.
Auch ich habe übrigens noch keinen Weg gefunden, wie ich selbst mit den ganzen erfolglosen Stillberatungaktivitäten gut umgeen kann. Mir bricht auch immer das Herz, wenn ich an das Baby denke, dass nun meist völlig unnötig auf diesen schönen Part der Mutter-Kind-Beziehung verzichten muss
