Mach dich nicht verrückt.
Wenn man nach diesen Ernährungsplänen geht, dann müsste ich ja gesteinigt werden

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Meine Schwägerin hat mit Gläschen angefangen, 1 Woche bevor ihr Sohn 4 Monate alt wurde. Der Kleine lebt immer noch, und es scheint ihm gut zu gehen. Mein Ding wäre das nicht, aber das liegt vielleicht auch daran, weil wir sehr gern stillen, und ich mich damit unendlich wohl fühle.
Die militanten gehen ja nach diesem strengen Plan. Pastinake/Karotte, dann Kartoffeln dazu, dann Fleisch dazu..... Dann dieser berühmte Gemüse-Obst Brei....
Und die Verunsicherung ist groß, wenn das Kind den Brei nicht mag. Es wird gefragt, mit welchem Wasser, welcher Milch der Brei angerührt werden soll. Ob es denn schlimm wäre, wenn das Kind nicht (wie im Ratgeber "vorgeschrieben") mittags den Brei erhält, sondern abends......
Ja, man kann sich damit schon kirre machen. Ich find das ein wenig extrem, und mach deswegen nicht mit

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Ich kann dir mal sagen, wie WIR es machen. Allerdings münz das nicht unbedingt auf dein Kind um, da das wieder ganz anders sein kann.
Johanna ist jetzt 28 Wochen alt und bekommt seit ca. 2 Wochen "richtig" Gläschen.
Allerdings so wie sie es möchte, und nicht, wie ein Experte das emfpiehlt.
Das heisst, sie bekommt über den Tag verteilt immer mal wieder was. Wenn ich mit ihr aufstehe, dann gebe ich ihr so 2 Löffelchen, und wenn Papa nachmittags von der Arbeit kommt, dann gibt er ihr auch noch mal 2-3 Löffelchen. Und wir geben ihr alles mögliche. Angefangen habe ich mit einem Gläschen Kürbis. Dann gabs Banane. Dann Birne. Jetzt wieder Kürbis.
Ich beobachte mein Kind. Wenn ich merke, dass sie etwas nicht mag, dann lasse ich davon erstmal ab und probier es einfach später nochmal. Wenn ich merke, dass sie nach 3 Löffelspitzen schon keine Lust mehr hat, dann hören wir auch auf. Alles völlig ohne Zwang. Ich weiss, dass sie durch die Muttermilch noch völlig ausreichend versorgt ist, und wenn ich sie mir so anschau, dann macht sie auch einen putzmunteren Eindruck.
In Punkto Ernährung habe ich es mir abgewöhnt, irgendwelche Ratgeber zu lesen. Ich schau einfach mein Kind an. Ich könnte dir auch nicht mal sagen, in welchen Intervallen ich sie stille.
Also, schau dir dein Kind an. Du wirst merken, wenn es soweit ist

. Und sei nicht gefrustet, wenn es mal 2 oder 3 Tage gar nichts "festes" essen möchte.
Wir sind nicht mit dem Vorsatz in die Beikost gestartet, dass das Kind so schnell wie möglich komplette Mahlzeiten ersetzt bekommt, sondern mit dem Vorsatz, dass sie eben etwas "dazu" bekommt. Und dann wird sie selbst entscheiden, in welchem Tempo sie das steigern möchte.