Es gibt keine "Reste von der Matratze", höchstens Reste von den Materialien, die sie verwendet hab. Das weiss ich aber nicht, ob davon noch was übrig ist.
Ich glaube ich muss das nochmal genau erklären.
Das Bett, was wir haben, ist ein "Erbstück", in dem schon Männe und seine Brüder geschlafen haben. In der komischen Grösse, die das Bett hat (60x105) gibt es aber keine Matratzen zu kaufen - sämtliche hier käuflich erwerbbaren Matratzen sind 60x120 gross.
Schwiegermama ist Näherin, und hat also kurzerhand eine Matratze selbst geschneidert - aus Schaumstoff (wie ich annehme, so fühlt es sich zumindest an) und einem "Stoffmantel" um diesen Schaumgummi, damit es wie eine Matratze aussieht. Sie hat das alles zuhause vorbereitet: das Bettchen neu angestrichen, und dazu eben auch die Matratze gebastelt. Erst als sie fertig war, hat sie uns Bescheid gesagt, dass wir das Bettchen haben und holen können, wir wussten vorher nichts davon.
Ich finde das ja eigentlich superlieb von ihr, und freue mich auch total dass sie das gemacht hat. Nur gibt es eben gerade beim Babyschlaf so viele Dinge, die es zu beachten gilt - und die MIR wichtig, da allgegenwärtig sind, aber die Schwiemu nicht in Betracht gezogen hat. Schliesslich wollte sie uns nur eine Freude machen. Und zu diesen Sorgen gehören eben:
* die Farbe des Bettchens. Ich weiss nicht, welche sie verwendet hat und weiss also auch nicht, ob sie speichelfest ist. Das Problem werden wir denke ich lösen, indem wir mit speichelfestem Lack nochmal drübergehen.
* die Matratze des Bettchens. Sie ist sehr weich, und das behagt mir nicht so ganz, da Babymatratzen ja nicht zu weich sein sollen. Von Schadstoffbelastung und Luftkanälen in der Matratze mal ganz zu schweigen...
Ich mache mir eben viele Gedanken um die optimale Schlafumgebung für mein Kind. Schwiegermutter dagegen nicht, sie kennt die Broschüren und Empfehlungen von heute ja nicht und wollte einfach nur eine Matratze basteln. Ausdrucken und zeigen kann ich ihr die Broschüren aber auch nicht, denn sie kann kein deutsch

Tja, und so bin ich eben im Zwiespalt, was ich machen soll.
* Sollte ich vielleicht DOCH eine "richtige" Matratze kaufen - schadstoffgeprüft, gut luftdurchlässig, nicht zu weich, und so weiter? Um guten Gewissens sagen zu können, für eine möglichst optimale Schlafumgebung gesorgt zu haben, zwecks SIDS-Prävention usw?
* Oder verzichte ich meinem Geldbeutel zuliebe darauf und warte ab, ob das Kind nicht sowieso die meiste Zeit bei uns im Bett mit schläft? Ich weiss Schwiegermutters Geschenk ja auch zu schätzen, und eine nigelnagelneue Matratze zu zerschnippeln (damit sie die richtige Länge für das Bett hat) ist auch nicht ohne, zumal ich handwerklich nicht sooo wahnsinnig begabt bin.
DAS ist mein Dilemma im Moment.
Wenn ich mich dafür entscheiden sollte, doch noch eine neue Matratze zu kaufen, dann wird es gleich eine in 70-er Breite - dann reicht ein Handtuch oder eine gerollte Decke für die "Restritze" aus. Wenn ich aber die weiche, selbstgemachte Schaumstoffmatratze im Babybett lasse, dann muss ich mir für die grosse Lücke was überlegen.