Stillen nach Bedarf stresst mich irgendwie

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Sommermama2017
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Re: Stillen nach Bedarf stresst mich irgendwie

Beitrag von Sommermama2017 »

Amber hat geschrieben: 14.01.2025, 07:45
"Stillen nach Bedarf" bezieht sich ausschließlich auf die Bedürfnisse des Kindes, nicht die der Mutter.
Naja, ganz so absolut stimmt das auch nicht. Wenn Milchstau droht, wird hier auch immer wieder mal geschrieben, dass man das Baby (also unter 1, Stillen wird als Nahrung gebraucht) sogar dafür wecken und anlegen darf.


In diesem Fall mit größerem Kind sehe ich es auch eher kritisch. Es ist normal, dass Kleinkinder immer weniger stillen und immer mehr essen, jedes nach seinem Tempo (und nicht langsamer als das Kind würde, weil die Mutter nicht will. Wenn die Mutter schneller abstillen will, als das Kind, ist es ja auch in Ordnung).
Liebe Grüße von Sommermama mit L. 07/17 und A. 01/21
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Kleine
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Re: Stillen nach Bedarf stresst mich irgendwie

Beitrag von Kleine »

weniger Stillen ist auch ein Teil des Abnabelungsprozesses... es reduziert die Abhängigkeit von dir und das ist doch auch was Positives, denn es heißt, dass das Kind so viel Sicherheit erfahren hat, dass es sich traut, auch andere Beziehungen und Dinge geschehen zu lassen, ohne sich zu sorgen, dass es dich dann nie wieder sieht.

Ich würde das nicht "künstlich" und scheinbar ohne Not erzwingen. Es ist der Lauf der Dinge. Irgendwann spielen Deine Kinder ohne Dich in einem anderen Zimmer, gehen ohne Dich raus und ohne Dich zu Freunden und irgendwann ziehen sie aus und gründen vielleicht ihre eigene Familie. Das sind alles Minischritte dahin... Autonomiebestreben... Ich kann mir nicht vorstellen, dass in dem Alter Deiner Kinder erzwungenes Stillen dafür hilfreich ist.
LG
Anika

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Umgedacht
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Re: Stillen nach Bedarf stresst mich irgendwie

Beitrag von Umgedacht »

Ich kann auch nicht ganz verstehen was dein Ziel ist. Die meisten Frauen freuen sich, wenn sie in dem Alter mehr Freiheit haben und das nicht-mehr-Baby die ganze Zeit auf sie angewiesen ist. Die Brust ist es mit Sicherheit, wenn du nicht zu Milchstau neigst. Stillen ist nicht die einzige Möglichkeit seinen Kindern nah zu sein.
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Mino93
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Re: Stillen nach Bedarf stresst mich irgendwie

Beitrag von Mino93 »

Danke für die weiteren Beiträge.

Ja, ich verstehe meine Gedanken und Sorgen zum Thema selber nicht ganz...ich weiß nicht, warum ich scheinbar mehr als viele andere so dran hänge. Der erste Stillstart war sehr schwer und danach hab ich es größtenteils genossen. Und jetzt kann ich es mir irgendwie nicht mehr ohne stillen vorstellen... obwohl es natürlich logisch ist, dass es irgendwann so sein wird und sicher werde ich dann auch das genießen können...

Hab einfach gedacht, vllt kennt es jmd und kann mir aus Erfahrung erzählen oder erzählt von der Gegenseite und wie toll es ist, endlich weniger zu stillen ;). Und dass die Brust das gut hinbekommt ohne dass man viel helfen muss.

Ich denke zb, ich könnte nicht einfach von heute auf morgen sagen, ich Stille nachts ab. Meine Brüste würden sicher streiken und ich müsste nachts ausstreichen oder pumpen. Da find ich es noch weniger schlimm, paar Mal im Halbschlaf zu stillen :-D.
Also ich denke eben, am einfachsten für die Brust und die Psyche ist ein langsames ausschleichen. Abstände, die immer Mal etwas länger werden.
Vielleicht geht das ja auch so.

Bei meiner Tochter hab ich da zb nachts eher ein auf und ab erlebt, aber selten spannende Brüste.
Wenn aber zb ein Tag echt viel los ist und mehrere Stillzeiten ausfallen/ verschoben werden, ist das ja kein langsames Brust dran gewöhnen.
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Kleine
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Re: Stillen nach Bedarf stresst mich irgendwie

Beitrag von Kleine »

Mein Großer hat mit ca 9 Monaten angefangen zu essen, davor war null Interesse, er brauchte wohl ein Raspelzähnchen im Mund 😂 Allerdings tat er das nicht wie die meisten Babies sondern mit Vollgas: er aß sofort alles und in kürzester Zeit in Massen. Er reduzierte das Stillen von 12-15x auf 4x innerhalb von vielleicht 4 oder 5 Wochen. Das war für meine Brust deutlich zu zügig, aber ich habe dann einfach über einem Waschbecken etwas ausgestrichen bis das Spannungsgefühl weg war.

Und es definitiv eine Umstellung, plötzlich Essen mitnehmen zu müssen. Aber Autonomieentwicklungen sind superwichtig. Wenn deine Kinder irgendwann lernen, eine Schleife an den Schuhen zu binden, dauert das am Anfang und wenn man schnell weg muss, ist man stark in Versuchung, das selbst zu machen… aber hey, sie können sich dann für den Rest ihres Lebens selbst Schuhe anziehen, wie cool!

Wenn mir ein Schritt schwer gefallen ist bzw fällt (Pubertät ist auch nochmal ne andere Nummer 😂😂), dann versuche ich das bezogen auf den Rest ihres Lebens zu sehen und da bekommen manchmal Kleinigkeiten eine ganz andere Dimension…
LG
Anika

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Re: Stillen nach Bedarf stresst mich irgendwie

Beitrag von Hanfrila »

Mein Kind ist 22 Monate alt, also fast 2 und stillt noch sehr häufig, aber nuckelt eher.
Ich hab letztens einen Versuch gestartet nachts abzustillen und meine Brüste haben sich gar nicht gemeldet, als wir dann mal 8-9 Stunden gar nicht gestillt haben. Und davor alle 1-2 Stunden.

Auch so kann ich mal den ganzen Tag von morgens bis abends weg sein, obwohl die Trennung sonst maximal 6 Stunden sind und ich merke es gar nicht.

Es muss also gar nichts mit den Brüsten sein. Weil du auch mal sowas in der Richtung hören wolltest? Es geht auch ganz ohne Probleme. Allerdings habe ich nie extra versucht die Abstände möglichst gering zu halten, aber sie sind nicht gering, wenn’s nach dem Kind geht, am Wochenende will sie sehr viel. Es geht ihr aber nicht mehr um Essen, sondern halt Nähe.
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Hanfrila
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Re: Stillen nach Bedarf stresst mich irgendwie

Beitrag von Hanfrila »

Achja: vor nem halben Jahr wäre das sicher noch etwas anders gewesen, da hätte ich das nachts auch gemerkt.

Aber mal tagsüber ein paar Stunden Stillpause ging da auch. Also z.B. mal 6h weg sein, statt nur 2-3.
Blumenmädchen geb. 03/2023
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Re: Stillen nach Bedarf stresst mich irgendwie

Beitrag von Schnecke106 »

Ich kann das ein bisschen nachvollziehen. Bei der Großen habe ich sehr um das Stillen gekämpft und letztlich bis sie 1,5 Jahre alt war eine Mischung aus Stillen und Flasche (Zwiemilch) gemacht, dafür habe ich 18 Monate abgepumpt, zum größten Teil auch mit Wecker stellen nachts. Als das Stillen weniger wurde, habe ich mir sofort Sorgen um die Milchmenge gemacht, weil ich ja nie auf dem Vollstillniveau war. Die Angst keine Milch mehr zu haben war groß, es hat ein bisschen gedauert, bis ich quasi begriffen habe, dass es jetzt zwar weniger Milch gibt, diese aber für die Ernährung nicht ausschlaggebend ist und auch "ein paar Tropfen" noch gut sind.
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Re: Stillen nach Bedarf stresst mich irgendwie

Beitrag von Lösche Benutzer 24994 »

Ich denke wenn du abpumpst, damit die Brust nicht spannt, kann es das Problem vergrößern, da du schnell zu viel abpumpen kannst und dann ist ja quasi wieder Nachfrage da.
Ich würde da versuchen nur auszustreichen
Kambly
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Re: Stillen nach Bedarf stresst mich irgendwie

Beitrag von Kambly »

Mino93 hat geschrieben: 15.01.2025, 01:37 Danke für die weiteren Beiträge.
Und dass die Brust das gut hinbekommt ohne dass man viel helfen muss.
Hier! 🙋‍♀️
Wir stillen noch relativ häufig. Einmal die Woche bin ich aber tagsüber weg nund es ist überhaupt kein Problem. Ich habe noch nie ahsgestrichen, noch habe ich schlerzende Brüste o.ä.
Auch kann ich am nächsten Tag wieder ganz normal stillen, auch in der gewohnten Häufigkeit.
Kambly mit kleinem 🦊 (5) und kleiner 🧚🏼‍♀️ (2.5)
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