Einschlafbegleitung abschaffen bei sehr unruhigem Kind

Wiege oder Familienbett? Allein oder zusammen? Wie schlafen wir alle am besten?

Moderator: Giraeffchen

Lösche Benutzer 24994

Re: Einschlafbegleitung abschaffen bei sehr unruhigem Kind

Beitrag von Lösche Benutzer 24994 »

Nicht das unsere Kinder zuverlässig alleine einschlafen würden, aber beim kleinen geht es schnell und beim großen hilft oft eine Zeit bleiben und dann gehen, gerne konkret benannt: ich gehe Wäsche abnehmen, danach schaue ich nochmal zu dir. Am besten bei offener Tür, sodass er es hört.

Was beide auch mögen und manchmal klappt ist so ein Sternenprojektor mit Musik. Das Ding , was wir haben ist ohne Kabel und sie nehmen es mit ins Bett. Spielen ein bisschen damit, schauen die Lichter an und irgendwann sind sie weg. Geht nicht unbedingt schneller, aber ohne uns.

Handy würde bei uns auch nicht gehen.

Ansonsten feste Regeln und immer wieder probieren. Es ist ein Prozess und geht nicht vo. Heute auf morgen
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ShinyCheetah
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Re: Einschlafbegleitung abschaffen bei sehr unruhigem Kind

Beitrag von ShinyCheetah »

Leider läuft sie mir bisher sofort hinterher und sagt "Ich kann nicht einschlafen". So einen Projektor (ein Marienkäfer) haben wir, damit spielt sie tatsächlich auch manchmal rum beim Einschlafen.

Ich hatte das eigentlich immer unterbunden, aber mein Mann fand es OK - und tatsächlich habe ich nicht den Eindruck, dass es dadurch deutlich länger dauert.
mit Sohn F (Ende September 18)
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Teelicht
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Re: Einschlafbegleitung abschaffen bei sehr unruhigem Kind

Beitrag von Teelicht »

Ich hatte ein Kind, dass ich mit drei auch festhalten musste, damit er überhaupt im Bett bleibt. Ich habe daneben gelegen und mein Buch gelesen. Durch das ganze Abbrechen, dauerte es, aber die Bucherlebnisse wurden besser.

Wir haben (als es realistisch erschien) uns ganz langsam aus der Einschlafbegleitung herausgeschlichen: erst neben dem Kind auf dem Bett sitzen, dann auf einen Stuhl daneben und dann im Arbeitszimmer. Schon wenn man auf einem Stuhl daneben sitzt, kann man viel mehr für sich machen.

Eine andere Möglichkeit wäre mit dem Kind einzuschlafen, und seine eigene Zeit auf dem frühen Morgen zu verlegen.
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Krachbum
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Re: Einschlafbegleitung abschaffen bei sehr unruhigem Kind

Beitrag von Krachbum »

Sabina hat geschrieben: 01.07.2024, 22:30 Ich habe auch schon immer diverse Dinge dabei gemacht. Mit der Zeit wird man sehr erfinderisch und denkt schon durch den Tag ‚nee, das mache ich heute Abend während der Einschlafbegleitung‘. Dinge bestellen, für die Schule vor-/nachbereiten, , SuTen, recherchieren, schriftlich kommunizieren, Schnittmuster ausschneiden, zeichnen, Dinge am Computer entwerfen, lesen…
Bist du denn im gleichen Zimmer oder nebenan?

Und ((Shiny)) ich habe keinen Rat aber bin solidarisch mitgenervt.
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Re: Einschlafbegleitung abschaffen bei sehr unruhigem Kind

Beitrag von Sommerkind16 »

Mein Kleiner ist ja ähnlich alt wie V und ist auch eher ein Kind, das von 6 bis 22 Uhr wach sein könnte. Er macht keinen Mittagsschlaf mehr und Einschlafbegleitung ist anstrengend bis nervig, weil er ganz genaue Vorstellungen hat, wie ich zu liegen habe und mein Gesicht möchte er auch immer anfassen. Und so dann bitte 45+ Minuten verweilen.
Er schläft im selben Raum wie das Mittelkind, dieser schläft aber sehr schnell ein und wacht dann auch so bald nicht mehr auf.
Wir fahren aktuell ganz gut damit im Flur das Licht anzumachen und dann darf er noch ein paar Spielzeuge ins Bett nehmen und alleine spielen. Wenn er soweit ist, dann soll er mich rufen (ich bin oft auf der gleichen Etage). Manchmal verlagt er dann noch eine Kleinigkeit zu essen (ist blöd wegen Zähneputzen, aber die Phase überleben wir und die Zähne wohl ) und dann lege ich mich zu ihm und er schläft innerhalb von Minuten ein. Gestern war das gegen 21 Uhr.
Das Kind schlläft dadurch natürlich nicht früher ein, aber die Zeit, die ich bei ihm im Bett liege verkürzt sich. Und ja... müde ist das Kind. Er möchte gern ab 18 Uhr ständig kuscheln und sagt, dass er müde ist. Aber bis er dann tatsächlich runter kommt dauert das einfach.

Bei Hörspielen kommt er nicht runter, auch Musik hilft nicht. Aufstehen und eben Kleinigkeiten erledigen funktionierte bei den Großen beiden, bei dem Kleinen nicht. Der steht einfach auf und macht sein Ding :lol:
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Larala
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Re: Einschlafbegleitung abschaffen bei sehr unruhigem Kind

Beitrag von Larala »

Handy oder lesen ist hier auch utopisch. Mein Kind braucht es dunkel und jede Ablenkung für mich ist eine Ablenkung für sie. Ich probiere die Zeit, die ich still neben ihr liege, als Gewinn für mich zu sehen, denn normalerweise fällt es mir sehr schwer mich zu entspannen und nichts zu tun. Ich meditiere dann manchmal oder grüble über den Tag, plane im Kopf, was ich zu wem sagen will etc.

Klar gibt es auch oft Abende, wo ich echt besseres zu tun hätte. Aber mich ärgern hilft mir leider nicht, also probiere ich es anzunehmen.
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Re: Einschlafbegleitung abschaffen bei sehr unruhigem Kind

Beitrag von Sabina »

Krachbum hat geschrieben: 02.07.2024, 09:43
Sabina hat geschrieben: 01.07.2024, 22:30 Ich habe auch schon immer diverse Dinge dabei gemacht. Mit der Zeit wird man sehr erfinderisch und denkt schon durch den Tag ‚nee, das mache ich heute Abend während der Einschlafbegleitung‘. Dinge bestellen, für die Schule vor-/nachbereiten, , SuTen, recherchieren, schriftlich kommunizieren, Schnittmuster ausschneiden, zeichnen, Dinge am Computer entwerfen, lesen…
Bist du denn im gleichen Zimmer oder nebenan?

Und ((Shiny)) ich habe keinen Rat aber bin solidarisch mitgenervt.
Ich habe meine Techniken und Skills über die Jahre so verfeinert, dass ich direkt neben ihr liege/sitze im Familienbett. 🤪😆 Vieles geht am Handy, einiges am Laptop, ein paar Sachen mit Papier und Bleistift (und z.B. Buch als Unterlage) und manchmal nehme ich tatsächlich auch die Schere und schneide (Papier) aus. Entweder Schnittmuster oder Dinge, die ich für die Schule vorbereite. Eine Zeit lang habe ich im selben Zimmer an einem Tisch genäht. Da war sie ungefähr vier und ich der festen Überzeugung, dass ich damit so langsam die Einschlafbegleitung ausschleiche. Doch dann gab es einige Veränderungen in unserem Leben und wir mussten nochmals von vorne anfangen. Nun ja…ich habe mich damit abgefunden und mache das nun mit jeweils kurzen Unterbrechungen eigentlich seit 14 Jahren.
Signaturen sind halt doch praktisch für die Mitleser:innen…

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Eliane
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Re: Einschlafbegleitung abschaffen bei sehr unruhigem Kind

Beitrag von Eliane »

Was hilfreiches beitragen, kann ich nicht, aber als ich deinen Anfangspost gelesen hab, dachte ich, du beschreibst unsere Einschlafsituation. Ich habe in letzter Zeit tatsächlich auch überlegt mal im Forum darüber zu schreiben.
Meine Kinder sind ähnlich alt. Die 3-jährige zappelt auch endlos und braucht ca 1-1,5 Stunden bis sie endlich schläft, später hinlegen ist auch hier nicht die Lösung, da sie dann einfach später schläft. Aufstehen kann ich keinesfalls, sie kommt hinterher. Zudem muss sie mind. 3x was trinken und dann nochmal zur Toilette. (Vorm hinlegen muss sie natürlich nie und geht dann auch nicht.)

Zusätzlich will auch die 6-jährige nicht alleine einschlafen, ist um halb 9 noch nicht müde, will aber auch nicht alleine aufbleiben während ich die Kleine hinlege. Was meist dazu führt, dass sie sich noch gegenseitig anstacheln. Es ist einfach anstrengend und ich hätte so gerne mal eine Pause von der abendlichen Einschlafbegleitung. Mein Mann arbeitet oft abends und wenn er da ist, ist es absolut inakzeptabel mit Papa einzuschlafen und führt(e) zu herzzerreißendem Weinen. Das tut mir dann so leid, dass ich doch wieder daneben liege (bzw. wir es mittlerweile nicht mehr probieren, weil sie die letzten beiden Versuche so sehr geweint hat. Wut könnte ich aushalten, aber keine „Mamasehnsucht“).

Sorry, das ist ganz schön lange geworden, ich will deinen Thread nicht kapern, aber irgendwie fühle ich mich im RL mit dem Thema echt alleine 🙈
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Re: Einschlafbegleitung abschaffen bei sehr unruhigem Kind

Beitrag von acma »

Wir haben auch ein Kind, das abends einfach nicht zur Ruhe kommt. Sie kann keine 2 Sekunden liegen. Sagt, sie sei müde und wolle schlafen, legt sich hin, und zack, steht sie wieder auf und geht raus. Oder sie lässt es an mir aus, haut, hampelt, kratzt. Dementsprechend schwierig sind die Abende. Festhalten geht nicht (und mag ich auch nicht), alles durchprobiert mit allen möglichen Beruhigungsideen. Mittlerweile gehen wir immer spazieren - aber selbst da schläft sie nicht mehr zuverlässig ein. Also erstmal einfach solidarische Grüße.

Und dann eine Idee, die wir jetzt noch nicht lange ausprobieren, die bei mir aber vom Verstehen her ein Lichtblick war. Wir waren vor ein paar Tagen bei einer Beratung, weil uns die Abende so belasten. Die Beraterin meinte: Es gibt Kinder, die zum Einschlafen Aktivierung brauchen. Die sozusagen vor dem Einschlafen noch alle Restenergie aus dem Körper rauszappeln, raushampeln, raustoben müssen, und die dieses Zappeln (im Gegensatz zu den meisten) nicht wieder hochfährt, sondern erst zur Ruhe bringt. Wenn das zutrifft, haben wir mit dem ganzen "jetzt komm doch mal zur Ruhe" eigentlich immer gegen das Kind gearbeitet.

Unser Plan ist jetzt aktuell also: Nach dem ganz normalen Abendritual mit Lesen usw. gehen wir ins Bett und toben uns nochmals aus. Wenn ich aktiv mitmache, mit ihr ein bisschen kämpfe, dann geht es nicht gegen mich, und das kann ich viel besser annehmen. Vor zwei Tagen hat es super geklappt: Kämpfen, alles ausschütteln, strampeln, und auf einmal hat sie sich eingerollt und geschlafen.

Ist sicher keine Wundelösung, aber vielleicht bringt euch der Gedanke ja auch irgendwie weiter?
acma mit Knöpfchen (08/21)
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ShinyCheetah
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Re: Einschlafbegleitung abschaffen bei sehr unruhigem Kind

Beitrag von ShinyCheetah »

Danke! Das wäre auf jeden Fall mal ein anderer Ansatz.

Es gibt übrigens keine "Fortschritte". Aber wir haben gerade Besuch von einer Familie mit 3 Kindern. K1 und K2 haben sich da schon mit 2,5 Jahren mit Hörbuch allein ins Bett bringen lassen. Aber K3, exakt so alt wie V, macht das auch überhaupt nicht mit. Bei K3 läuft das Einschlafen exakt so wie bei V. Dauert ewig, sehr spät, wenn es in der Kita Mittagsschlaf gab katastrophal, bleibt nicht liegen, hampelt rum und tut dabei den Eltern weh...

Irgendwie beruhigt mich das etwa, dass es nicht an "mangelnder Konsequenz" von uns liegt. Manche Kinder sind halt so und vielleicht ist es deshalb einfach der falsche Zeitpunkt Einschlafbegleitung abzuschaffen.

Ich werde es trotzdem noch ein bisschen versuchen ;)
mit Sohn F (Ende September 18)
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